Christoffer Carlsson – „Wenn die Nacht endet“

„Wem es gelingt, sich von seiner Vergangenheit zu befreien, der erhält ein zweites Leben.“

Es ist kein schönes Ende, leblos in einem Kofferraum eines Autos aufgefunden zu werden. Egal in welchem Alter. Mikael ist gerade mal 18, als er getötet wird. In einer Dezembernacht des Jahres 1999. Nur kurz zuvor hatte er mit Freunden eine Party besucht. Die Einwohner von Skavböke stehen unter Schock. Siri Bengtsson ist neu in dem westschwedischen Dorf. Gemeinsam mit der erfahrenen Polizistin Gerd Pettersson übernimmt sie den Fall, ohne zu ahnen, dass der Täter erst 20 Jahre später gefunden werden soll.

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Polly Morland – „Ein glückliches Tal“

„Die Welt, wie sie damals war, ist die Welt, wie sie heute ist, das Vergehen der Zeit ist der Landschaft anscheinend gleichgültig.“ 

1967 erschien ein Buch, das bis heute in Großbritannien als Leitfaden sowie Inspiration für Ärzte und Pfleger gilt. In „A Fortunate Man“ beschreibt der Schriftsteller und Maler John Berger (1926-2017) sechs Wochen im Leben und Wirken des Landarztes John Sassall, den er mehrere Monate mit dem Fotografen Jean Mohr an seiner Seite begleitete. Der britischen Autorin und Dokumentarfilmerin Polly Morland fällt unverhofft und überraschend an einem Sommertag 2020 eine Taschenbuch-Ausgabe des Klassikers in die Hände, als sie das Haus ihrer Eltern ausräumt. Der Beginn einer Recherche und einer Fortsetzung, die nun von Sassalls Nachfolgerin erzählt. „Polly Morland – „Ein glückliches Tal““ weiterlesen

Claire Fuller – „Jeanie und Julius“

„Immer derselbe Weg, den Hügel hoch und wieder runter.

Es ist ein kalter Aprilmorgen, in der Nacht hat es noch einmal Schnee gegeben. Doch Dot wird ihn nicht mehr sehen. Jeanie und ihr Zwillingsbruder Julius finden nach dem Aufstehen ihre tote Mutter.  Von heute auf morgen müssen die beiden Geschwister allein zurechtkommen. Sie sind bereits 51 Jahre alt, doch ein selbstständiges Leben haben sie nie wirklich geführt. Ihre Mutter hat sie nach dem Tod des Vaters von der Welt regelrecht abgeschirmt, die Familie gilt als Außenseiter.

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Mathijs Deen – „Der Retter“

„Wenn man sich gegenseitig nicht mehr hat, hat man niemanden mehr.“

Literarische Helden sind auch nur Menschen. Selbst Kommissare, die jeden Fall dank Erfahrung, Engagement und Raffinesse lösen können, was realen Ermittlern wohl nicht immer gelingt (man möge mich gern korrigieren). Vielleicht kommen sie einem deshalb so nah. Jeder hat eine Marotte, eine spezielle Eigenart – und eine tragische Geschichte in der Vergangenheit, die ihn regelrecht verfolgt. Nicht anders geht es Liewe Cupido, der mit „Der Holländer“, dem Krimidebüt des Niederländers Mathijs Deen, vor zwei Jahren seinen ersten großen Auftritt hat. Nun gibt’s mit „Der Retter“ bereits Teil 3. Ganz nach dem Motto „Gekommen, um zu bleiben“.

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Carlos Franz – „Das verschwundene Meer“

„Wenn Tragödien sich wiederholen, tun sie das als Farce.“ 

Ein Kontinent, ein Ozean und mehr als 12.000 Kilometer liegen zwischen Laura Larcos Heimat Chile und ihrem zweitem Zuhause Berlin. Sie war geflohen, obwohl eine vielversprechende Karriere als jüngste Richterin Chiles vor ihr lag. Doch der Militärputsch 1973 machte damals nicht nur ihre Lebenspläne zunichte. Sie wurde Zeugin und Opfer brutaler Gewalt. In Deutschland kehrte sie der Juristerei den Rücken zu, arbeitet an der Philosophischen Fakultät der Freien Universität. Nun, 20 Jahre später, bringt sie der Ruf ihres früheren Mentors zurück in ihre Heimat.

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Kent Haruf – „Das Band, das uns hält“

„Doch was für ein verschwendetes Leben.“

Colorado. Weites Land. Bergig im Westen, flach im Osten. Zwischen den Rocky Mountains und den Great Plains leben heute etwa 5,8 Millionen Menschen – und Kent Harufs Helden. Alle seine insgesamt sechs Romane hat der US-Amerikaner in der fiktiven Kleinstadt Holt angesiedelt. Mit seinem letzten Roman „Our Souls by Night“, 2017 in deutscher Übersetzung mit dem Titel „Unsere Seelen bei Nacht“ erschienen, setzte seitdem auch hierzulande eine Würdigung seines literarischen Schaffens ein. Zuletzt erschien nun mit „Das Band, das uns hält“ („That Tie that Bind“) sein Debüt aus dem Jahr 1984 in deutscher Übersetzung.

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