Hanne Ørstavik „So wahr wie ich wirklich bin“

„Woher kommt es, woher kommen die Dinge, die man tut.“

Manche Autoren sind in ihren Heimatländern hochangesehen und werden mit bedeutenden Preisen gewürdigt. In anderen Ländern erscheinen ihre Werke – wenn überhaupt – nur sporadisch in der jeweiligen Übersetzung, es sei denn, sie sind auch dort Bestseller. Hanne Ørstavik, 1969 in der Finnmark geboren, gehört in Norwegen zu den bedeutenden Autorinnen. 2004 erhielt sie den renommierten Brageprisen, drei Jahre später den Preis des großen norwegischen Verlages Aschehoug. Nach ihrem Roman „Liebe“ veröffentlichte der Karl Rauch Verlag, der vor allem für die Herausgabe des Klassikers „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry bekannt ist, nun mit „So wahr wie ich wirklich bin“ einen zweiten Roman der Skandinavierin, die es auch hierzulande endlich zu entdecken gilt. Hanne Ørstavik „So wahr wie ich wirklich bin“ weiterlesen

Der Sohn – Hanne Ørstavik „Liebe“

„Es kommt manchmal vor, dass etwas in dir geschieht, ohne dass du dir dessen bewusst bist.“

Am nächsten Tag sollte sein Geburtstag sein, Jon sollte neun Jahre alt werden. Es ist ein Abend im Winter. Viel Schnee liegt. Jon und seine Mutter verlassen das gemeinsame Haus, ohne zu wissen, was der jeweils andere tut. Sie waren vor wenigen Monaten aus dem Süden in diese Stadt gezogen. Die Norwegerin Hanne Ørstavik erzählt in ihrem Kurzroman „Liebe“ nun die Geschichte von Mutter und Sohn und die eines einzigen Abends, der möglicherweise das Leben beider verändern wird. Der Sohn – Hanne Ørstavik „Liebe“ weiterlesen