Auður Ava Ólafsdóttir – „Eden“

„,Außer dir kenne ich keinen einzigen Menschen, der von einzelnen Wörtern träumt‘, sagt meine Schwester.“

Sie hat einen speziellen Job, ist darin auch anerkannt. Und sie hat ein gutes sicheres Zuhause. Dennoch entscheidet sich Alba Jakobsdottir von einem Tag auf den anderen für eine grundlegende Veränderung in ihrem Leben, das sie nahezu auf den Kopf stellt. Die Linguistin verlässt Reykjavik und zieht aufs Land. Die isländische Schriftstellerin Auður Ava Ólafsdóttir erzählt von einer Frau, die aus ihrem Leben ausbricht und ein besonderes Ziel verfolgt.

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John Horne Burns – „Galleria Umberto“

„Die Bar war wie ein Zirkus mit tausend verschiedenen Manegen, die alle gleichzeitig bespielt wurden.“

Hier treffen sich die Fremden und die Einheimischen, die Sieger und Besiegten, die Soldaten und die Zivilisten, die Offiziere und die Prostituierten. Die prächtige Galleria Umberto in Neapels Altstadt ist ein turbulenter Magnet und zugleich ein Mikrokosmos der Gesellschaft. In John Horne Burns‘ (1916-1953) gleichnamigen Debüt ist sie als Schauplatz zugleich eine besondere Heldin, vom Krieg versehrt.

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William Heinesen – „Noatun“

„Noatun ist unser Ort, dort wohnen wir, dort werden wir leben und sterben.“

Dødmansdal – von Gott verlassen, von den Menschen gemieden, ein fast verrufener Ort auf einem der Eilande der Färoer. Dennoch wagt hier eine Gruppe Frauen und Männer einen Neuanfang. Sie pachten Land, roden es, um es urbar zu machen. Die Männer ziehen monatelang auf Fischfang mit mal mehr mal weniger Erfolg. Aus Dødmansdal wird Noatun. Ein Name, der auf den Palast des nordischen Meeresgottes Njörðr aus der Edda verweist.

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Charles Derennes – „Ungeheuer am Nordpol“

„Wir waren nicht allein.“

1926 überquerte der norwegische Polarforscher Roald Amundsen (1872-1928) mit dem Luftschiff „Norge“ den Nordpol. Drei Jahre später wird er auf einer Rettungsmission für den Italiener Umberto Nobile, dessen Luftschiff in der Arktis abgestürzt war, ums Leben kommen. Die eisige menschenleere Welt und besondere Reisen haben die Menschen seit jeher fasziniert. Ob real oder nur in unserer Fantasie. Jules Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“ gilt heute als Klassiker – genauso seine Bücher „20.000 Meilen unter dem Meer“ und „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“.

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Claire Fuller – „Das Gedächtnis der Tiere“

„(…) die Grausamkeit der Menschen erfüllt mich mit Entsetzen.“

Rückzug, Masken, Lockdown. Alles gehabt, alles bekannt. Die englische Autorin Claire Fuller arbeitete gerade an ihrem neuen Roman, als der Corona-Virus seine Reise um den Erdball antrat und eine weltweite Pandemie auslöste, die noch immer nachwirkt, allerdings auch weitaus schlimmere Folgen hätte haben können. Ihr Szenario ist indes weit drastischer, und ihr jüngstes Buch „Das Gedächtnis der Tiere“ reiht sich ein in eine Vielzahl von dystopischen Werken, die sich auch mit dem Verhältnis Mensch und Natur auseinandersetzt.

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Christoffer Carlsson – „Hinter dem Nebel“

„Es gibt Wahrheiten, die man nur durch Fiktion vermitteln kann.“

Im Speisesaal einer Pension wird der Schriftsteller Johan Oskarsson erhängt aufgefunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus, nur ein einstiger Freund, ebenfalls Autor, glaubt nicht daran und zweifelt an der Theorie. Er bekommt einen Anruf des Ermittlers Vidar Jörgensson, denn er war der letzte, den Oskarsson vor seinem Tod kontaktiert hatte. Der Autor macht seine eigenen Recherchen über seinen Freund, der zuletzt an einer Biografie der bekannten Schriftstellerin Ingrid Klinga gearbeitet hat.

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