„Die Bar war wie ein Zirkus mit tausend verschiedenen Manegen, die alle gleichzeitig bespielt wurden.“ Hier treffen sich die Fremden und die Einheimischen, die Sieger und Besiegten, die Soldaten und die Zivilisten, die Offiziere und… Mehr
Claire Fuller – „Das Gedächtnis der Tiere“
„(…) die Grausamkeit der Menschen erfüllt mich mit Entsetzen.“
Rückzug, Masken, Lockdown. Alles gehabt, alles bekannt. Die englische Autorin Claire Fuller arbeitete gerade an ihrem neuen Roman, als der Corona-Virus seine Reise um den Erdball antrat und eine weltweite Pandemie auslöste, die noch immer nachwirkt, allerdings auch weitaus schlimmere Folgen hätte haben können. Ihr Szenario ist indes weit drastischer, und ihr jüngstes Buch „Das Gedächtnis der Tiere“ reiht sich ein in eine Vielzahl von dystopischen Werken, die sich auch mit dem Verhältnis Mensch und Natur auseinandersetzt.
„Claire Fuller – „Das Gedächtnis der Tiere““ weiterlesenChristoffer Carlsson – „Hinter dem Nebel“
„Es gibt Wahrheiten, die man nur durch Fiktion vermitteln kann.“
Im Speisesaal einer Pension wird der Schriftsteller Johan Oskarsson erhängt aufgefunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus, nur ein einstiger Freund, ebenfalls Autor, glaubt nicht daran und zweifelt an der Theorie. Er bekommt einen Anruf des Ermittlers Vidar Jörgensson, denn er war der letzte, den Oskarsson vor seinem Tod kontaktiert hatte. Der Autor macht seine eigenen Recherchen über seinen Freund, der zuletzt an einer Biografie der bekannten Schriftstellerin Ingrid Klinga gearbeitet hat.
„Christoffer Carlsson – „Hinter dem Nebel““ weiterlesenLukas Rietzschel – „Sanditz“
„Alles schien klamm in diesem Land zu sein, selbst das Essen.“
Lausitz: Ganz im Osten, das sind Kohleabbau, Riesenbagger und verschwundene Dörfer, Spreewald und Zittauer Gebirge. Mittendrin: Sanditz, eine fiktive Kleinstadt nahe der deutsch-polnischen Grenze, wobei im neuen, gleichnamigen Roman von Lukas Rietzschel nicht ein hübsches Zentrum, sondern die Siedlung am Rande und ihre Menschen im Mittelpunkt stehen.
„Lukas Rietzschel – „Sanditz““ weiterlesenGun-Britt Sundström – „Die beste aller Beziehungen“
„Es ist so schwierig, dieses Zusammengehören.“
Alles beginnt mit einem Anruf. Oder besser gesagt mit einem Zettel, auf dem geschrieben steht: „Gustav hat angerufen.“ Gustav ist Student in Stockholm. Sein Versuch, Martina zu erreichen, ist der erste Schritt. Beide werden schließlich ein Paar. Doch ihre Ansprüche an eine Beziehung gehen mit der Zeit auseinander. Mit ihrem Roman „Die beste aller Beziehungen“ verarbeitete die schwedische Schriftstellerin, Übersetzerin und Kritikerin Gun-Britt Sundström eigene Erfahrungen.
„Gun-Britt Sundström – „Die beste aller Beziehungen““ weiterlesenMarco Balzano – „Bambino“
„Ich habe immer versucht, auf der Seite des Stärkeren zu stehen, und bin immer auf der falschen Seite gelandet.“
Wie wird einer zum Faschist? Wie lässt er jegliche ethische und moralische Prinzipien hinter sich? Wird zu einem gewalttätigen Menschenfeind, der Andersdenkende hasst? Der italienische Autor Marco Balzano lässt in seinem neuen Roman „Bambino“ einen Mann zu Wort kommen, der sich schon in jungen Jahren auf eben jene Seite geschlagen hat. Es ist zugleich die Lebensgeschichte eines Antihelden.
„Marco Balzano – „Bambino““ weiterlesenLea Korsgaard – „Das Jahr der Schmetterlinge“
„Was ich da sah, war die Ewigkeit.“
Fast jeder von uns hat sie: die berühmt-berüchtigte Bucket List. Die einen wollen eine neue Sprache lernen, die anderen ein Instrument. Reisen in ferne exotische Länder stehen auch oft ganz weit oben. Die dänische Journalistin und Autorin Lea Korsgaard hat sich vor wenigen Jahren ein ganz anderes Ziel gesetzt. Sie will alle tagaktiven Schmetterlinge Dänemarks, die teils wunderliche Namen tragen wie Braun-Dickkopffalter und Großer Sonnenröschen-Bläuling, binnen eines Jahres sehen. Noch ahnt sie zu Beginn nicht, dass das ein ziemlich schwieriges und nervenaufreibendes Unterfangen ist.
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