Melania G. Mazzucco – „Vita“

„Wer war ich? Ein Fremder. Ein Ausländer. Ich bin immer wieder fortgegangen – immer wieder aufs Neue.“

Vita und Diamante sind noch Kinder, als sie gemeinsam im Frühjahr 1903 auf dem Schiff „Republic“ New York erreichen. Zwischen ihrer italienischen Heimat und diesem neuen Ort voller Hoffnungen und Sehnsüchte liegen Tausende Kilometer und ein riesiger Ozean. Millionen Italiener sind im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert. Die preisgekrönte Schriftstellerin Melania G. Mazzucco erzählt in ihrem Roman „Vita“ ihre Historie, die gleichzeitig ihre eigene Familiengeschichte ist.

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Adam Weymouth – „Wolfspfade“

„Es ist unvorstellbar, dass es Zeiten gab, in denen hier keine Wölfe lebten, denn kein anderes Tier passt so sehr in diese Gegend.“

An einem Tag im Dezember 2011 macht sich Slavc auf den Weg. Er verlässt seine Kinderstube im südwestlichen Slowenien. Mehr als 1.000 Kilometer wird er bei seiner Wanderung zurücklegen. Jeder Schritt des Jungwolfs wird per GPS-Tracker für die Wissenschaft aufgezeichnet. Am Ende findet er in Italien, in den Lessinischen Bergen bei Verona, seine neue Heimat, die er vier Monate später erreicht. Etwa zehn Jahre später begibt sich der britische Journalist und Autor Adam Weymouth auf Slavcs Spuren – ebenfalls zu Fuß.

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Marco Balzano – „Bambino“

„Ich habe immer versucht, auf der Seite des Stärkeren zu stehen, und bin immer auf der falschen Seite gelandet.“

Wie wird einer zum Faschist? Wie lässt er jegliche ethische und moralische Prinzipien hinter sich? Wird zu einem gewalttätigen Menschenfeind, der Andersdenkende hasst? Der italienische Autor Marco Balzano lässt in seinem neuen Roman „Bambino“ einen Mann zu Wort kommen, der sich schon in jungen Jahren auf eben jene Seite geschlagen hat. Es ist zugleich die Lebensgeschichte eines Antihelden.

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Davide Coppo – „Der Morgen gehört uns“

„Tragödien sind sorgfältig gedeckte Tische, nicht das spontane Stückwerk eines schlechten Tages.“ 

Er sitzt seine Strafe ab. Neun Monate Arrest. Bald wird er 18. Ettore blickt zurück, auf das was geschehen ist, wie es geschehen konnte. Dass er einem Jugendlichen ein Springmesser in den Leib gestoßen, ihn schwer, gar lebensbedrohlich verletzt hat. Der italienische Journalist und Autor Davide Coppo erzählt in seinem Debüt „Der Morgen gehört uns“, wie ein Jugendlicher nach rechts driftet, Teil einer neofaschistischen Gruppierung wird und zunehmend Gewalt und Hass verfällt. „Davide Coppo – „Der Morgen gehört uns““ weiterlesen

Gianni Sola – „Bei Licht ist alles zerbrechlich“

„Wenn wir unser Schicksal nicht ändern können, sind wir nichts.“

Die Welt des Jungen ist überschaubar. Vater, Mutter, Schwester, das kleine Dorf, die Schweine, die Davide schon als Kind hüten muss. In die Schule geht er nicht, wie sein Vater kann das Kind nicht lesen und schreiben. Es herrschen dunkle Zeiten in Italien des Jahres 1942. Es ist Krieg, der Duce regiert. Eines Tages kommt eine Gruppe Juden, die zwangsumgesiedelt werden sollen, nach Tora e Piccilli. Auch Nicolas, der das Leben von Davide und seiner Freundin Teresa fortan für immer verändern wird. In seinem Roman „Bei Licht ist alles zerbrechlich“ erzählt der italienische Autor Gianni Solla von Liebe und Freundschaft, vor allem jedoch davon, wenn einer das Leben eines anderen führt.

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Alba de Céspedes – „Das verbotene Notizbuch“

„Wann sind wir wahrhaftig wir selbst?“

Bereits mit dem Kauf überschreitet sie ganz bewusst eine Grenze. An einem Sonntag im November entdeckt Valeria beim Tabakhändler ein Notizbuch. Mit all ihren Überredungskünsten überzeugt sie ihn, ihr schließlich doch den schlichten Band auszuhändigen, obwohl er sonntags nur Tabak verkaufen darf, der letztlich in Form von Zigaretten auch das eigentliche Ansinnen Valerias war, das Haus an jenem Morgen zu verlassen. Das Notizbuch und das Schreiben verändern fortan das Leben der Ehefrau und zweifachen Mutter. Mit „Das verbotene Notizbuch“ hat die kubanisch-italienische Schriftstellerin Alba de Céspedes (1911-1997) einen zeitlosen Klassiker über eine Frau und das verzweifelte Ringen um Selbstbestimmung geschrieben, der in einer Neuübersetzung von Verena von Koskull nun wieder entdeckt werden kann.

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