Iwan Heilbut – „Zugvögel“

„Werden wir jemals wieder ins Helle kommen?“

Ende Dezember 1940 geht der Autor Iwan Heilbut mit seiner Frau Charlotte und seinem kleinen Sohn Francis in Lissabon an Bord des Schiffes „Serpa Pinto“. Wie viele der Passagiere flüchtet er als Jude vor Krieg und Verfolgung. Am 9. Januar 1941 erreicht er in New York das rettende Ufer. Nach Jahren des Exils und des Lagerlebens. Seine traumatischen Erfahrungen hat er in seinem Roman „Zugvögel“ verarbeitet, das nun nach seiner Wiederentdeckung erstmals in einer deutschen Ausgabe gelesen werden kann.

„Iwan Heilbut – „Zugvögel““ weiterlesen

Ingeborg Arvola – „Zeit der Wale“

„Wir werden jetzt bestraft, aber sie können uns nicht bis in alle Ewigkeit bestrafen.

Sie sitzt im Gefängnis und ist schwanger. Es gibt nur Wasser und Brot. Eisige Kälte herrscht. Brita Caisa und ihre große Liebe Mikko müssen für ihre Gefühle und den Versuch eines gemeinsamen Lebens fern gesellschaftlicher Normen büßen. „Zeit der Wale“, der zweite Band der Eismeer-Trilogie der norwegischen Autorin Ingeborg Arvola, beginnt im Gefängnis von Vesisaari und spinnt die Geschichte der Frau mit den besonderen Heilkünsten weiter.

„Ingeborg Arvola – „Zeit der Wale““ weiterlesen

Chris Pavone – „Der Portier“

„In dieser Welt gibt es unzählige Gründe, zornig zu werden, und die Straße der Millionäre symbolisierte so viele davon.“

Hier leben die Reichen und Schönen unter einem Dach. 94 Luxus-Wohnungen befinden sich im ehrwürdigen Bohemian. Ein Apartment-Blick auf den nahe gelegenen Central Park – unbezahlbar für die meisten von uns. Wer hier wohnt, weiß oft nicht mehr, wie er sein ganzes Geld ausgeben könnte. Chicky arbeitet seit 28 Jahren als Portier im Bohemian. Er empfängt die Bewohner, kümmert sich um ihre Wünsche. Allzeit pünktlich, freundlich, zuverlässig. Er weiß, wer kommt und wer geht. Die persönliche Welt des hoch verschuldeten Ex-Marine ist allerdings eine ganz andere. Der New Yorker Autor Chris Pavone lässt in seinem Kriminalroman beide Welten aufeinanderprallen und verwandelt Central Park West in ein Pulverfass.

„Chris Pavone – „Der Portier““ weiterlesen

Melania G. Mazzucco – „Vita“

„Wer war ich? Ein Fremder. Ein Ausländer. Ich bin immer wieder fortgegangen – immer wieder aufs Neue.“

Vita und Diamante sind noch Kinder, als sie gemeinsam im Frühjahr 1903 auf dem Schiff „Republic“ New York erreichen. Zwischen ihrer italienischen Heimat und diesem neuen Ort voller Hoffnungen und Sehnsüchte liegen Tausende Kilometer und ein riesiger Ozean. Millionen Italiener sind im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert. Die preisgekrönte Schriftstellerin Melania G. Mazzucco erzählt in ihrem Roman „Vita“ ihre Historie, die gleichzeitig ihre eigene Familiengeschichte ist.

„Melania G. Mazzucco – „Vita““ weiterlesen

Anne Holt – „Diamanten und Rost“

„Ich danke dir, Hanne Wilhelmsen, für die Begleitung.“

Nach einem tragischen Polizeieinsatz und einer Schussverletzung vor einigen Jahren sitzt Ex-Kommissarin Hanne Wilhelmsen im Rollstuhl. Sie hat den Dienst freiwillig quittiert. An Polizeiarbeit ist nicht mehr zu denken, auch wenn es der erfahrenen Ermittlerin schwerfällt, endlich loszulassen. Ihr ehemaliger Kollegen Odin Gammelgård hat von oberster Stelle die Weisung erhalten, sie nicht in die Ermittlungsarbeit einzubeziehen. Doch dann wird in Maridalen von einem kleinen Jungen die Leiche einer nackten Frau gefunden, und Odin und seine Kollegen stochern im Dunkeln.

„Anne Holt – „Diamanten und Rost““ weiterlesen

Judith Fanto – „Der Betrachter“

„In mir war es Nacht.“

Es hätte eine Freundschaft für das ganze Leben werden können, als Hermann, Béla, Lotte, Bertl, Max und Franzi sich im Sommer 1917 in einer Jugendherberge in Altaussee kennenlernen. Eine eingeschworene und unzertrennliche Gemeinschaft entsteht in jenen sechs Sommern – trotz unterschiedlicher Herkunft, Interessen, Meinungen. Die gemeinsamen Aufenthalte in der Sommerschule in der Steiermark prägen sie für immer.

„Judith Fanto – „Der Betrachter““ weiterlesen