Chris Pavone – „Der Portier“

„In dieser Welt gibt es unzählige Gründe, zornig zu werden, und die Straße der Millionäre symbolisierte so viele davon.“

Hier leben die Reichen und Schönen unter einem Dach. 94 Luxus-Wohnungen befinden sich im ehrwürdigen Bohemian. Ein Apartment-Blick auf den nahe gelegenen Central Park – unbezahlbar für die meisten von uns. Wer hier wohnt, weiß oft nicht mehr, wie er sein ganzes Geld ausgeben könnte. Chicky arbeitet seit 28 Jahren als Portier im Bohemian. Er empfängt die Bewohner, kümmert sich um ihre Wünsche. Allzeit pünktlich, freundlich, zuverlässig. Er weiß, wer kommt und wer geht. Die persönliche Welt des hoch verschuldeten Ex-Marine ist allerdings eine ganz andere. Der New Yorker Autor Chris Pavone lässt in seinem Kriminalroman beide Welten aufeinanderprallen und verwandelt Central Park West in ein Pulverfass.

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Patrick Ryan – „Buckeye“

„Die Welt drehte sich weiter, sammelte die Trümmer auf.“

Manchmal kann ein Unglück später auch ein Glück bedeuten. Cal Salt kommt mit einem fünf Zentimeter kürzeren Bein zur Welt. Es wird ihn Spott, Demütigung und Mitleid einbringen. Doch er bleibt 21 Jahre später verschont, als die USA in den Zweiten Weltkrieg eintritt, Millionen junger Männer zur Waffe gerufen werden, um an den Fronten in Europa, Asien und Afrika, auf dem Land, zu Wasser und in der Luft zu kämpfen. Wie Felix Jenkins, der den Untergang eines vom Torpedo versenkten Versorgungsschiffes als einer der wenigen Besatzungsmitglieder überlebt – aber für immer versehrt bleibt.

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Julia Wong – „Zur anderen Seite des Ozeans“

„Alles im Kosmos ist miteinander verbunden.“

Sein Ruf als Universalgelehrter ist bis heute legendär, seine kosmopolitische Haltung vorbildhaft. Alexander von Humboldts (1769-1859) Name kennt wohl die ganze Welt, schon zu Lebzeiten genoss er großes Ansehen – erlangt durch seine Publikationen und mehrjährigen Forschungsreisen. Eine führte ihn Ende des 18. Jahrhunderts nach Südamerika. Ihr widmete sich Julia Wong, eine peruanische Schriftstellerin mit chinesischen Wurzeln, in ihrem Roman „Zur anderen Seite des Ozeans“, in der allerdings eine ganz andere Person die Hauptrolle übernimmt.

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Sherwood Anderson – „Winesburg, Ohio“

„Wie die anderen in Winesburg war er verwirrt und wusste nicht, was er tun sollte.“

Am Anfang ist der Schriftsteller, ein alter Mann mit weißem Schnurrbart, am Ende der junge Mann, der vom Schreiben träumt, die Stadt hinter sich lässt und sich von einer möglichen Liebe verabschiedet. Dazwischen liegen gut 20 Geschichten, die miteinander verwoben sind, ein dichtes Netz bilden. In einer Kleinstadt wie Winesburg, und sei sie eben fiktiv, ist das wohl eben so, denn jeder kennt jeden, machen Ereignisse und Entscheidungen schnell die Runde.

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John Horne Burns – „Galleria Umberto“

„Die Bar war wie ein Zirkus mit tausend verschiedenen Manegen, die alle gleichzeitig bespielt wurden.“

Hier treffen sich die Fremden und die Einheimischen, die Sieger und Besiegten, die Soldaten und die Zivilisten, die Offiziere und die Prostituierten. Die prächtige Galleria Umberto in Neapels Altstadt ist ein turbulenter Magnet und zugleich ein Mikrokosmos der Gesellschaft. In John Horne Burns‘ (1916-1953) gleichnamigen Debüt ist sie als Schauplatz zugleich eine besondere Heldin, vom Krieg versehrt.

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Im Duett #7: Sy Montgomery – „Rendezvous mit einem Oktopus“ & „Tête-à-Tête mit einer Schildkröte“

„Komm zum Händeschütteln (mal 8) vorbei, wenn Du Zeit hast.“ 

Er hat acht Arme, drei Herzen und blaues Blut. Sein Gehirn verteilt sich auf den Kopf und die Extremitäten. Oktopoden sind auf den ersten Blick befremdliche, bei näherem Hinschauen jedoch faszinierende Wesen. Das Buch der US-amerikanischen Naturwissenschaftlerin und Autorin Sy Montgomery „Rendezvous mit einem Oktopus“, in dem sie ihre Begegnungen mit den intelligenten Meerestieren beschreibt, ist vor einigen Jahren zu einem Bestseller geworden. Nun erschien ihr neues Buch, in dem sie den Schutz der Schildkröte in den Mittelpunkt rückt. Grund genug, beide Bücher über Tiere mit besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten in einer neuen Folge meiner Blogreihe „Im Duett – ein Autor, zwei Bücher“ vorzustellen. 

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