Romain Gary – „Europäische Erziehung“

„Die Zeit der Finsternis ist angebrochen.“

Der Vater bringt seinen Sohn in den Wald. Die Wälder in Litauen sind riesig. Doch nur drei Meter tief und vier Meter breit ist das Loch, in dem sich Janek verstecken soll. Krieg herrscht. Die Twardowskis hoffen, dass wenigstens ihr jüngster Sohn diese grausame Zeit überlebt. Es ist September, der Winter nicht weit. „Nichts Wichtiges stirbt“, sagt der Vater zuletzt zu seinem Kind. Der Junge ist gerade mal 14 Jahre alt. „Romain Gary – „Europäische Erziehung““ weiterlesen

Berit Glanz – „Unter weitem Himmel“

„Gott hat die Welt erschaffen, aber der Teufel schuf Island.“ 

Mit seinem mächtigen und tonnenschweren Leib zieht er durch das Eismeer und verbindet Zeiten. Bis zu 500 Jahre alt kann ein Grönlandhai, der Methusalem des Meeres, werden. In dem neuen Roman „Unter weitem Himmel“ von Berit Glanz verknüpft er als tierischer Protagonist zwei Zeiten – und zwei Liebespaare.

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Sorj Chalandon – „Herz in der Faust“

„Unsere Wut war überbordend, ohne Plan, ohne Ziel, ohne Kalkül.“

Wie viel Gewalt, Schmerz, Leid kann ein junger Mensch ertragen? Eine Frage, die sich stellt, liest man die letzte Seite des neuen Romans des französischen Schriftstellers Sorj Chalandon. Erneut erzählt er in „Herz in der Faust“ von einem besonderen Schicksal und von einer Geschichte mit einem authentischen Hintergrund.  „Sorj Chalandon – „Herz in der Faust““ weiterlesen

Cristina Henríquez – „Der große Riss“

„Was die Natur vollbracht hatte, wollte der Mensch wieder rückgängig machen.“ 

Er gilt als Meisterwerk der Ingenieurbaukunst und wird als das achte Weltwunder bezeichnet. Seit 1914 verbindet der Panamakanal den Atlantik auf der einen Seite mit dem Pazifik auf der anderen Seite. Die Bauarbeiten haben Jahrzehnte gedauert, Tausende Menschenleben gefordert. In ihrem Roman „Der große Riss“ erzählt die US-amerikanische Autorin Cristina Henríquez von der Entstehung des Panamakanals – vor allem jedoch von den betroffenen Menschen und ihren Schicksalen. „Cristina Henríquez – „Der große Riss““ weiterlesen

Ingeborg Arvola – „Der Aufbruch“

„Warum sprechen Fischer so sehnsüchtig vom Horizont?“

Das Land ist kalt und karg – und trotzdem Ziel Tausender. Im 19. Jahrhundert zog es unzählige Männer, Frauen, ganze Familien von Finnland nach Nordnorwegen. Schon ihre Ahnen hatten zuvor die selben Pfade genommen – mit dem Wunsch auf ein besseres Leben. Die Norwegerin Ingeborg Arvola erzählt in ihrem preisgekrönten Roman „Der Aufbruch“ ihre Geschichte, die zugleich die ihrer Familie ist.

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Barbara Kingsolver – „Die Unbehausten“

„Die Welt zerfällt in zwei Lager: die Forscher und die Versüßer.“

Von der kleinsten Hütte bis zum prunkvollen Präsidentenpalast: Häuser erzählen immer wieder Geschichten. Von der Zeit, in der sie bestehen, von den Menschen, die ob kurz oder lang in ihnen wohnen. In ein schon etwas marodes Haus in New Jersey und in zwei Jahrhunderte führt die Amerikanerin Barbara Kingsolver in ihrem Roman „Die Unbehausten“, in dem die Vergangenheit einem vertrauter erscheint, als einem lieb ist.

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