Hannah Häffner – „Die Riesinnen“

„Manche Dinge haben keine erste Sekunde.“

Wittenmoos – das klingt nach einem recht überschaubaren Ort, in diesem Namen liegt auch ein bestimmter Duft: nach Wald, Wasser, nach Natur. In Wittenmoos leben drei Frauen, die nicht unterschiedlicher, aber auch nicht ähnlicher sein können: Liese, Cora und Eva. Das sind Großmutter, Mutter und Tochter, drei Generationen. Und über die erzählt Hannah Häffner in ihrem Roman „Die Riesinnen“, dem ein ganz besonderer Zauber innewohnt.

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Jacqueline Harpman – „Ich, die ich Männer nicht kannte“

„Meine Erinnerungen beginnen mit meiner Wut.“

Schon als kleines Kind lebte sie in einem unterirdischen Gefängnis, hier ist sie aufgewachsen. Weder hat sie Erinnerungen an das Davor, noch wird ihr irgendetwas gelehrt. Sie existiert nur, beobachtet, stellt Fragen. So vergehen Jahre, bis eines Tages ein unvorhergesehenes Ereignis geschieht. Gemeinsam mit den 39 weiteren Frauen unterschiedlichen Alters schafft es die Jüngste der Gruppe ans Tageslicht – und in die Freiheit.

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Svenja Leiber – „Nelka“

„Man hat aufgehört, die Leben zu zählen.“

In nur wenigen Momenten nimmt ihre unbeschwerte Jugend ein bitteres Ende. Nach dem Einmarsch deutscher Soldaten 1941 wird Nelkas Vater an einem Julitag in Lemberg auf offener Straße erschossen. Sie selbst wird wenige Tage später auf dem Weg zur Bäckerei „einkassiert“ und mit nur 16 Jahren und zahlreichen weiteren Mädchen nach Norddeutschland verschleppt, wo sie fortan als Zwangsarbeiterin auf einem Gutshof schuften muss. Svenja Leiber erzählt in ihrem neuen Roman am Beispiel ihrer Protagonistin von der Ausbeutung und dem Leid unzähliger Frauen während des Zweiten Weltkriegs.

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Nina Bußmann – „Drei Wochen im August“

Ein großes Haus am Meer, für drei Wochen im Sommer – und ohne einen einzigen Cent zu bezahlen. Wer würde da wohl Nein sagen. Wer jedoch zuvor den neuen Roman von Nina Bußmann „Drei Wochen im August“ liest, könnte indes schnell ins Zweifeln kommen. Denn mit der anfänglichen Idylle ist es darin schnell vorbei. Alles kommt anders, als zuvor gedacht und erhofft. Statt einer Unbeschwertheit machen sich ein gewisses Unbehagen und Spannungen breit. Dann brennt noch der Wald, verschwindet ein 13-jähriges Mädchen spurlos …

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Edith Anderson – „A Man’s Job“

„Wenn sie uns eins aufs Kinn geben, holen wir aus und schlagen zurück.“

Als nach dem Überfall auf Pearl Harbor die USA im Dezember 1941 in den Zweiten Weltkrieg eintritt, werden Millionen amerikanischer Männer für den Dienst in der Armee einberufen und rekrutiert. Fortan fehlen sie in entscheidenden Bereichen. Ihre Stellen nehmen fortan Frauen ein. Nicht nur in der Rüstungsindustrie, sondern beispielsweise auch bei der Eisenbahn. Über dieses besondere Kapitel amerikanischer Geschichte hat die in New York geborene Journalistin und Autorin Edith Anderson (1915-1999) einen Roman geschrieben, der 1956 erstaunlicherweise in Übersetzung erstmals in der DDR erschien und nun in einer Neuausgabe und -übersetzung wiederentdeckt werden kann.

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Lina Nordquist – „Mein Herz ist eine Krähe“

„Niemand hat uns ein Leben ohne Trauer versprochen.“

Unni ist auf der Flucht. Mit ihrem kleinen Sohn Roar und Armod, ihrem Mann, schlägt sie sich von Norwegen nach Schweden durch. In den dichten Wäldern Hälsinglands finden sie ein bescheidenes Zuhause: die Hütte „Frieden“. Doch der Name trügt. Denn das Paar kämpft in der rauen Gegend im Norden des Landes um ihr Überleben. Die schwedische Wissenschaftlerin und Politikerin Lina Nordquist hat mit „Mein Herz ist eine Krähe“ einen fesselnden und dramatischen, aber stellenweise auch bedenklichen Roman über eine Familie, dessen Leben von roher Gewalt und einem dunklen Geheimnis geprägt wird, geschrieben.

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