Von Leid und Hoffnung – Sebastian Barry „Tage ohne Ende“

„Schätze mal, letzten Endes ist das Land der Verheißung in Grautöne gehüllt.“

Der Wildwestroman hat es noch immer schwer, als anspruchsvolle Literatur wahrgenommen zu werden. Abgesehen von großen Namen wie James Fenimore Cooper und Jack London, und obwohl es in den vergangenen Jahren mit Antonin Varennes Roman „Äquator“ und die Wiederentdeckung von „Butchers Crossing“ von John Williams schon herausragende Titel gegeben hat, an die ich an dieser Stelle gern erinnern möchte. Denn allzu eng ist dieses Genre noch immer mit den dünnen Heftchen verknüpft, die in Bahnhofsbuchhandlungen, Supermärkten und am Kiosk verramscht werden. Der irische Schriftsteller und Dramatiker Sebastian Barry legt mit seinem neuen Werk „Tage ohne Ende“ Maßstäbe und beweist, dass eine große Geschichte im historischen Amerika und große Poesie durchaus zueinander finden können. Von Leid und Hoffnung – Sebastian Barry „Tage ohne Ende“ weiterlesen