Im Blutrausch – Wajdi Mouawad „Anima“

„Die Welt ist groß und weit, doch die Menschen gehen immer ausgerechnet dorthin, wo es ihnen die Seele zerreißt“

Sie wissen ganz genau, was wir tun. Selbst wenn wir uns unbeobachtet fühlen. Sie riechen unseren Schmerz, unsere Furcht. Obwohl wir womöglich weit entfernt von ihnen sind. Tier und Mensch vereint zwar der gleiche Ursprung in grauer Urzeit, doch mit den Jahrmillionen der Evolution haben wir uns voneinander getrennt: Wir sind zu Herrschern und zur Bestie geworden. Weil gewalttätig gegen die Natur und gegen uns selbst. Der kanadische Autor mit libanesischen Wurzeln, Wajdi Mouawad, erzählt darüber in seinem erschütternden und einzigartigen Roman „Anima“.

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Cappucchino-Samurai – Helen Macdonald „H wie Habicht“

„Von all den Lektionen, die ich in den Monaten mit Mabel gelernt habe, ist dies die wichtigste: dass es da draußen eine Welt voller Dinge gibt – Felsen und Bäume und Steine und Gras und alles, was kriecht, läuft und fliegt. Sie stehen alle für sich, doch wir machen sie uns begreiflich, indem wir ihnen Bedeutungen verleihen, die unsere eigenen Weltanschauungen stützen.“

Auf der Suche nach einem klugen Spruch über die Natur – passend zu diesem Beitrag – werde ich im Internet sehr schnell fündig. Viele kluge Menschen, Dichter, Denker, Wissenschaftler, haben viele eindrucksvolle Sätze zu diesem Thema hinterlassen. Sie handeln von ihrer Einmaligkeit, ihrer Vielfalt und Vollkommenheit, von ihrer Weisheit. All diese ehrenden Attribute lassen sich auf ein Buch anwenden, das in den vergangenen Monaten zahlreiche Preise erhalten hat und einen Reigen lobender Besprechungen nach sich gezogen hat: „H wie Habicht“ von Helen Macdonald.  Cappucchino-Samurai – Helen Macdonald „H wie Habicht“ weiterlesen