Marco Balzano – „Bambino“

„Ich habe immer versucht, auf der Seite des Stärkeren zu stehen, und bin immer auf der falschen Seite gelandet.“

Wie wird einer zum Faschist? Wie lässt er jegliche ethische und moralische Prinzipien hinter sich? Wird zu einem gewalttätigen Menschenfeind, der Andersdenkende hasst? Der italienische Autor Marco Balzano lässt in seinem neuen Roman „Bambino“ einen Mann zu Wort kommen, der sich schon in jungen Jahren auf eben jene Seite geschlagen hat. Es ist zugleich die Lebensgeschichte eines Antihelden.

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Gusel Jachina – „Eisen“

„Eisenstein machte nicht Kunst aus Geschichte, sondern er machte Geschichte (…).“

Er war ein vielbegabter Tausendsassa und Künstler, ein Mann mit vielen Gesichtern. Sergej Eisenstein (1898-1948) gilt als einer der größten und einflussreichsten Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Er war Filmpionier und Theoretiker. Mit seinen Werken „Panzerkreuzer Potemkin“ und „Iwan der Schreckliche“ erlangte er auch außerhalb des riesigen Reiches der Sowjetunion Ruhm. In ihrem neuen Roman „Eisen“ beschäftigt sich Gusel Jachina mit seinem wechselvollen Leben und seinem eindrucksvollen Lebenswerk.

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Sophie Van der Linden – „Im Licht der Lofoten“

„Nach und nach begann diese Landschaft in mir zu wirken. Ich musste sie malen. Dringend.“

Immer wieder zieht es sie in den hohen Norden. Ihr Domizil eine Hütte, ihre Zeit der arktische Winter. Nun reist die schwedische Malerin Anna Boberg ein letztes Mal auf die Lofoten, um die raue Landschaft, das unverwechselbare Licht in einem besonderen Werk einzufangen. Welche Bedeutung der Ort für die Künstlerin hatte, was ihre Kunst und ihr Selbstverständnis prägte, darüber hat die französische Autorin Sophie Van der Linden ein sinnliches wie eindrückliches Buch geschrieben.

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Hannah Häffner – „Die Riesinnen“

„Manche Dinge haben keine erste Sekunde.“

Wittenmoos – das klingt nach einem recht überschaubaren Ort, in diesem Namen liegt auch ein bestimmter Duft: nach Wald, Wasser, nach Natur. In Wittenmoos leben drei Frauen, die nicht unterschiedlicher, aber auch nicht ähnlicher sein können: Liese, Cora und Eva. Das sind Großmutter, Mutter und Tochter, drei Generationen. Und über die erzählt Hannah Häffner in ihrem Roman „Die Riesinnen“, dem ein ganz besonderer Zauber innewohnt.

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Jacqueline Harpman – „Ich, die ich Männer nicht kannte“

„Meine Erinnerungen beginnen mit meiner Wut.“

Schon als kleines Kind lebte sie in einem unterirdischen Gefängnis, hier ist sie aufgewachsen. Weder hat sie Erinnerungen an das Davor, noch wird ihr irgendetwas gelehrt. Sie existiert nur, beobachtet, stellt Fragen. So vergehen Jahre, bis eines Tages ein unvorhergesehenes Ereignis geschieht. Gemeinsam mit den 39 weiteren Frauen unterschiedlichen Alters schafft es die Jüngste der Gruppe ans Tageslicht – und in die Freiheit.

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Federica Manzon – „Alma“

„Geografie siegt immer über Geschichte.“

Alma kehrt nach Jahren in der Fremde zurück in ihre Heimatstadt. Ihr Vater ist gestorben. Zuvor hat sie einen Brief mit seinem letzten Willen erhalten. Ein Nachlass wartet auf sie. Sie will reinen Tisch machen – mit der Familie, der Vergangenheit, ihren Wurzeln, den Toten. In Triest kommen die Erinnerungen zurück – an die Kindheit, an Vili, der eines Tages als Kind vor der Tür stand, als junger Mann vom Balkankrieg verschluckt wird, an den Vater, der die Familie immer wieder verließ und für einige Zeit verschwand. Die italienische Autorin und Verlegerin Federica Manzon erzählt in ihrem Roman „Alma“ von der Suche nach Zugehörigkeit und Identität und einer geschichtsträchtigen Stadt zwischen Ost und West.

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