Claire Fuller – „Das Gedächtnis der Tiere“

„(…) die Grausamkeit der Menschen erfüllt mich mit Entsetzen.“

Rückzug, Masken, Lockdown. Alles gehabt, alles bekannt. Die englische Autorin Claire Fuller arbeitete gerade an ihrem neuen Roman, als der Corona-Virus seine Reise um den Erdball antrat und eine weltweite Pandemie auslöste, die noch immer nachwirkt, allerdings auch weitaus schlimmere Folgen hätte haben können. Ihr Szenario ist indes weit drastischer, und ihr jüngstes Buch „Das Gedächtnis der Tiere“ reiht sich ein in eine Vielzahl von dystopischen Werken, die sich auch mit dem Verhältnis Mensch und Natur auseinandersetzt.

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Backlist #15 – Niccolò Ammaniti „Anna“

„Alles Kalte war mit den Großen verschwunden.“ 

Unweigerlich entsteht ein beklemmendes Gefühl. Jene Jahreszahl, jene Ereignisse nach dem Ausbreiten eines Virus. Ein Erreger, der zu einer Atemwegserkrankung, aber auch zu Hautflecken führt. Im Jahr 2020 leben auf Sizilien nur noch Kinder. Die Erwachsenen hat die Seuche, „Die Rote“ genannt, hinweggerafft. Auch die Eltern von Anna und ihrem kleinen Bruder Astor sind bereits tot. Den Weg der beiden Waisenkinder durch eine zerstörte wie grausame Welt begleitet der Leser in dem meisterhaften, allerdings auch düsteren Roman des preisgekrönten Italieners Niccolò Ammaniti. „Backlist #15 – Niccolò Ammaniti „Anna““ weiterlesen