Hannah Häffner – „Die Riesinnen“

„Manche Dinge haben keine erste Sekunde.“

Wittenmoos – das klingt nach einem recht überschaubaren Ort, in diesem Namen liegt auch ein bestimmter Duft: nach Wald, Wasser, nach Natur. In Wittenmoos leben drei Frauen, die nicht unterschiedlicher, aber auch nicht ähnlicher sein können: Liese, Cora und Eva. Das sind Großmutter, Mutter und Tochter, drei Generationen. Und über die erzählt Hannah Häffner in ihrem Roman „Die Riesinnen“, dem ein ganz besonderer Zauber innewohnt.

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Federica Manzon – „Alma“

„Geografie siegt immer über Geschichte.“

Alma kehrt nach Jahren in der Fremde zurück in ihre Heimatstadt. Ihr Vater ist gestorben. Zuvor hat sie einen Brief mit seinem letzten Willen erhalten. Ein Nachlass wartet auf sie. Sie will reinen Tisch machen – mit der Familie, der Vergangenheit, ihren Wurzeln, den Toten. In Triest kommen die Erinnerungen zurück – an die Kindheit, an Vili, der eines Tages als Kind vor der Tür stand, als junger Mann vom Balkankrieg verschluckt wird, an den Vater, der die Familie immer wieder verließ und für einige Zeit verschwand. Die italienische Autorin und Verlegerin Federica Manzon erzählt in ihrem Roman „Alma“ von der Suche nach Zugehörigkeit und Identität und einer geschichtsträchtigen Stadt zwischen Ost und West.

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Oisín McKenna – „Hitzetage“

„Und natürlich denkt sie wieder über halbe Leben nach.“

Es ist Juni. Und sagenhaft heiß. In London herrscht nicht nur eine flirrende Hitze. In der Themse ist ein Wal gestrandet. Doch Maggie und ihr Partner Ed, ihr bester Freund Phil sowie dessen Bruder Callum haben mit den ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen. Sie ist schwanger, gemeinsam planen sie ihre Zukunft als Familie, während Phil sich in seinen Mitbewohner Keith verliebt hat und Callum bald heiraten wird. In nur wenigen Tagen dreht sich ihr Leben um 180 Grad – und das ist nicht das einzig Großartige an dem vielschichtigen wie ungemein lebendigen Debüt des irischen Autors Oisín McKenna.

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Kathrine Nedrejord – „Acht Jahreszeiten“

„Man kann eine Landschaft nie ganz verlassen.“

Ihre Heimat im Norden Skandinaviens umgeben keine Staatsgrenzen. Ihre Kultur ist einzigartig. Etwa 80.000 Menschen zählen zum indigenen Volk der Sami, die Hälfte lebt in Norwegen. Mehr als 100 Jahre und bis in die 1960er erlebten sie massive staatliche und gesellschaftliche Unterdrückung und Diskriminierung. Welche Einflüsse die politische Assimilierungspolitik auch auf jüngere Generationen hat, erzählt die norwegisch-samische Autorin Kathrine Nedrejord in ihrem preisgekrönten Roman „Acht Jahreszeiten“.

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Jonas Hassen Khemiri – „Die Schwestern“

„(…) schon damals begann ich, mein Leben so aufzubauen, dass es als Geschichte taugen würde.“

Als Kinder lernen sie sich in den 90ern in der Stockholmer Wohnsiedlung Drakenberg kennen. Mehrfach verlieren sie sich aus den Augen, doch immer wieder begegnen sie sich im Lauf der Jahre, der Jahrzehnte. Die drei Schwestern Ina, Evelyn und Anastasia Mikkola – und Jonas, der Ich-Erzähler und fiktive Alter Ego des schwedisch-tunesischen Schriftstellers Jonas Hassen Khemiri.

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Barbara Kingsolver – „Die Unbehausten“

„Die Welt zerfällt in zwei Lager: die Forscher und die Versüßer.“

Von der kleinsten Hütte bis zum prunkvollen Präsidentenpalast: Häuser erzählen immer wieder Geschichten. Von der Zeit, in der sie bestehen, von den Menschen, die ob kurz oder lang in ihnen wohnen. In ein schon etwas marodes Haus in New Jersey und in zwei Jahrhunderte führt die Amerikanerin Barbara Kingsolver in ihrem Roman „Die Unbehausten“, in dem die Vergangenheit einem vertrauter erscheint, als einem lieb ist.

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