Michael Crummey – „Die Unschuldigen“

„Der Mensch muss ertragen, was er nicht ändern kann.“

„In jenem Winter waren sie noch Kinder“. Mit diesem Satz beginnt der jüngste Roman des kanadischen Autors Michael Crummey. „Die Unschuldigen“ führt auf die Insel Neufundland an der Nordostküste Amerikas gelegen und in die Zeit, als das 19. Jahrhundert erst begonnen hat. Man ahnt, dass dieser erste Satz zugleich den Beginn einer drastischen Veränderung signalisiert, dass bald nichts mehr so sein wird wie bisher. Für den elfjährigen Evered und seine jüngere Schwester Ada beginnt unfreiwillig ein neues Leben und der Kampf um jenes. 

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Michael Crummey – „Sweetland“

„Und er begann den Fuchs als seine Gesellschaft auf der Insel zu betrachten.“

Wer sich mit der Geschichte Neufundlands und der umliegender, spärlich besiedelter Inseln beschäftigt, stößt unweigerlich auf das Thema Umsiedlung. Mehrere Hundert Orte und Gemeinden im Nordosten Kanadas sind in den vergangenen Jahrzehnten aufgegeben worden – auch bewusst durch die Politik gelenkt, die Anreize setzte, dass Menschen ihre Heimat verlassen und somit Geld für die flächendeckende Strom- und Wasserversorgung, Schulen sowie den Fährbetrieb eingespart werden konnte. Von einer dieser Inseln und ihrer nur noch wenigen Bewohnern erzählt der kanadische Autor Michael Crummey in seinem Roman „Sweetland“. Michael Crummey – „Sweetland“ weiterlesen