Florian Wacker – „Die Spur der Aale“

Der weltweite illegale Tierhandel ist ein Milliarden-Geschäft, das kräftig boomt. Egal ob es sich dabei um beliebte Haus- oder exotische Wildtiere handelt. Während die Tiere und die Natur leiden, machen kriminelle Banden, die meist grenzüberschreitend agieren, das große Geld. In eben jene Szene führt Florian Wacker mit dem Auftakt seiner neuen Krimi-Reihe, in der die Staatsanwältin Greta Vogelsang im Mittelpunkt steht.

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Tore Kvæven – „Eisiges Land“

„Dieses Land ist wie ein Rudel Wölfe.“

Kalt, Eis, Insel. Schlagwörter, die uns wohl unweigerlich in den Sinn kommen, wenn wir an Grönland denken. Und sicherlich fallen uns noch Inuit und Wikinger ein. In ihre Zeit und auf das riesige Eiland zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpolarmeer führt der Norweger Tor Kvæven in seinem Roman „Eisiges Land“, mit dem er 2018 mit dem Brageprisen, dem renommiertesten Literaturpreis seines Landes, geehrt wurde.

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Louise Kennedy – „Übertretung“

„Wenn Mord zum Alltag gehörte, war es schwer, die Kinder davon zu überzeugen, dass diese Geschichten Unsinn waren.“ 

Es gibt geschichtliche Ereignisse, die sind bekannt, erscheinen einem indes fern. Weil sie außerhalb der eigenen Lebenszeit und örtlich gesehen eher in der Ferne geschehen sind. Der Nordirland-Konflikt zählt zu den weißen Flecken auf meiner Landkarte des Wissens. Zugegeben: Er war weder Thema in der Schule noch habe ich mich näher mit ihm beschäftigt. Bis ich nun jedoch den Roman „Übertretung“ der irischen Schriftstellerin Louise Kennedy in die Hand nahm. „Louise Kennedy – „Übertretung““ weiterlesen

Vigdis Hjorth – „Die Wahrheiten meiner Mutter“

„Das erste Lied, das ich jemals hörte, war Mutters Weinen an meiner Wiege.“

Sie ruft an, schreibt Briefe. Doch die Adressatin bleibt stumm. Die Mutter hat die Tochter, Ruth die Schwester aus dem Leben verbannt, die einst enge Verbindung schlichtweg gekappt. Johanna bleibt nur, die Nähe ihrer Mutter zu suchen. Sie beobachtet sie, konfrontiert sie. Es kommt zum Fiasko. Die norwegische Schriftstellerin Vigdis Hjorth hat mit „Die Wahrheiten meiner Mutter“ ein spannungsgeladenes und tiefgründiges psychologisches Drama geschrieben, das mehr erzählt als nur von einer zerrütteten Mutter-Tochter-Beziehung. „Vigdis Hjorth – „Die Wahrheiten meiner Mutter““ weiterlesen

René Fülöp-Miller – „Die Nacht der Zeiten“

„Was wissen die Lebenden schon von den Geschäften des Todes.“

Es gibt Antikriegsromane, die sind in den Kanon eingegangen, zu Klassikern geworden. Sicherlich fällt jedem „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, vielleicht auch Norman Mailers Mammutwerk „Die Nackten und die Toten“ ein. Manche Romane über die dunklen Zeiten indes sind vergessen und harren noch ihrer Wiederentdeckung. 1955 erschien in den USA der Roman „The Night of the Time“ des ungarisch-amerikanischen Autors und Soziologen René Fülöp-Miller (1891-1963). Der Verleger Stefan Weidle fand nach intensiven Recherchen im Archiv des Dartmouth College, wo Fülöp-Miller einst lehrte, das deutsche Originalmanuskript, das nun den Weg in die Öffentlichkeit fand.

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Dirk Schümer – „Die schwarze Lilie“

„Was war das Leben anders als eine Maskerade.“

Er ist wieder zurück. 20 Jahre sind vergangen. Aus Wittekind Tentronk ist ein reifer Mann geworden, aus dem einstigen Dominikaner-Novizen ein Agent einer einflussreichen Familie, von Avignon hat es ihn nun nach Florenz verschlagen. Mit „Die schwarze Lilie“ erzählt Dirk Schümer die Geschichte seines Helden aus „Die schwarze Rose“ weiter. Wieder geht es um rätselhafte Morde sowie Geld und Macht. Und wieder gelingt es ihm, ein großartiges Panorama jener Zeit zu schaffen.

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