Haus am See – Joshua Groß „Faunenschnitt“

„Ich wollte zulassen, was mir ins Bewusstsein kam, ich wollte nicht kategorisieren und gegeneinander ausspielen, sondern akzeptieren, dass Wirrheit nicht notwendigerweise Verwirrung ist.“

Spule ich das Band der Erinnerung zurück, wird mir klar: Solange ich diesen Blog führe und über Bücher schreibe, erhielt noch kein einziges Buch von mir das Prädikat „Fetzig“. Für alles gibt es ein erstes Mal, und dieser Augenblick scheint gekommen zu sein: mit dem neuen, nunmehr dritten Roman von Joshua Groß „Faunenschnitt“, der bereits mit seiner orangefarbenen Covergestaltung und der roten Schrift die Blicke auf sich zieht. Innen dann eine weitere Überraschung: Fotografien, die in ihrer verschlossenen Art nur durch das Papier scheinen. Die Seiten sind  per Schmetterlingsbindung so zusammengefügt worden, das der Leser sie mit einem Messer aufschneiden muss, um die doppelseitigen Bilder ansehen zu können. Ein Akt, der Überwindung erfordert. In früheren Zeiten alltäglich, erscheint er heute fremd und, zugegeben, etwas rabiat.    Haus am See – Joshua Groß „Faunenschnitt“ weiterlesen