„Geografie siegt immer über Geschichte.“ Alma kehrt nach Jahren in der Fremde zurück in ihre Heimatstadt. Ihr Vater ist gestorben. Zuvor hat sie einen Brief mit seinem letzten Willen erhalten. Ein Nachlass wartet auf sie.… Mehr
Svenja Leiber – „Nelka“
„Man hat aufgehört, die Leben zu zählen.“
In nur wenigen Momenten nimmt ihre unbeschwerte Jugend ein bitteres Ende. Nach dem Einmarsch deutscher Soldaten 1941 wird Nelkas Vater an einem Julitag in Lemberg auf offener Straße erschossen. Sie selbst wird wenige Tage später auf dem Weg zur Bäckerei „einkassiert“ und mit nur 16 Jahren und zahlreichen weiteren Mädchen nach Norddeutschland verschleppt, wo sie fortan als Zwangsarbeiterin auf einem Gutshof schuften muss. Svenja Leiber erzählt in ihrem neuen Roman am Beispiel ihrer Protagonistin von der Ausbeutung und dem Leid unzähliger Frauen während des Zweiten Weltkriegs.
„Svenja Leiber – „Nelka““ weiterlesenAnne Stern – „Die weiße Nacht“
„Ab und zu versuchen wir, aus dem Loch zu klettern, in das wir gefallen sind. Aber die Toten ziehen uns zurück.“
Berlin, 1946. Die einst stolze Stadt eine Trümmerwüste, die Menschen versehrte Überlebende, der Winter erbarmungslos. Auf der Suche nach Motiven stößt Marielouise „Lou“ Faber in den Ruinen von Berlin-Kreuzberg wenige Tage vor Weihnachten auf eine weibliche Leiche, deren Hände gefaltet sind. Noch kann die junge Frau mit der Leica nicht ahnen, dass sie Teil der Ermittlungen von Kommissar Alfred König wird, der sich auf die Suche nach dem Täter begibt. „Die weiße Nacht“ ist der mehr als vielversprechende Auftakt einer neuen historischen Krimireihe aus der Feder von Anne Stern um ein ungleiches Ermittler-Paar.
Ragnar Helgi Ólafsson – „Die Bibliothek meines Vaters“
„In alten Büchern steckt mehr als nur Worte.“
Der Vater stirbt – und hinterlässt ein Erbe. Ein Haus voller Bücher, das der Sohn ausräumen muss, als die Mutter acht Jahre später auszieht. Ein Schatz aus rund 4.000 Bänden, von Klassikern bis hin zu regionalen Schriften und Chroniken. Der Vater, Ólafur Ragnarsson, war Autor und Verleger, hat die Bücher des bisher einzigsten isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness (1902-1998) herausgegeben. Ragnar Helgi Olafsson ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten und beschreibt in seinem Band „Die Bibliothek meines Vaters“ von Büchern, seinem Vater und noch viel mehr.
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Stefan Hertmans – „Dius“
„Was bedeutet es, poetisch zu leben?“
Er steht eines Tages unverhofft vor seiner Tür. Der Schüler macht seinem Lehrer ein ungewöhnliches Angebot. Anton, Dozent an der Kunsthochschule, geht darauf ein. Fortan sind er und sein Schützling Egidius, genannt Dius, nahezu unzertrennlich. Und nicht nur der Lehrer fragt sich mehrfach, wer ist denn nun eigentlich der Mentor. Stefan Hertmans gibt in seinem neuesten Roman einer ungewöhnlichen, aber auch ungewöhnlich innigen und intensiven Freundschaft zwischen zwei Männern unterschiedlichen Alters Raum.
Siri Ranva Hjelm Jacobsen – „Insel“
„Es gibt so viele Definitionen von Heimat.“
Sie heißen unter anderem Vagar, Streymoy und Mykines. 18 Eilande vulkanischen Ursprungs bilden die Inselgruppe der Färöer. Sie liegen verstreut im Nordatlantik. Etwas mehr als 50.000 Menschen leben hier. Als Traumziel von Naturliebhabern sind die Färöer mit ihrer herben Schönheit längst kein Geheimtipp mehr. Als Schauplatz kommen sie allerdings in der Literatur eher selten vor. Einen stillen, wenngleich eindrücklichen wie vielschichtigen Roman, der auf die Inselgruppe führt, hat die dänische Autorin Siri Ranva Hjelm Jacobsen verfasst.
Matthias Jügler (Hrsg.) – „Wir dachten, wir könnten fliegen“
„Die Welt kreist nämlich um die Sonne, und von der Erde sind wir nur geliehen.“
Welche Tiere und Pflanzen sind es, die heute, an diesem Tag und während ich diese Zeilen schreibe für immer von der Erde verschwinden, die aussterben, die es nie mehr geben wird? Vielleicht sind es Fische oder Frösche, Blumen oder Korallen. Vielleicht haben sie noch gar keinen Namen, weil sie noch nicht entdeckt worden sind. Schätzungsweise 150 bis 200 Arten sterben an jedem Tag aus. Und nur ein Teil der Flora und Fauna auf dem Planeten sind bisher erfasst worden.
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