Kindheitsmuster – Tomas Tranströmer "Die Erinnerungen sehen mich"

„In mir trage ich meine früheren Gesichter, wie ein Baum seine Jahresringe hat.“ 

Dichter haben viel zu erzählen, auch über ihre Werke hinaus. Sie erscheinen als mitteilsam, ohne dass ihre Worte jemals als überflüssig gelten. Ihre Beschreibungen, Erzählungen, Reflexionen und Analysen zeigen Bilder der Welt. Wie sie zum Schreiben gekommen sind, warum sie schreiben und welche Rolle dieser künstlerische Akt spielt, sind die interessantesten Fragen, die sich Literaturliebhaber stellen können und müssen. So sind Biografien, vor allem autobiografische Werke eine gute Quelle, um Antworten auf diese Fragen zu finden. Mehr noch: Sie zeichnen ein Bild des Künstlers selbst, über seine Werke hinaus.  „Kindheitsmuster – Tomas Tranströmer "Die Erinnerungen sehen mich"“ weiterlesen

Traumatlas – David Mitchell "Number 9 Dream"


„Vertraue nicht darauf, was du denkst. Vertraue darauf, was du träumst.“ 

 Eiji Miyake verschlägt es nach Tokio. Der 19-Jährige ist auf der Suche nach seinem Vater, der ihn kurz nach der Geburt im Stich gelassen hat. Jahre sind seitdem vergangen, der tragische Tod seiner Zwillingsschwester Anju genauso wie die letzte Begegnung mit Eijis Mutter. Doch die Suche gestaltet sich schwierig: Tokio ist eine Millionen-Metropole, durchzogen von Betonpisten und U-Bahn-Röhren, und das plötzliche Auftauchen des Jungen ist alles andere als erwünscht. Eine Kollegin des Vaters und dessen derzeitige Frau versuchen mit allen Mitteln, ein Treffen beider zu verhindern.
Sein Job in einem Fundbüro, seine Gitarre, auf der er Lennon-Songs spielt, die Freundschaft mit seinem Vermieter Buntaro, Besuchen in Spielcasinos und seine Träume halten ihn „über Wasser“, um in diesem technokratischen Moloch und Ameisenstaat, in der auch noch drei Mafiabosse sich gegenseitig ausradieren, nicht unterzugehen.

Das kleine, wie große Wort „Dream“ findet sich deshalb auch im Titel des Romans „Number 9 Dream“ von David Mitchell wieder, der bereits drei Jahre vor seinem Bestseller „Der Wolkenatlas“ veröffentlicht wurde. Beide Bücher ähneln sich, ohne damit ihren ganz eigenen Reiz zu verlieren. Denn in beiden spinnt  der Engländer mehrere Fäden, verknüpft mehrere meist wundersame Geschichten miteinander. Da sind zum einen die zahlreichen Träume des Jungen als Spiegel seiner Erlebnisse, Wünsche und Hoffnungen, die schier ineinander fließen. Zum anderen wird eine fantatische Geschichte mit den Abenteuern rund um einen schreibenden Ziegenbock (wie herrlich sein Name – Goatwriter) sowie dessen beide Mitbewohner eine Henne und einen Urmenschen sowie das Tagebuch von Enjis Großonkel eingebunden, der wenige Monate vor Kriegsende als Besatzungsmitglied und Selbstmordattentäter der Kaiten-Torpedo-Flotte während eines Angriffs auf einen Marinestützpunkt der Alliierten sein Leben ließ.

Trotz dieser zahlreichen Charaktere in vielen kleinen Nebenhandlungen bleibt der Fokus auf Enji gerichtet. Er ist ein Held, nicht nur mit Blick auf seine Rolle als Hauptperson des Buches. Der junge Mann überlebt seine Begegnungen mit der Yakuza, der japanischen Mafia, für die ein Menschenleben nicht viel wert ist, genauso wie die zahlreichen Rückschläge bei der Suche nach seinem Vater. Doch trotz all dieser lebensgefährlichen beziehungsweise ernüchternden Erlebnisse hat Enji auch Freunde an seiner Seite. Allen voran Ai, Bedienung in seinem Stammcafé und Musikstudentin, in die er sich verliebt.

In vielen Szenen des Buches zieht man Vergleiche mit den Romanen von Haruki Murakami in denen ebenfall die Grenzen zwischen der erzählten Fiktion einer durchaus realen Story und einer zweiten,  fantastischen Ebene verschwimmen. Mit diesem Vergleich kann man mit reinem Gewissen nicht nur dieses Buch von Mitchell empfehlen. Nein, man sollte es preisen als einen ungewöhnlichen und fesselnden Roman, der nicht nur Unterhaltungswert besitzt, sondern mit seinen zahlreichen Anspielungen, gesellschaftstkritischen Anmerkungen und einer hochpoetischen Sprache vor allem eines abverlangt: Geist.   

Der Roman „Number 9 Dream“ von David Mitchell erschien als Taschenbuch im Rowohlt-Taschenbuch-Verlag in der Übersetzung aus dem Englischen von Volker Oldenburg.
544 Seiten
Preis: 12,99 Euro



Die Gondel im Keller – Wlodzimiercz Odojewski "Ein Sommer in Venedig"

„… da war dieses kaum spürbare Etwas, das wie der Flügelschlag eines Vogels im Flug kurz sein Bewußtsein gestreift und ihn hatte erschaudern lassen, gleich wieder ganz weit weg.“ 

Perlen sind bekanntlich kostbar, aber klein und gut versteckt. Und auch in Bücherregalen gibt es diese Schätze von geringer Gestalt. Man muss sie nur finden zwischen all den voluminösen Bänden mit den wohlklingenden Titeln von wohlbekannten Autoren. Bei der deutschen Ausgabe des Romans „Ein Sommer in Venedig“ des Polen Wlodzimierz Odojewski reizt indes schon das Titelfoto. Sowohl auf der gebundenen Ausgabe als auch in der als Taschenbuch horcht ein Junge an einer Muschel, seine Augen sind geschlossen, ein zartes Lächeln im Gesicht. Er scheint tief versunken, ganz den Geräuschen zugetan.

So auch der Held in diesem dünnen, gerade mal nur wenig mehr als 120 Seiten umfassenden Roman mit dem Namen Marek. Statt im Sommer auf eine Fahrt nach Venedig, in die Stadt der Gondeln und Kanäle, aufzubrechen, muss er zu Tante Weronika. Der Junge ist verärgert, hatte er sich doch auf die Sommerreise sehr gefreut und sich in seinen Gedanken schon alles ausgemalt. Die Schwester seiner Mutter bewohnt auf dem Land eine schmucke Jugendstilvilla, die von Obstbäumen und verwunschenen Gärten umgeben wird. Die Bewirtschaftung des Gutes verlangt ihre ganze Aufmerksamkeit, ihren Wunsch, ein Kurhotel zu eröffnen, träumt sie nur. Doch eines Tages findet Marek im Keller eine Quelle. Eine weitere Schwester von Mareks Mutter, Barbara, stößt ebenfalls zu Marek und seiner Tante hinzu.

Die Villa wird so zur Zufluchtsstätte für Familie und Freunde. Doch dann verwandelt Barbaras Idee von einem Tag auf den anderen jedoch das unheilvolle Geschehen, als im Sommer 1939 der Krieg ausbricht, auch Mareks Vater an die Front muss. Im Wasser bilden hastig in den Keller gebrachte Möbel Brücken, Waschzuber verwandeln sich in Gondeln. Und leuchtende Lampions dürfen auch nicht fehlen. Der Neunjährige wird zu einem Teil dieser berückenden Szenerie, die sich als fantasievolle Idylle gegen die Höhle des Krieges stellt und die eigentliche Reise an den Originalschauplatz von Gondeln und Kähnen vergessen lässt. Doch auch den Krieg bekommt Marek zu spüren, obwohl die Erwachsenen versuchen, ihre Angst und Sorgen dem Kind nicht spüren zu lassen. Doch Bomben fallen, Menschen flüchten in Scharen von Ost nach West später wieder von West nach Ost, es gibt Tote. Marek sieht einen gefallenen Soldaten, der in einem Bombentrichter liegt. Und auch der kommende Holocaust kündigt sich an in der Person des jüdischen Jungen Naumek, der so wunderbar Geige spielen kann und in Mareks Traum von Unbekannten abgeführt wird.

Wer den Krieg überlebt hat und wer nicht, lässt Odojewksi offen. Einzig das Schicksal Mareks erzählt er, der die grauenhaften Jahre übersteht und in der späteren Zeit die Welt gesehen hat – ausgenommen Venedig. Das bezaubernde Buch schließt damit und hinterlässt Spuren, vor allem eine bedrückende Melancholie. Auch wenn die Geschichte ein gutes Ende findet und diese für den Jungen geschaffene Insel der Freude im Keller von Tanta Barbara ihre Aufgabe erfüllt hat: dem Kind ein Stück Kindheit zu erhalten, abgeschlossen von dem Entsetzen der großen Welt, die in Scherben fällt.

Odojewski ist eine poetische Perle von Buch gelungen, eine, mit deren Geschichte und Charakteren man sehr mitfühlt und die in einem lange nachhallt. Trotz seines eher unauffälligen Umfangs.

Der Roman „Ein Sommer in Venedig“ von Włodzimierz Odojewski erschien als gebundene Ausgabe im SchirmerGraf Verlag, als Taschenbuch im dtv-Verlag in der Übersetzung aus dem Polnischen von Barbara Schaefer.
128 Seiten, 7,90 Euro  

Abgetaucht – Juli Zeh "Nullzeit"

„An der Welt prallst Du einfach ab.“ 

Sven lernt Jola kennen, der Tauchlehrer die Schauspielerin. Er lebt seit einigen Jahren als Tauchlehrer auf einer Atlantikküste (Lanzarote?), sie braucht Tauchunterricht, um ihre Traumrolle zu ergattern und dem trögen Dasein als Serienstar zu entfliehen und die letzte Chance als ernsthafte Darstellerin zu nutzen. Zwischen beiden prickelt es recht schnell, doch zwischen ihnen steht Theo, der Freund Jolas, ein Schriftsteller, der mit seinem Debüt zu Ehre gekommen ist. Indes der Ruhm lässt noch auf sich warten, wie auch der finanzielle Erfolg. Und auch Sven hat eine Partnerin – die um einige Jahre jüngere Antje, die ihm bei seiner Tauschschule zur Seite steht, für die Logistik des Unternehmens verantwortlich ist.

Während Sven es noch nicht wagt, den ersten Schritt zur Affäre zu wagen, macht Jola keinen Hehl daraus und lässt die Welt davon wissen. Auch wenn eigentlich nichts geschehen ist, wie es so schön heißt. Doch Theo glaubt ihr und warnt Sven davor. Sie sei gefährlich und nicht die, für die er sie hält, so sein Rat. Am Ende soll er in dieser Dreiecksgeschichte Recht behalten. Denn vor dem großen Paukenschlag, einem Unfall während eines Tauchgangs zur Entdeckung eines Wracks, zu dem Sven an seinem 40. Geburtstag aufbricht, gibt es immer wieder eine Reihe gefährlicher Situationen, die tragisch enden könnten. Gerade, wenn zwei Laien in eine ihnen unbekannte Unterwasserwelt abtauchen. Juli Zeh ist bekannt für psychologische Spielchen ihrer Charaktere, die es in ihrem neuen Roman „Nullzeit“ ebenfalls gibt. Allen voran Jola, die am Ende des Buches als janusköpfig erscheint, als strebsame Schauspielerin, die ihrem herrschsüchtigen und gewalttägigen Partner entfliehen will sowie als tückische Frau, die keine Skrupel kennt und nicht nur das Leben Svens zerstören, sondern das von Theo beenden will. Sie täuscht falsche Geschehnisse vor. Wie – sei an dieser Stelle nicht verraten, denn gerade darin liegt die Raffinesse dieses Buches.

Die 1974 in Bonn geborene Autorin zählt für mich zu den herausragendsten deutschen Schriftstellerinnen der Gegenwart und zu den kritischsten. Auch in „Nullzeit“ kommen gesellschaftliche Entwicklungen und Stimmungen, bekannte Moden nicht gut weg. Die Szene, als die High Society aus bekannten Künstlern und Intellektuellen auf einem Luxussegler eine Party feiert, ist dafür beredtes Beispiel. Wie auch der Blick hinter die Fassade der Glamour-Welt des Filmes, in der Beziehungen mehr wert sind als Talent. Und selbst in der Person des Sven, in dessen Ausgestaltung und Entwicklung liegt ein kritischer Blick auf die Abgründe des Hier und Jetzt.  Für ihn wird am Ende nichts mehr so sein, wie es einst war. Die Insel, einstige Zuflucht vor dem „Kriegsgebiet“ Deutschland, in dem jeder seine Meinung über andere hat und sich kräftig in das Leben der anderen einmischen kann, wird ebenfalls zur Sackgasse, in der sich die Welt gegen ihn verschworen zu haben scheint. Damals hatte er seine ganze Existenz als Jurist in spe aufs Spiel gesetzt und war desillusionierend ausgewandert, um an einem anderen Ort auf der Welt das Glück und vor allem Ruhe zu suchen. Der Begriff „Nullzeit“ kommt im Übrigen aus dem Tauchsport und bezeichnet jene Zeit, die ein Taucher braucht, um ohne gesundheitliche Schäden wieder an die Oberfläche zu gelangen.

Die Insel in ihrer herben Schönheit aus heftiger Atlantikbrandung, einsamen Buchten und schroffen Lavalandschaften zeichnet Juli Zeh auf wunderbare Art und Weise. Immer wieder finden sich herrlich poetische Szenen, wie vom Unruheherd Menschheit entrückt. Vor allem unter Wasser scheint es die perfekte Idylle zu geben – jedenfalls für Sven. Am Ende hat man das Gefühl, ein Buch mit vielen Gesichtern gelesen zu haben. Es erscheint sowohl als ein spannender Psychothriller als auch eine besondere Form der Robinsonade.

Der Roman Nullzeit von Juli Zeh erschien bei Schöffling & Co.
265 Seiten, 19,95 Euro

Über die Grenze – Richard Ford "Kanada"

„(…) und meinen Platz in der Welt zu finden, war mein sehnlichster Wunsch.“

 Das Leben steht Kopf für Dell, als seine Eltern gemeinsam eine Bank ausrauben, nur wenig später von der Polizei verhaftet werden. Die tragische Wende der Familie überrascht den 15-jährigen Jungen und seine Zwillingsschwester Berner, die plötzlich allein zurechtkommen müssen. Die Eltern, der Vater ein hoch dekorierter ehemaliger Air-Force-Soldat, die Mutter als Lehrerin tätig, sitzen im Gefängnis und warten auf ihren Prozess. Während das Mädchen Hals über Kopf das Weite sucht, bringt Mildred, die Freundin der Mutter, den Jungen über die Grenze nach Kanada zu ihrem Bruder, damit er so dem Waisenhaus entfliehen kann. In einem schlichten Kissenbezug versammelt er weniger als die berühmten sieben Sachen. Für die nächste Zeit soll eine Hütte in einem heruntergekommenen Provinzkaff in der Provinz Saskatchewan sein neues Zuhause werden.

50 Jahre später lässt Richard Ford seinen Protagonisten von den damaligen Geschehnissen berichten. Dell blickt als Mann auf seine besondere Geschichte, der als Lehrer kurz vor seiner Pension steht und in Kanada sein Leben, die Liebe und – im Gegensatz zu seiner Schwester – das Lebensglück trotz der schrecklichen Bedingungen in der Jugend gefunden hat. „Kanada“ – so heißt auch der Roman des Amerikaners, der 1996 für sein Werk „Unabhängigkeitstag“ mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Und auch für seinen jüngsten Roman loben ihn die Kritiker in den höchsten Tönen. Und das nicht ohne Grund.

„Kanada“ ist ein Lebensbuch, eines jener Werke, die unbedingt in ein gut bestücktes Buchregal gehören. Denn Ford versammelt in seinem neuesten Roman eine Lebensweisheit, die sich erst im späteren Nachdenken über Personen und Handlung entfaltet. Nahezu unaufgeregt lässt Ford Dell von der plötzlichen Wende im Jahr 1960 erzählen, wie die Eltern verhaftet werden und er in Partreau, später in Fort Royal sich von seiner Familie, aber auch von seinen Träumen Stück für Stück löst. Dell will einfach nur zur Schule gehen, Schach spielen, die Imkerei erlernen. Daraus wird nichts. Aus die Maus – die kleinsten Wünsche zerbröseln angesichts der Ereignisse. Statt Schule arbeitet er im Hotel von Arthur Remlinger und geht Charley Quarters, eine verquere Gestalt eines Halbindianers, bei der Gänsejagd zur Hand. Was Dell indes noch nicht weiß: Auch dieses Zuhause wird nur von kurzer Dauer sein. Erneut tauchen Verbrechen und Gewalt in seinem Leben auf. Denn Remlinger, ein höflich erscheinender, aber eiskalter Mann, hat eine düstere Vergangenheit. Der Junge flieht nach einem schrecklichen Ereignis erneut mit Hilfe einer Frau – mit Florence, der Freundin des Hotelbesitzers, nach Winnipeg, um dort bei ihrem Bruder unterzukommen und auch die Schule besuchen zu können.

Wenn Dell von seinen Eltern und seiner Schwester berichtet, wird ein gewisser emotionaler Abstand deutlich. Schnell musste er lernen, dass Vorausschauen besser ist als trüben Gedanken an die Vergangenheit nachzuhängen. Statt mit erhobenem Zeigefinger die Unmoral von Vater und Mutter und die Leichtfertigkeit seiner Schwester anzumahnen, schaut er mit der Weisheit eines erwachsenen Mannes hinter ihre Schwächen. Das sind vergebene Chancen und falsche Entscheidungen zur falschen Zeit, der Glauben, dem eigenen Leben machtlos ausgesetzt zu sein. Die Mutter wollte sich trennen, mit den Kindern das gemeinsame Heim verlassen. Sie bleibt und verharrt jedoch in eigenen Wunschvorstellungen. Die Schwester findet später ebenfalls keinen eigenen Lebensweg.

So wie Ford seinen erzählenden Helden seiner Familie gegenüberstellt, finden sich in seinem melancholischen Roman auch immer wieder Anspielungen auf die Unterschiede beider Länder. Fast könnte man meinen, er stelle eine gewisse Bodenständigkeit einem egozentrischen Übermut gegenüber. Und doppeldeutig erscheint auch das Überschreiten der Grenze – in geografischer wie in lebensphilosophischer Hinsicht. Am Ende bringt Ford indes die Zwillinge zum letzten Mal zusammen. Kurz bevor Berner, die sich nun nach dem gemeinsamen Vater Bev nennen lässt, an Krebs verstirbt, reist Dell über die Grenze in die USA. Mit dem Wissen, dass er bald als einziger der Familie zurückbleibt. Aber das war er ja schon als Kind.

„Kanada“ von Richard Ford erschien im Hanser Verlag, in der Übersetzung aus dem Amerikanischen von Frank Heibert.
464 Seiten, 24,95 Euro

Gauguin im Schuppen – Jean-Luc Bannalec "Bretonische Verhätnisse"

Die Idylle in Pont Aven bekommt Risse. Der bekannte und geschätzte Hotelier Pierre-Louis Pennec liegt erstochen im Restaurant seines Hotels. Kommissar Dupin nimmt die Ermittlungen auf. Doch irgendwie will es nicht wirklich vorwärts gehen – trotz zahlreicher Gespräche mit der Familie, den Angestellten und Freunden des Ermordeten, trotz einer intensiven Spurenanalyse. Und wer sollte eigentlich den 91-Jährigen töten, wenn er sowieso schon schwer herzkrank ist und nur noch eine kurze Lebenszeit zu erwarten hat? Und was hat es mit einer Änderung seines Testaments zu tun?  Dupin steht vor einem Rätsel und der Druck ist groß, den Mörder zu überführen und die Tat aufzuklären. „Gauguin im Schuppen – Jean-Luc Bannalec "Bretonische Verhätnisse"“ weiterlesen