Mathijs Deen – „Der Retter“

„Wenn man sich gegenseitig nicht mehr hat, hat man niemanden mehr.“

Literarische Helden sind auch nur Menschen. Selbst Kommissare, die jeden Fall dank Erfahrung, Engagement und Raffinesse lösen können, was realen Ermittlern wohl nicht immer gelingt (man möge mich gern korrigieren). Vielleicht kommen sie einem deshalb so nah. Jeder hat eine Marotte, eine spezielle Eigenart – und eine tragische Geschichte in der Vergangenheit, die ihn regelrecht verfolgt. Nicht anders geht es Liewe Cupido, der mit „Der Holländer“, dem Krimidebüt des Niederländers Mathijs Deen, vor zwei Jahren seinen ersten großen Auftritt hat. Nun gibt’s mit „Der Retter“ bereits Teil 3. Ganz nach dem Motto „Gekommen, um zu bleiben“.

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Stefan Moster – „Bin das noch ich“

„Menschen, die Musik machen, brauchen nicht viel, um zufrieden zu sein.“

Eine der wohl meist gestellten Frage ist jene, was man auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Simon Abrameit packt seine Geige ein – mit der leisen Hoffnung, sie bald wieder spielen zu können. Der Berufsmusiker leidet unter einer Krankheit, die während eines Konzerts zu einem Zusammenbruch infolge einer Schmerzattacke in der Hand führt. Mit Hilfe einer Kollegin zieht er sich auf eine finnische Schäreninsel zurück. Stefan Moster erzählt in seinem neuesten Roman „Bin das noch ich“ von einem magischen verlassenen Ort, der einem angeschlagenen Mann eine Art Rettung verspricht.    „Stefan Moster – „Bin das noch ich““ weiterlesen

Olli Jalonen – „Die Kunst, unter Wasser zu leben“

„Selbst wenn er bis ans Ende der Welt ginge, wird der Mensch nicht los, was am festesten in ihm sitzt.“

Es gibt literarische Helden, die lassen einen nicht los. Der Abschied von ihnen fällt schwer, ein Wiedersehen bereitet wiederum große Freude. Genau so eine Figur ist Angus. Seinen ersten großen Auftritt hat er im Roman „Die Himmelskugel“. Nun schreibt der finnische Schriftsteller Olli Jalonen die Geschichte des Jungen von der Atlantik-Insel St. Helena und Gehilfe des bekannten englischen Wissenschaftlers Edmond Halley (1656-1742) weiter. „Die Kunst, unter Wasser zu leben“ führt diesmal nach London, wo Angus erwachsen wird, und über den Atlantik in eisige Welten.

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Marianna Kurtto – „Tristania“

„Und warum ist nichts genug, nimmt nichts die Sehnsucht weg?“

Es gibt Eilande der Sehnsucht. Und es gibt Tristan da Cunha. Die schroffe, vom Südatlantik umgebene Insel gilt als eine der entlegensten bewohnten Inseln der Welt. Die Gestade von Südamerika und Afrika liegen Tausende Kilometer entfernt. Die finnische Autorin Marianna Kurtto hat die Handlung ihres neuen Romans „Tristania“ auf Tristan da Cunha angesiedelt. Darin erzählt sie vom Zerbrechen einer Familie sowie einer realen Katastrophe, den Vulkanausbruch im Jahr 1961 – und das mit einer Sprache von großer Kraft. „Marianna Kurtto – „Tristania““ weiterlesen