Davide Coppo – „Der Morgen gehört uns“

„Tragödien sind sorgfältig gedeckte Tische, nicht das spontane Stückwerk eines schlechten Tages.“ 

Er sitzt seine Strafe ab. Neun Monate Arrest. Bald wird er 18. Ettore blickt zurück, auf das was geschehen ist, wie es geschehen konnte. Dass er einem Jugendlichen ein Springmesser in den Leib gestoßen, ihn schwer, gar lebensbedrohlich verletzt hat. Der italienische Journalist und Autor Davide Coppo erzählt in seinem Debüt „Der Morgen gehört uns“, wie ein Jugendlicher nach rechts driftet, Teil einer neofaschistischen Gruppierung wird und zunehmend Gewalt und Hass verfällt. „Davide Coppo – „Der Morgen gehört uns““ weiterlesen →

Sarah Brooks – „Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland“

„Keine Landschaft ist unschuldig.“

Es gibt Zugstrecken, die gelten als legendär. Die Transsibirische Eisenbahn gehört zweifellos dazu, wenn sie nicht sogar die Hitliste anführt. Auf einer Länge von mehr als 9.200 Kilometer erstrecken sich die Gleise von Moskau durch die Weiten Sibiriens bis an den Pazifik nach Wladiwostok. Sechs Tage dauert die Reise. Für den Transsibirien-Express, den die Helden des abenteuerlichen Debüts der Britin Sarah Brooks in Peking an einem Tag im Jahr 1899 besteigen, steht die Transsib „Modell“.

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Margot Douaihy – „Verbrannte Gnade“

„Verletzte Menschen verletzen Menschen. Und geheilte Menschen heilen Menschen.“

Schwester Holiday ist ein lebender Widerspruch. Ihr bisheriges Leben teilt sich in ein Davor und Danach. Sie war Punkmusikerin und den Drogen nicht abgeneigt. Nun ist sie Nonne und unterrichtet Gitarre in der katholischen Klosterschule Saint Sebastian in New Orleans. Ihre Tattoos versteckt sie unter einem Halstuch und Handschuhen, in aller Verborgenheit raucht sie. Ein verheerender Brand in der Schule, bei dem Hausmeister Jack stirbt und zwei Schüler verletzt werden, gibt ihr keine Ruhe. Sie beginnt zu ermitteln. Denn die Ereignisse weisen gewisse Parallelen mit ihrem vorherigen Leben auf.

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Elizabeth Wetmore – „Wir sind dieser Staub“

„Und wie sterben die Frauen? Normalerweise, wenn Männer sie umbringen.“ 

Den einen gelingt die Flucht. Selbst wenn sie dafür Mann und Kind Hals über Kopf zurücklassen. Die anderen verstecken sich in ihrem Haus, wollen von all den schrecklichen Geschehnissen, die sich tagtäglich ereignen, nichts wissen. Von dieser erbärmlichen Verachtung, dieser aus Frust und Dominanz geborenen brutalen Gewalt. Mary Rose steht jedoch eines Tages mit der Flinte auf der Veranda ihres Hauses. Nicht nur um sich selbst und ihre Tochter zu verteidigen. Gloria hat zuvor verletzt, barfuß und unter Schock stehend das Grundstück inmitten der Wüste erreicht. Die 14-jährige Mexikanerin flieht vor ihrem Peiniger und bittet um Hilfe. Dabei erzählt die Amerikanerin Elizabeth Wetmore in ihrem großartigen Debüt „Wir sind dieser Staub“ nicht nur die Geschichte dieser beiden ungleichen Frauen und ihrer folgenreichen Begegnung. „Elizabeth Wetmore – „Wir sind dieser Staub““ weiterlesen →