Was sie sich wohl sagen würden, sich zu erzählen hätten, wenn sie aufeinandertreffen würden? Im zeitlichen Raum trennen Wallenstein, Gustav II. Adolf und Napoleon 170 Jahre. Von der räumlichen Dimension jedoch gesehen, haben sie nahezu auf gleichem Boden gekämpft. Im Jahr 1634 stirbt während der Schlacht bei Lützen Wallensteins Widersacher, Schwedenkönig Gustav II. Adolf, der „kleine“ Franzose erringt bei Großgörschen einen Sieg, bevor seine Truppen bei Leipzig die entscheidende Niederlage hinnehmen müssen. In der Gegenwart kommen die drei großen Heerführer nun doch auf besondere Weise zusammen – im Buchregal. „Napoleons Niedergang – Stekovics-Verlag mit Prachtband“ weiterlesen
Kategorie: Geschichtsstunde
Drei Freunde – Ljudmila Ulitzkaja "Das grüne Zelt"
Ilja, Sanja und Micha leben in gefährlichen Zeiten, an einem gefährlichen Ort. Man schreibt die Mitte des 20 Jahrhunderts. Der große vaterländische Krieg wurde gewonnen, doch auch nach Stalins Tod haben die russische Diktatur und ihr Netz aus Geheimdienst und Partei nicht an Schrecken verloren. Die Menschen leben in Angst vor Verrat, vor einer Verbannung, den Lagern in Sibirien. Nur die Literatur und die Werke der großen Namen wie Puschkin und Pasternak helfen den drei Jugendlichen über die schwierigen Jahren. „Drei Freunde – Ljudmila Ulitzkaja "Das grüne Zelt"“ weiterlesen
Leben in Farben – Margriet de Moor "Der Maler und das Mädchen"
„Jeder Mensch trägt die künftigen Fakten seines Lebens vom ersten Atemzug an in sich.“
Die beste Zeit des Malers liegt hinter ihm. Zwar wird er noch immer respektiert, aber nach dem wirtschaftlichen Ruin und dem Tod seiner geliebten zweiten Frau lebt er zurückgezogen und sinnt der vergangenen Zeit hinterher, den Erfolgen und den Niederlagen, den Erlebnissen voller Glück und den Verlusten. Jahrhunderte später wird er als einer der bedeutendsten Maler, nicht nur seiner Epoche, gelten. „Leben in Farben – Margriet de Moor "Der Maler und das Mädchen"“ weiterlesen
Das Jahr am Südhang der Geschichte – Florian Illies "1913"
Mit einem Schuss aus dem Revolver begrüßt der zwölfjährige Louis Armstrong das neue Jahr 1913. Die Polizei befördert ihn daraufhin in die Besserungsanstalt. Schlimm möchte man meinen. Doch der kleine Louis bekommt dort eine Trompete in die Hand gedrückt. What a wonderful world. A star is born. Arthur Schnitzler ist es in jenem Jahr schon, seine erotischen Werke machen von sich reden. Am Nachmittag des Silvestertages liest er Ricarda Huchs „Der große Krieg in Deutschland“. Ein Prophezeiung! „Das Jahr am Südhang der Geschichte – Florian Illies "1913"“ weiterlesen
Es war einmal Krieg – Denis Johnson "Ein gerader Rauch"
„Unmöglich, sich einen Reim auf die Welt zu machen, indem man alles hinterfragt und noch im Traum Zweifel hegt.“
Sie sind gestrandet in der Hölle: der Gefreite James Houston und der CIA-Agent Skip Sands. Gemeinsam kämpfen sie in Vietnam, jeder an unterschiedlichen Fronten. Der eine direkt im Dschungel als „Tunnelratte“, der andere in den Abgründen des Geheimdienstes. Während sich der eine durch Drogen und Sex betäubt, lebt der andere zurückgezogen in einem Landhaus abseits der Kämpfe, um die geheime Kartei seines Onkels zu pflegen, einem hochrangigen und gefürchteten Colonel. Der plant großes: eine geheime Übung in psychologischer Kriegsführung mit dem Titel „Ein gerader Rauch“.
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Endlose Eiszeit – Dan Simmons "Terror"
„Die Temperatur beträgt minus fünfundvierzig Grad und fällt noch immer.“
An einem Maitag im Jahr 1845 beginnt für die mehr als 130 Besatzungsmitglieder der „Terror“ und „Erebus“ die Eiszeit. Die stolzen und modernsten Schiffe ihrer Zeit der Royal Navy stechen in See. Ihr Ziel unter dem Kommando von Sir John Franklin: die legendäre Nordwestpassage, die hoch im Norden Amerikas Atlantik und Pazifik verbindet. Doch was als erfolgversprechende Expedition mit erfahrenen Seeleuten an der Spitze beginnt, endet in einer Tragödie. „Endlose Eiszeit – Dan Simmons "Terror"“ weiterlesen






