Sonja Sophie Kreis – „Das große Eis“

„Gletscher sind komplizierte Wesen.“

Grönland – größte Insel der Erde, eine kalte, baumlose Welt aus Schnee und Eis. Und seit einiger Zeit angesichts irrwitziger Ansprüche eines US-amerikanischen Despoten häufiger in den Schlagzeilen als jemals zuvor. Selbst Nachrichten zum Klimawandel, vor denen viele die Augen verschließen, geraten da nahezu in Vergessenheit. Grönland ist Sehnsuchtsziel von wohl nur wenigen Menschen. Doch Anna reist in den hohen Norden, um ihrem Bruder ein besonderes Bild zu bringen.

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Patrick Ryan – „Buckeye“

„Die Welt drehte sich weiter, sammelte die Trümmer auf.“

Manchmal kann ein Unglück später auch ein Glück bedeuten. Cal Salt kommt mit einem fünf Zentimeter kürzeren Bein zur Welt. Es wird ihn Spott, Demütigung und Mitleid einbringen. Doch er bleibt 21 Jahre später verschont, als die USA in den Zweiten Weltkrieg eintritt, Millionen junger Männer zur Waffe gerufen werden, um an den Fronten in Europa, Asien und Afrika, auf dem Land, zu Wasser und in der Luft zu kämpfen. Wie Felix Jenkins, der den Untergang eines vom Torpedo versenkten Versorgungsschiffes als einer der wenigen Besatzungsmitglieder überlebt – aber für immer versehrt bleibt.

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Hannah Häffner – „Die Riesinnen“

„Manche Dinge haben keine erste Sekunde.“

Wittenmoos – das klingt nach einem recht überschaubaren Ort, in diesem Namen liegt auch ein bestimmter Duft: nach Wald, Wasser, nach Natur. In Wittenmoos leben drei Frauen, die nicht unterschiedlicher, aber auch nicht ähnlicher sein können: Liese, Cora und Eva. Das sind Großmutter, Mutter und Tochter, drei Generationen. Und über die erzählt Hannah Häffner in ihrem Roman „Die Riesinnen“, dem ein ganz besonderer Zauber innewohnt.

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Federica Manzon – „Alma“

„Geografie siegt immer über Geschichte.“

Alma kehrt nach Jahren in der Fremde zurück in ihre Heimatstadt. Ihr Vater ist gestorben. Zuvor hat sie einen Brief mit seinem letzten Willen erhalten. Ein Nachlass wartet auf sie. Sie will reinen Tisch machen – mit der Familie, der Vergangenheit, ihren Wurzeln, den Toten. In Triest kommen die Erinnerungen zurück – an die Kindheit, an Vili, der eines Tages als Kind vor der Tür stand, als junger Mann vom Balkankrieg verschluckt wird, an den Vater, der die Familie immer wieder verließ und für einige Zeit verschwand. Die italienische Autorin und Verlegerin Federica Manzon erzählt in ihrem Roman „Alma“ von der Suche nach Zugehörigkeit und Identität und einer geschichtsträchtigen Stadt zwischen Ost und West.

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Oisín McKenna – „Hitzetage“

„Und natürlich denkt sie wieder über halbe Leben nach.“

Es ist Juni. Und sagenhaft heiß. In London herrscht nicht nur eine flirrende Hitze. In der Themse ist ein Wal gestrandet. Doch Maggie und ihr Partner Ed, ihr bester Freund Phil sowie dessen Bruder Callum haben mit den ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen. Sie ist schwanger, gemeinsam planen sie ihre Zukunft als Familie, während Phil sich in seinen Mitbewohner Keith verliebt hat und Callum bald heiraten wird. In nur wenigen Tagen dreht sich ihr Leben um 180 Grad – und das ist nicht das einzig Großartige an dem vielschichtigen wie ungemein lebendigen Debüt des irischen Autors Oisín McKenna.

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Kathrine Nedrejord – „Acht Jahreszeiten“

„Man kann eine Landschaft nie ganz verlassen.“

Ihre Heimat im Norden Skandinaviens umgeben keine Staatsgrenzen. Ihre Kultur ist einzigartig. Etwa 80.000 Menschen zählen zum indigenen Volk der Sami, die Hälfte lebt in Norwegen. Mehr als 100 Jahre und bis in die 1960er erlebten sie massive staatliche und gesellschaftliche Unterdrückung und Diskriminierung. Welche Einflüsse die politische Assimilierungspolitik auch auf jüngere Generationen hat, erzählt die norwegisch-samische Autorin Kathrine Nedrejord in ihrem preisgekrönten Roman „Acht Jahreszeiten“.

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