Sonja Sophie Kreis – „Das große Eis“

„Gletscher sind komplizierte Wesen.“

Grönland – größte Insel der Erde, eine kalte, baumlose Welt aus Schnee und Eis. Und seit einiger Zeit angesichts irrwitziger Ansprüche eines US-amerikanischen Despoten häufiger in den Schlagzeilen als jemals zuvor. Selbst Nachrichten zum Klimawandel, vor denen viele die Augen verschließen, geraten da nahezu in Vergessenheit. Grönland ist Sehnsuchtsziel von wohl nur wenigen Menschen. Doch Anna reist in den hohen Norden, um ihrem Bruder ein besonderes Bild zu bringen.

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Iwan Heilbut – „Zugvögel“

„Werden wir jemals wieder ins Helle kommen?“

Ende Dezember 1940 geht der Autor Iwan Heilbut mit seiner Frau Charlotte und seinem kleinen Sohn Francis in Lissabon an Bord des Schiffes „Serpa Pinto“. Wie viele der Passagiere flüchtet er als Jude vor Krieg und Verfolgung. Am 9. Januar 1941 erreicht er in New York das rettende Ufer. Nach Jahren des Exils und des Lagerlebens. Seine traumatischen Erfahrungen hat er in seinem Roman „Zugvögel“ verarbeitet, das nun nach seiner Wiederentdeckung erstmals in einer deutschen Ausgabe gelesen werden kann.

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Chris Pavone – „Der Portier“

„In dieser Welt gibt es unzählige Gründe, zornig zu werden, und die Straße der Millionäre symbolisierte so viele davon.“

Hier leben die Reichen und Schönen unter einem Dach. 94 Luxus-Wohnungen befinden sich im ehrwürdigen Bohemian. Ein Apartment-Blick auf den nahe gelegenen Central Park – unbezahlbar für die meisten von uns. Wer hier wohnt, weiß oft nicht mehr, wie er sein ganzes Geld ausgeben könnte. Chicky arbeitet seit 28 Jahren als Portier im Bohemian. Er empfängt die Bewohner, kümmert sich um ihre Wünsche. Allzeit pünktlich, freundlich, zuverlässig. Er weiß, wer kommt und wer geht. Die persönliche Welt des hoch verschuldeten Ex-Marine ist allerdings eine ganz andere. Der New Yorker Autor Chris Pavone lässt in seinem Kriminalroman beide Welten aufeinanderprallen und verwandelt Central Park West in ein Pulverfass.

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Melania G. Mazzucco – „Vita“

„Wer war ich? Ein Fremder. Ein Ausländer. Ich bin immer wieder fortgegangen – immer wieder aufs Neue.“

Vita und Diamante sind noch Kinder, als sie gemeinsam im Frühjahr 1903 auf dem Schiff „Republic“ New York erreichen. Zwischen ihrer italienischen Heimat und diesem neuen Ort voller Hoffnungen und Sehnsüchte liegen Tausende Kilometer und ein riesiger Ozean. Millionen Italiener sind im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert. Die preisgekrönte Schriftstellerin Melania G. Mazzucco erzählt in ihrem Roman „Vita“ ihre Historie, die gleichzeitig ihre eigene Familiengeschichte ist.

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Judith Fanto – „Der Betrachter“

„In mir war es Nacht.“

Es hätte eine Freundschaft für das ganze Leben werden können, als Hermann, Béla, Lotte, Bertl, Max und Franzi sich im Sommer 1917 in einer Jugendherberge in Altaussee kennenlernen. Eine eingeschworene und unzertrennliche Gemeinschaft entsteht in jenen sechs Sommern – trotz unterschiedlicher Herkunft, Interessen, Meinungen. Die gemeinsamen Aufenthalte in der Sommerschule in der Steiermark prägen sie für immer.

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Heike Geißler – „Michaela Kohlhaas“

„Denn die einen sind im Dunkeln und die anderen sind im Licht.“

1810 erscheint erstmals vollständig in einem Band mit Erzählungen die Novelle „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist (1777-1811). Erzählt wird darin die Geschichte des gleichnamigen Pferdehändlers, der für erfahrenes Unrecht zur Selbstjustiz greift, zum Mörder und Räuber wird. Mehr als 200 Jahre später holt Heike Geißler die Geschichte ins Hier und Jetzt – mit einer Frau als Hauptfigur, die allerdings einen etwas anderen Weg geht.

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