Flucht – Antonio Muñoz Molina "Die Nacht der Erinnerungen"

„Begeisterung und Panik wogten wie parallele Welten durch die Hitze der Nacht, in einem Fieber von Karneval und Katastrophe.“

Das Chaos zerreißt sein bisheriges Leben. Ignacio Abel, ein anerkannter Architekt und Bauhaus-Schüler, sieht sich 1936 an einem Abgrund stehen. Der Krieg hat Spanien erfasst. Die Hauptstadt Madrid wird Schauplatz des Klassenkampfes, die Gewaltspirale dreht sich und fordert unzählige Opfer. Männer, Frauen und Kinder, die durch Bomben, Straßenkämpfe und Hinrichtungen getötet werden. Mittendrin Ignacio auf der Suche nach seiner Geliebten Judith, die er ein Jahr zuvor kennengelernt hatte. Die Amerikanerin ist spurlos verschwunden, nachdem Ignacios Frau Adela dessen heimliche Beziehung entdeckte hatte und nachfolgend einen Selbstmord verübte, den sie indes überlebte. Mit den zwei Kindern zieht sich Adela in das Wochenend-Haus in den Bergen zurück. Nicht nur die erkaltete Beziehung des Paares auch Adelas Freitod-Versuch und das kritische Verhältnis zwischen ihren Eltern und ihrem Bruder Victor zu Ignacio belastet diese Ehe. Flucht – Antonio Muñoz Molina "Die Nacht der Erinnerungen" weiterlesen