Über die Grenze – Richard Ford "Kanada"

„(…) und meinen Platz in der Welt zu finden, war mein sehnlichster Wunsch.“

 Das Leben steht Kopf für Dell, als seine Eltern gemeinsam eine Bank ausrauben, nur wenig später von der Polizei verhaftet werden. Die tragische Wende der Familie überrascht den 15-jährigen Jungen und seine Zwillingsschwester Berner, die plötzlich allein zurechtkommen müssen. Die Eltern, der Vater ein hoch dekorierter ehemaliger Air-Force-Soldat, die Mutter als Lehrerin tätig, sitzen im Gefängnis und warten auf ihren Prozess. Während das Mädchen Hals über Kopf das Weite sucht, bringt Mildred, die Freundin der Mutter, den Jungen über die Grenze nach Kanada zu ihrem Bruder, damit er so dem Waisenhaus entfliehen kann. In einem schlichten Kissenbezug versammelt er weniger als die berühmten sieben Sachen. Für die nächste Zeit soll eine Hütte in einem heruntergekommenen Provinzkaff in der Provinz Saskatchewan sein neues Zuhause werden.

50 Jahre später lässt Richard Ford seinen Protagonisten von den damaligen Geschehnissen berichten. Dell blickt als Mann auf seine besondere Geschichte, der als Lehrer kurz vor seiner Pension steht und in Kanada sein Leben, die Liebe und – im Gegensatz zu seiner Schwester – das Lebensglück trotz der schrecklichen Bedingungen in der Jugend gefunden hat. „Kanada“ – so heißt auch der Roman des Amerikaners, der 1996 für sein Werk „Unabhängigkeitstag“ mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Und auch für seinen jüngsten Roman loben ihn die Kritiker in den höchsten Tönen. Und das nicht ohne Grund.

„Kanada“ ist ein Lebensbuch, eines jener Werke, die unbedingt in ein gut bestücktes Buchregal gehören. Denn Ford versammelt in seinem neuesten Roman eine Lebensweisheit, die sich erst im späteren Nachdenken über Personen und Handlung entfaltet. Nahezu unaufgeregt lässt Ford Dell von der plötzlichen Wende im Jahr 1960 erzählen, wie die Eltern verhaftet werden und er in Partreau, später in Fort Royal sich von seiner Familie, aber auch von seinen Träumen Stück für Stück löst. Dell will einfach nur zur Schule gehen, Schach spielen, die Imkerei erlernen. Daraus wird nichts. Aus die Maus – die kleinsten Wünsche zerbröseln angesichts der Ereignisse. Statt Schule arbeitet er im Hotel von Arthur Remlinger und geht Charley Quarters, eine verquere Gestalt eines Halbindianers, bei der Gänsejagd zur Hand. Was Dell indes noch nicht weiß: Auch dieses Zuhause wird nur von kurzer Dauer sein. Erneut tauchen Verbrechen und Gewalt in seinem Leben auf. Denn Remlinger, ein höflich erscheinender, aber eiskalter Mann, hat eine düstere Vergangenheit. Der Junge flieht nach einem schrecklichen Ereignis erneut mit Hilfe einer Frau – mit Florence, der Freundin des Hotelbesitzers, nach Winnipeg, um dort bei ihrem Bruder unterzukommen und auch die Schule besuchen zu können.

Wenn Dell von seinen Eltern und seiner Schwester berichtet, wird ein gewisser emotionaler Abstand deutlich. Schnell musste er lernen, dass Vorausschauen besser ist als trüben Gedanken an die Vergangenheit nachzuhängen. Statt mit erhobenem Zeigefinger die Unmoral von Vater und Mutter und die Leichtfertigkeit seiner Schwester anzumahnen, schaut er mit der Weisheit eines erwachsenen Mannes hinter ihre Schwächen. Das sind vergebene Chancen und falsche Entscheidungen zur falschen Zeit, der Glauben, dem eigenen Leben machtlos ausgesetzt zu sein. Die Mutter wollte sich trennen, mit den Kindern das gemeinsame Heim verlassen. Sie bleibt und verharrt jedoch in eigenen Wunschvorstellungen. Die Schwester findet später ebenfalls keinen eigenen Lebensweg.

So wie Ford seinen erzählenden Helden seiner Familie gegenüberstellt, finden sich in seinem melancholischen Roman auch immer wieder Anspielungen auf die Unterschiede beider Länder. Fast könnte man meinen, er stelle eine gewisse Bodenständigkeit einem egozentrischen Übermut gegenüber. Und doppeldeutig erscheint auch das Überschreiten der Grenze – in geografischer wie in lebensphilosophischer Hinsicht. Am Ende bringt Ford indes die Zwillinge zum letzten Mal zusammen. Kurz bevor Berner, die sich nun nach dem gemeinsamen Vater Bev nennen lässt, an Krebs verstirbt, reist Dell über die Grenze in die USA. Mit dem Wissen, dass er bald als einziger der Familie zurückbleibt. Aber das war er ja schon als Kind.

„Kanada“ von Richard Ford erschien im Hanser Verlag, in der Übersetzung aus dem Amerikanischen von Frank Heibert.
464 Seiten, 24,95 Euro

Gauguin im Schuppen – Jean-Luc Bannalec "Bretonische Verhätnisse"

Die Idylle in Pont Aven bekommt Risse. Der bekannte und geschätzte Hotelier Pierre-Louis Pennec liegt erstochen im Restaurant seines Hotels. Kommissar Dupin nimmt die Ermittlungen auf. Doch irgendwie will es nicht wirklich vorwärts gehen – trotz zahlreicher Gespräche mit der Familie, den Angestellten und Freunden des Ermordeten, trotz einer intensiven Spurenanalyse. Und wer sollte eigentlich den 91-Jährigen töten, wenn er sowieso schon schwer herzkrank ist und nur noch eine kurze Lebenszeit zu erwarten hat? Und was hat es mit einer Änderung seines Testaments zu tun?  Dupin steht vor einem Rätsel und der Druck ist groß, den Mörder zu überführen und die Tat aufzuklären. „Gauguin im Schuppen – Jean-Luc Bannalec "Bretonische Verhätnisse"“ weiterlesen

Es war einmal Krieg – Denis Johnson "Ein gerader Rauch"

„Unmöglich, sich einen Reim auf die Welt zu machen, indem man alles hinterfragt und noch im Traum Zweifel hegt.“ 

 Sie sind gestrandet in der Hölle: der Gefreite James Houston und der CIA-Agent Skip Sands. Gemeinsam kämpfen sie in Vietnam, jeder an unterschiedlichen Fronten. Der eine direkt im Dschungel als „Tunnelratte“, der andere in den Abgründen des Geheimdienstes. Während sich der eine durch Drogen und Sex betäubt, lebt der andere zurückgezogen in einem Landhaus abseits der Kämpfe, um die geheime Kartei seines Onkels zu pflegen, einem hochrangigen und gefürchteten Colonel. Der plant großes: eine geheime Übung in psychologischer Kriegsführung mit dem Titel „Ein gerader Rauch“.
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Leben als Parodie der Träume – Stephan Thome "Fliehkräfte"

„(…) manche Orte bleiben auf ähnliche Weise sie selbst wie Menschen.“

Er hat alles erreicht, wovon er geträumt hat. Hartmut Hainbach, Endfünfziger, ist Philosophieprofessor an der Uni Bonn. Mit seiner aus Portugal stammenden Frau Maria hat er eine bereits erwachsene Tochter. Doch das Paar lebt, seit zwei Jahren geografisch von einem halben Deutschland getrennt, eine Wochenendbeziehung. Überhaupt erscheint die Familie im Raum verstreut wie die Ecken eines Dreiecks, denn Tochter Philippa studiert in Santiago de Compostela. Als Hainbach von einem Freund, einem Verleger, das Angebot auf eine Stelle in dessen Unternehmen erhält, ringt Hainbach mit seiner Entscheidung. Soll er seinen Traum, als Professor zu wirken,  aufgeben, um damit seiner Frau wieder näher zu kommen, die, an einem Theater tätig, in Berlin wohnt.

Stephan Thome, der vor drei Jahren mit seinem Romandebüt „Grenzgang“ von der Literaturkritik gefeiert wurde, legt nun mit seinem zweiten Roman „Fliehkräfte“ ein sowohl sensibles Porträt einer Familie als auch ein philosophisches Werk zum Thema Lebensziel und Lebenstraum vor. Denn was erwartet ein erfolgreicher Mann wenige Jahre vor dem Ruhestand vom Leben, wenn plötzlich ihn ein Angebot erreicht, mit dem alles auf den Kopf gestellt wird, in die bereits vertraute Situation etwas Unerwartetes eintritt. Soll er es wagen, das Lebensziel für nichtig zu erklären, um eine neue Aufgabe anzunehmen und eine andere Form des Glücks zu finden?

Die Zeit der Entscheidung füllt Hainbach mit Erinnerungen: an seine Studienzeit in den USA in den frühen 70er Jahren, an seine erste Beziehung mit der Französin Sandrine, an die Hochzeit seines Neffen Florian, den Auszug seiner Frau und der Tochter aus dem großen Haus in Bonn. Eines Tages werden ihm seine Einsamkeit und jene weinseligen Abende zu viel. Hainbach setzt sich in sein Auto und fährt spontan los. Sein erstes Ziel: Paris, wo er seine ehemalige Freundin Sandrine trifft, wenig später taucht er bei seinem früheren Kollegen Bernhard auf, der vor Jahren seine Juniorprofessur an den Nagel gehangen hatte und nun ein Restaurant nahe der Atlantikküste in Südfrankreich führt. Im Anschluss besucht er seine Tochter in Santiago, die ihm beichtet, dass sie mit einer Frau zusammenlebt. Die Tour durch Südeuropa endet in Portugal. Denn Hainbachs Schwiegervater liegt im Krankenhaus. Er und seine Frau Maria treffen in deren Heimat aufeinander. Und eine Entscheidung muss her.

Wenn auf den ersten Blick das Geschehen des Romans recht unaufgeregt erscheint, die Lektüre des Buches ist es durchaus nicht. Ganz im Gegenteil. Die intensiven Dialoge zwischen Hainbach, seiner Frau und zwischen seiner Tochter, die persönlichen Rückblicke und Reflexionen auf Vergangenes erzeugen einen besonderen Sog; vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass Thome sich dank einer geringen Anzahl an Charakteren auf die Ausgestaltung seiner Hauptakteure konzentrieren kann. Wenngleich Hainbach melancholisch, unsicher und kraftlos erscheint – an vielen Stellen finden sich im Gegensatz dazu wunderbare, mit einem gewissen Augenzwinkern erzählte Szenen, beispielsweise die Gespräche zwischen Vater und Tochter oder die Begegnungen des intellektuellen Wissenschaftlers mit dem Familienalltag seiner Schwester Ruth. In dieser liebevoll wie sensibel erzählten Familiengeschichte streut der Autor gesellschaftliche Entwicklungen der jeweiligen Jahre und Jahrzehnte ein. Sowohl das geteilte Deutschland, der wachsende politische Erfolg der Grünen und der künftige SPD-Kanzler Schröder sind hier zu finden als auch die Reisefreiheit in einem vereinigten Europa. Hainbachs Reise durch einen großen Teil des Kontinents verbindet sich mit einem Rückblick auf sein Leben, angefüllt mit  Begegnungen unterschiedlichster Lebensmuster und -pläne. Die Suche nach Antworten auf seine Fragen entwickelt sich zu einer Pilgerfahrt, die sicherlich nicht umsonst als eine der Stationen Santiago de Compostela weiß.

Thomes neues Buch, das auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012 stand,  ist damit eines, das all jene sehr prägen wird, die sich Gedanken machen über das Leben, über Träume und Ziele, das Verlockende an Veränderungen und die Kraft des Beständigen. Man kann ganz sicher gespannt sein auf Thomes dritten Roman. Denn er hat sich schon mit seinen ersten beiden Werken einen besonderen Rang unter den besonderen deutschen Erzählern erschrieben.

Der Roman „Fliehkräfte“ erschien im Suhrkamp Verlag.
474 Seiten, 22,95 Euro

Eine Schramme frei – dank der Versicherung!

Ich liebe es ja, Post zu bekommen. Nach Ansichtskarten aus den Ländern zwischen Nord- und Südpol stehen Werbebriefe in meiner persönlichen Beliebtheitsskala ganz weit oben. Hätte ich jedes Anschreiben einer Bank positiv beantwortet, hätte ich wahrscheinlich jetzt Kredite im Gesamtumfang von mehreren Millionen Euro am Hals. Gut, ich hätte sicherlich dafür eine schicke Villa gekauft hinter einem hohen schicken Zaun und einen schicken Porsche mit schicken Ledersitzen im knalligen Rot bekommen, aber es sollte nun mal nicht sein.

Heute erreichte mich wiederum  ein Werbebrief, der mir das Angebot schmackhaft machen wollte, mit dem Handy meine Heizung regulieren zu können. Ich bin froh, wenn ich mich mit meinem Mobiltelefon nicht verwähle und in Laos herauskomme.  

Ein Angebot bringt mich dagegen noch immer ins Grübeln. Es ist Post von meiner Autoversicherung, die sich hinter vier grünen, großen Buchstaben versteckt. Sie schreibt: „Denken Sie daran, dass Sie als Kfz-Kunde einmal im Jahr eine Schramme oder Delle an ihrem Auto „gut haben.“ Allerdings – jetzt kommt das große  Kleingedruckte! – dürfte nur ein Karosserie-Bauteil betroffen sein und eine Smart-Repair-Reparatur dabei durchgeführt werden. Also, ich sollte mir genauer überlegen, in welchem Winkel in welcher Geschwindigkeit ich wo mit meinem Auto anecke. Das schränkt das Angebot natürlich drastisch ein. Zumal „nur“ eine Delle frei ist.

Aber die Möglichkeit des freien Fehlverhaltens sollte es überall geben. Einmal kann die gefüllte Eierpappe im Supermarkt mal so richtig zu Boden klatschen, schließlich könnte mir das ja zu Hause auch passieren, und da wäre mein Laminat ruiniert. Oder der Einkaufswagen fährt ungebremst in eine Pyramide aus Kartons voll mit Weihnachtsbaumkugeln. Vielleicht bietet ja eine Haftplichtversicherung bald an, dass der eigene Hund einmal im Jahr ein Einrichtungshaus seiner Wahl betreten darf und dort die Kissen und Matrazen zerbeißen kann. Ein Feuer gratis hält die Hausratversicherung bereit. Allerdings könnte es dann heißen, dass nur ein Zimmer wiedererstattet wird, im Smart-Repair-Verfahren mit Papp-Möbeln.

Foto: Joujou/pixelio.de

Schatten – Rebecca Hunt "Mr. Chartwell"

„Black Pat stand in der Mitte des Raumes, ein Ungeheuer mit wachsamen Augen.“ 

Esthers Hammerhans‘ neuer Untermieter hat dunkles Fell, einen klobigen Kopf und vier Beine. Im Gegensatz zu seiner riesigen Gestalt ist sein Anstand eher von geringem Umfang. Mr. Chartwell alias Black Pat klopft zwar eines Tages manierlich mit der Pfote an Esthers Haustür, in den kommenden Tagen soll der große Hund indes sein wahres Gesicht zeigen. Aus einem possierlichen Kerlchen, das in der Wanne plantscht und sich auf der Couch fläzt, wird ein düsterer Schatten, der sich auf die Stimmung der jungen Frau legt und zu ihrem ständigem Begleiter wird. Esther lebt bis auf die Freundschaft zu ihrer Kollegin Beth und deren Familie sehr zurückgezogen. Eigentlich kennt sie nur die Arbeit in der Bibliothek des Unterhauses mit einem despotischen Chef und hochmütigen Abgeordnete. Was Esther noch nicht weiß: Auch ihr Mann Michael, der sich vor zwei Jahren das Leben nahm, kannte den großen Hund mit dem schwarzen Fell. Und nicht nur er.

Denn kein Geringerer als der ehemalige britische Premierminister und Nobelpreisträger Winston Churchill ist ebenfalls mit der plumpen Gestalt vertraut. Denn Churchill und sein „black dog“, wie er seine depressiven Phasen nannte, bilden den realen Hintergrund für den ersten Roman der englischen Malerin Rebecca Hunt (Jahrgang 1979) mit dem Titel „Mr. Chartwell“. Das Buch spielt im Jahr 1964, ein Jahr vor Churchills Tod. Der große Mann der Weltgeschichte hat sich auf seinen Herrensitz in Kent zurückgezogen, der Abschied aus dem Politikalltag steht ihm kurz bevor. Esther nun fürchtet den zweiten Todestag ihres Mannes entgegen. Und da taucht eben Mr. Chartwell auf. Die Situation könnte nicht besser sein für ihn, um sein nächstes Opfer in die Fänge zu bekommen und zu behalten. Doch das Monstrum mit dem fiesen Grinsen und den nervigen Sprüchen hat nicht die Rechnung mit dem unvorhergesehenen Schicksal gemacht: Denn eines Tages lernt Esther nicht nur einen neuen Kollegen kennen. Sie erhält einen wichtigen Auftrag im Hause Churchill.

Während das Buch auf seinen ersten Seiten als komisches Werk erscheint, über dessen zahlreiche witzige Szenen und einen unglaublich ausgeprägten Wortwitz man sich ungemein amüsiert, dreht sich mit den folgenden Kapiteln die Stimmung um 180 Grad. Spätestens als die Rolle des Hundes erkennbar wird. Die Autorin könnte nun jedoch eine ernste Atmosphäre aufbauen, die Handlung in einem traurigen Ton weitererzählen. Doch falsch. Engländer sind bekanntlich Meister des schwarzen Humors, der zu kräftigen Lachern reizt, ohne den kritischen Hintergrund aus den Augen zu verlieren. Übertreibung ins oftmals Groteske ist sein bestechendes Merkmal. Nur so streut man Salz in die Wunde. Es muss weh tun, das Lachen wie das Weinen.

Wie Rebecca Hunt es gelingt, beide Gesichter ihres ersten Buches zu vereinen, ist meisterhaft. Ihr gelingt es zum einen, den realen Hintergrund in eine originell erzählte fiktive Geschichte rund um die schüchterne Esther und ihre traurigen Erlebnisse zu betten und die Figuren, allen voran der sprechende Hund plastisch zu gestalten. Zum anderen erdrückt der Humor nicht das eigentliche, traurige Thema.  Depression, die Krankheit, die keiner dem anderen ansieht, ist weiterhin keines, über das man gern spricht, das nicht wirklich ernst genommen wird. Trotz immerwiederkehrender Präsenz in den Medien. Doch vielleicht schafft es dieses Buch, für dieses Thema zu sensibilisieren. Denn das Unverständnis der anderen macht den schwarzen Schatten nur noch größer und schwerer.

„Mr. Chartwell“ von Rebecca Hunt erschien im Luchterhand Verlag, in der Übersetzung aus dem Englischen von Hans-Ulrich Möhring.
256 Seiten, 18,99 Euro