Simon Stranger – „Museum der Mörder und Lebensretter“

„Welche dunklen Schluchten und Abgründe konnten sich in den Tiefen eines Menschen verbergen?“

Donau. Ich denke da an Wasser, einen durch Länder strömenden Fluss. An bekannte Städte. Wien, Budapest, Bratislava, Belgrad. An eine Schiffsfahrt. Norwegische Juden verbinden diesen Namen jedoch mit einem niemals endenden Schmerz. Mit Leid, Tod und Auslöschung. Die MS „Donau“ brachte während des Zweiten Weltkriegs Hunderte Juden von Oslo nach Polen, wo die meisten in den dortigen Konzentrationslagern ermordet wurden. Dass Ellen und ihre Familie im Herbst 1942 nicht auf das deutsche Frachtschiff kamen, ist Fluchthelfern zu verdanken, die die Glotts über die Grenze nach Schweden brachten. Zwei von ihnen haben jedoch ein düsteres Geheimnis, das erst Jahre später aufgedeckt wird.

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Simon Stranger – „Vergesst unsere Namen nicht“

„M wie das Monster, das in jedem von uns ruht.“ 

Ihre Spur zieht sich durch ganz Europa. Es gibt wohl keine größere Stadt, in der sie nicht zu finden sind. Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig sind Kunstwerk und Mahnmal zugleich. Sie erinnern in nunmehr bereits 24 Ländern an Menschen, die während des Nationalsozialismus verhaftet, deportiert und ermordet oder in den Freitod getrieben worden sind. Auch in der norwegischen Stadt Trondheim gibt es jene Messingtafeln mit den Lebensdaten der Opfer. In eine ist der Name Hirsch Komissar eingraviert. Die Geschichte des jüdischen Ingenieurs, der seine Ausbildung im sächsischen Mittweida absolviert und später als Geschäftsmann und Inhaber eines Modegeschäfts gewirkt hat, ist Teil der Familienhistorie des norwegischen Autors Simon Stranger, der darüber einen preisgekrönten Roman geschrieben hat.

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