Ingeborg Arvola – „Zeit der Wale“

„Wir werden jetzt bestraft, aber sie können uns nicht bis in alle Ewigkeit bestrafen.

Sie sitzt im Gefängnis und ist schwanger. Es gibt nur Wasser und Brot. Eisige Kälte herrscht. Brita Caisa und ihre große Liebe Mikko müssen für ihre Gefühle und den Versuch eines gemeinsamen Lebens fern gesellschaftlicher Normen büßen. „Zeit der Wale“, der zweite Band der Eismeer-Trilogie der norwegischen Autorin Ingeborg Arvola, beginnt im Gefängnis von Vesisaari und spinnt die Geschichte der Frau mit den besonderen Heilkünsten weiter.

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Melania G. Mazzucco – „Vita“

„Wer war ich? Ein Fremder. Ein Ausländer. Ich bin immer wieder fortgegangen – immer wieder aufs Neue.“

Vita und Diamante sind noch Kinder, als sie gemeinsam im Frühjahr 1903 auf dem Schiff „Republic“ New York erreichen. Zwischen ihrer italienischen Heimat und diesem neuen Ort voller Hoffnungen und Sehnsüchte liegen Tausende Kilometer und ein riesiger Ozean. Millionen Italiener sind im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert. Die preisgekrönte Schriftstellerin Melania G. Mazzucco erzählt in ihrem Roman „Vita“ ihre Historie, die gleichzeitig ihre eigene Familiengeschichte ist.

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Judith Fanto – „Der Betrachter“

„In mir war es Nacht.“

Es hätte eine Freundschaft für das ganze Leben werden können, als Hermann, Béla, Lotte, Bertl, Max und Franzi sich im Sommer 1917 in einer Jugendherberge in Altaussee kennenlernen. Eine eingeschworene und unzertrennliche Gemeinschaft entsteht in jenen sechs Sommern – trotz unterschiedlicher Herkunft, Interessen, Meinungen. Die gemeinsamen Aufenthalte in der Sommerschule in der Steiermark prägen sie für immer.

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Heike Geißler – „Michaela Kohlhaas“

„Denn die einen sind im Dunkeln und die anderen sind im Licht.“

1810 erscheint erstmals vollständig in einem Band mit Erzählungen die Novelle „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist (1777-1811). Erzählt wird darin die Geschichte des gleichnamigen Pferdehändlers, der für erfahrenes Unrecht zur Selbstjustiz greift, zum Mörder und Räuber wird. Mehr als 200 Jahre später holt Heike Geißler die Geschichte ins Hier und Jetzt – mit einer Frau als Hauptfigur, die allerdings einen etwas anderen Weg geht.

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Julia Wong – „Zur anderen Seite des Ozeans“

„Alles im Kosmos ist miteinander verbunden.“

Sein Ruf als Universalgelehrter ist bis heute legendär, seine kosmopolitische Haltung vorbildhaft. Alexander von Humboldts (1769-1859) Name kennt wohl die ganze Welt, schon zu Lebzeiten genoss er großes Ansehen – erlangt durch seine Publikationen und mehrjährigen Forschungsreisen. Eine führte ihn Ende des 18. Jahrhunderts nach Südamerika. Ihr widmete sich Julia Wong, eine peruanische Schriftstellerin mit chinesischen Wurzeln, in ihrem Roman „Zur anderen Seite des Ozeans“, in der allerdings eine ganz andere Person die Hauptrolle übernimmt.

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Marco Balzano – „Bambino“

„Ich habe immer versucht, auf der Seite des Stärkeren zu stehen, und bin immer auf der falschen Seite gelandet.“

Wie wird einer zum Faschist? Wie lässt er jegliche ethische und moralische Prinzipien hinter sich? Wird zu einem gewalttätigen Menschenfeind, der Andersdenkende hasst? Der italienische Autor Marco Balzano lässt in seinem neuen Roman „Bambino“ einen Mann zu Wort kommen, der sich schon in jungen Jahren auf eben jene Seite geschlagen hat. Es ist zugleich die Lebensgeschichte eines Antihelden.

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