„In mir war es Nacht.“ Es hätte eine Freundschaft für das ganze Leben werden können, als Hermann, Béla, Lotte, Bertl, Max und Franzi sich im Sommer 1917 in einer Jugendherberge in Altaussee kennenlernen. Eine eingeschworene… Mehr
Dario Ferrari – „Die Pause ist vorbei“
„Manchmal hält man sich für unvollkommen und ist doch nur jung.“
Mit der Regelstudienzeit hält es Marcello nicht so sehr. Zehn Jahre brauchte er zum Master. Er genießt eher das Leben, hängt mit Freunden ab – und wohnt noch immer im Hotel Mama. Er verdient sich etwas Kohle beim Kellern. Gäbe es Wettbewerbe im Prokrastinieren, er würde in der ersten Liga mitspielen. Doch dann bekommt er unverhofft die Chance seines Lebens: die Möglichkeit, weiterzukommen. Er erhält ein mehrjähriges Stipendium für eine Doktorandenstelle. Sein Professor an der Uni Pisa schlägt ihn vor, über den Schriftsteller und Linksterroristen Tito Sella zu schreiben.
„Dario Ferrari – „Die Pause ist vorbei““ weiterlesenJulia Wong – „Zur anderen Seite des Ozeans“
„Alles im Kosmos ist miteinander verbunden.“
Sein Ruf als Universalgelehrter ist bis heute legendär, seine kosmopolitische Haltung vorbildhaft. Alexander von Humboldts (1769-1859) Name kennt wohl die ganze Welt, schon zu Lebzeiten genoss er großes Ansehen – erlangt durch seine Publikationen und mehrjährigen Forschungsreisen. Eine führte ihn Ende des 18. Jahrhunderts nach Südamerika. Ihr widmete sich Julia Wong, eine peruanische Schriftstellerin mit chinesischen Wurzeln, in ihrem Roman „Zur anderen Seite des Ozeans“, in der allerdings eine ganz andere Person die Hauptrolle übernimmt.
„Julia Wong – „Zur anderen Seite des Ozeans““ weiterlesenSherwood Anderson – „Winesburg, Ohio“
„Wie die anderen in Winesburg war er verwirrt und wusste nicht, was er tun sollte.“
Am Anfang ist der Schriftsteller, ein alter Mann mit weißem Schnurrbart, am Ende der junge Mann, der vom Schreiben träumt, die Stadt hinter sich lässt und sich von einer möglichen Liebe verabschiedet. Dazwischen liegen gut 20 Geschichten, die miteinander verwoben sind, ein dichtes Netz bilden. In einer Kleinstadt wie Winesburg, und sei sie eben fiktiv, ist das wohl eben so, denn jeder kennt jeden, machen Ereignisse und Entscheidungen schnell die Runde.
„Sherwood Anderson – „Winesburg, Ohio““ weiterlesenRagnar Jónasson & Katrín Jakobsdóttir – „Reykjavik“
30 Jahre sind mittlerweile vergangen, nachdem die 15-jährige Lara spurlos verschwunden ist. Sie hat in den Sommerferien 1956 als Haushaltshilfe bei einem vermögenden Ehepaar auf einer kleinen Insel in der Bucht vor Reykjavik gearbeitet. Der Fall beschäftigte das Land – auch Jahrzehnte später. Nie war er völlig aus dem Gedächtnis des Landes verschwunden. Der junge ehrgeizige Reporter Valur nimmt sich schließlich des Cold Case an und verfolgt eine heiße Spur. Die Polizei legte den Fall damals zu den Akten, während der damalige Ermittler Kristjan Kristjansson von ihm nicht loskam.
„Ragnar Jónasson & Katrín Jakobsdóttir – „Reykjavik““ weiterlesenAdam Weymouth – „Wolfspfade“
„Es ist unvorstellbar, dass es Zeiten gab, in denen hier keine Wölfe lebten, denn kein anderes Tier passt so sehr in diese Gegend.“
An einem Tag im Dezember 2011 macht sich Slavc auf den Weg. Er verlässt seine Kinderstube im südwestlichen Slowenien. Mehr als 1.000 Kilometer wird er bei seiner Wanderung zurücklegen. Jeder Schritt des Jungwolfs wird per GPS-Tracker für die Wissenschaft aufgezeichnet. Am Ende findet er in Italien, in den Lessinischen Bergen bei Verona, seine neue Heimat, die er vier Monate später erreicht. Etwa zehn Jahre später begibt sich der britische Journalist und Autor Adam Weymouth auf Slavcs Spuren – ebenfalls zu Fuß.
„Adam Weymouth – „Wolfspfade““ weiterlesenAuður Ava Ólafsdóttir – „Eden“
„,Außer dir kenne ich keinen einzigen Menschen, der von einzelnen Wörtern träumt‘, sagt meine Schwester.“
Sie hat einen speziellen Job, ist darin auch anerkannt. Und sie hat ein gutes sicheres Zuhause. Dennoch entscheidet sich Alba Jakobsdottir von einem Tag auf den anderen für eine grundlegende Veränderung in ihrem Leben, das sie nahezu auf den Kopf stellt. Die Linguistin verlässt Reykjavik und zieht aufs Land. Die isländische Schriftstellerin Auður Ava Ólafsdóttir erzählt von einer Frau, die aus ihrem Leben ausbricht und ein besonderes Ziel verfolgt.
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