Robert Jones Jr. – „Die Propheten“

„Nur Schweigen konnte verhindern, dass die Seele kaputtging.“

Als kleines Kind wird Isaiah seinen Eltern Middle Anna und Ephraim entrissen. An anderen Sklaven, manche bereits leblos, angekettet, findet er sich wieder auf der Plantage der Familie Halifax. Er wird seinen ursprünglichen Namen verlieren, unermessliches Leid erfahren, aber auch einer großen Liebe begegnen: Samuel, der ihm bei seiner Ankunft Wasser gibt. Fortan bilden die beiden Jungen eine untrennbare Einheit. Mit seinem Debüt „Die Propheten“ hat der afroamerikanische Autor Robert Jones Jr. einen sprachgewaltigen und dramatischen Roman geschrieben, der allerdings den Leser allzu überwältigt zurücklässt.

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Esi Edugyan – „Washington Black“

„Das Unmögliche begegnet uns in dieser Welt selten (…).“

Er ist nach dem ersten amerikanischen Präsidenten benannt – und nach seiner Hautfarbe. George Washington Black wächst als Sklave auf einer Zuckerrohr-Plantage auf der Karibik-Insel Barbados auf. Bereits als Kleinkind weiß er, was Armut und Ausbeutung, Gewalt und Unterdrückung bedeuten, dass das Leben der Sklaven für deren Besitzer nicht viel wert ist. Doch eine Begegnung wird das Leben des Zehnjährigen eine andere Wendung geben. Der nach dem Helden benannte Roman der kanadischen Autorin Esi Edugyan führt nahezu rund um die Welt und erzählt von einer besonderen Befreiung. 
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