Stefanie de Velasco – „Kein Teil der Welt“

„Sich vorzustellen, dass die Welt untergeht, ist nicht einfach, selbst wenn man damit groß geworden ist.“

Manchmal sind sie mit ihrem Stand in belebten Einkaufsstraßen anzutreffen. Der eine oder andere ist ihnen vielleicht an der Haustür begegnet. Sie klingeln und reden über ihre Welt – mit der Zeitschrift „Der Wachturm“ in der Hand. In Deutschland gibt es mehr als 160.000 Zeugen Jehovas. Die Religionsgemeinschaft, die einige auch als Sekte titulieren, ist wohl den meisten dafür bekannt, dass ihre Mitglieder Bluttransfusionen verweigern. Einen eindrücklichen Einblick in die Gedankenwelt, Regeln und das System der „Zeugen“ gibt Stefanie de Velasco mit ihrem aktuellen Roman „Kein Teil der Welt“.

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Von Ost nach Ost – Christa Wolf „Moskauer Tagebücher“

„Vielleicht leben wir zwischen diesen Bergen, beginnen zu ahnen, daß wir immer im Tal sein werden, beginnen darunter zu leiden, können uns aber aus eigener Kraft nicht aufschwingen.“

Das  Land und ihre Menschen ließen sie zeitlebens nicht los. Zehnmal reiste Christa Wolf (1929 – 2011) in die Sowjetunion; zuerst 1957 als junge Journalistin und Autorin, zuletzt 1989 als die Wende dem Sozialismus ein Ende setzte. Über ihre Reisen geben ihre Tagebücher Auskunft, die mehr sind als nur Einträge ihres eigenen Tuns. In ihren Texten, die sie nie als literarisch empfand und nun  von ihrem Mann Gerhard Wolf herausgegeben wurden, beschreibt sie das Land und das Leben, die Sorgen und Nöte der Menschen.  Von Ost nach Ost – Christa Wolf „Moskauer Tagebücher“ weiterlesen