Patrick Ryan – „Buckeye“

„Die Welt drehte sich weiter, sammelte die Trümmer auf.“

Manchmal kann ein Unglück später auch ein Glück bedeuten. Cal Salt kommt mit einem fünf Zentimeter kürzeren Bein zur Welt. Es wird ihn Spott, Demütigung und Mitleid einbringen. Doch er bleibt 21 Jahre später verschont, als die USA in den Zweiten Weltkrieg eintritt, Millionen junger Männer zur Waffe gerufen werden, um an den Fronten in Europa, Asien und Afrika, auf dem Land, zu Wasser und in der Luft zu kämpfen. Wie Felix Jenkins, der den Untergang eines vom Torpedo versenkten Versorgungsschiffes als einer der wenigen Besatzungsmitglieder überlebt – aber für immer versehrt bleibt.

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Julia Wong – „Zur anderen Seite des Ozeans“

„Alles im Kosmos ist miteinander verbunden.“

Sein Ruf als Universalgelehrter ist bis heute legendär, seine kosmopolitische Haltung vorbildhaft. Alexander von Humboldts (1769-1859) Name kennt wohl die ganze Welt, schon zu Lebzeiten genoss er großes Ansehen – erlangt durch seine Publikationen und mehrjährigen Forschungsreisen. Eine führte ihn Ende des 18. Jahrhunderts nach Südamerika. Ihr widmete sich Julia Wong, eine peruanische Schriftstellerin mit chinesischen Wurzeln, in ihrem Roman „Zur anderen Seite des Ozeans“, in der allerdings eine ganz andere Person die Hauptrolle übernimmt.

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John Horne Burns – „Galleria Umberto“

„Die Bar war wie ein Zirkus mit tausend verschiedenen Manegen, die alle gleichzeitig bespielt wurden.“

Hier treffen sich die Fremden und die Einheimischen, die Sieger und Besiegten, die Soldaten und die Zivilisten, die Offiziere und die Prostituierten. Die prächtige Galleria Umberto in Neapels Altstadt ist ein turbulenter Magnet und zugleich ein Mikrokosmos der Gesellschaft. In John Horne Burns‘ (1916-1953) gleichnamigen Debüt ist sie als Schauplatz zugleich eine besondere Heldin, vom Krieg versehrt.

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William Heinesen – „Noatun“

„Noatun ist unser Ort, dort wohnen wir, dort werden wir leben und sterben.“

Dødmansdal – von Gott verlassen, von den Menschen gemieden, ein fast verrufener Ort auf einem der Eilande der Färoer. Dennoch wagt hier eine Gruppe Frauen und Männer einen Neuanfang. Sie pachten Land, roden es, um es urbar zu machen. Die Männer ziehen monatelang auf Fischfang mit mal mehr mal weniger Erfolg. Aus Dødmansdal wird Noatun. Ein Name, der auf den Palast des nordischen Meeresgottes Njörðr aus der Edda verweist.

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Charles Derennes – „Ungeheuer am Nordpol“

„Wir waren nicht allein.“

1926 überquerte der norwegische Polarforscher Roald Amundsen (1872-1928) mit dem Luftschiff „Norge“ den Nordpol. Drei Jahre später wird er auf einer Rettungsmission für den Italiener Umberto Nobile, dessen Luftschiff in der Arktis abgestürzt war, ums Leben kommen. Die eisige menschenleere Welt und besondere Reisen haben die Menschen seit jeher fasziniert. Ob real oder nur in unserer Fantasie. Jules Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“ gilt heute als Klassiker – genauso seine Bücher „20.000 Meilen unter dem Meer“ und „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“.

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Gun-Britt Sundström – „Die beste aller Beziehungen“

„Es ist so schwierig, dieses Zusammengehören.“

Alles beginnt mit einem Anruf. Oder besser gesagt mit einem Zettel, auf dem geschrieben steht: „Gustav hat angerufen.“ Gustav ist Student in Stockholm. Sein Versuch, Martina zu erreichen, ist der erste Schritt. Beide werden schließlich ein Paar. Doch ihre Ansprüche an eine Beziehung gehen mit der Zeit auseinander. Mit ihrem Roman „Die beste aller Beziehungen“ verarbeitete die schwedische Schriftstellerin, Übersetzerin und Kritikerin Gun-Britt Sundström eigene Erfahrungen.

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