Jonas Hassen Khemiri – „Die Schwestern“

„(…) schon damals begann ich, mein Leben so aufzubauen, dass es als Geschichte taugen würde.“

Als Kinder lernen sie sich in den 90ern in der Stockholmer Wohnsiedlung Drakenberg kennen. Mehrfach verlieren sie sich aus den Augen, doch immer wieder begegnen sie sich im Lauf der Jahre, der Jahrzehnte. Die drei Schwestern Ina, Evelyn und Anastasia Mikkola – und Jonas, der Ich-Erzähler und fiktive Alter Ego des schwedisch-tunesischen Schriftstellers Jonas Hassen Khemiri.

„Jonas Hassen Khemiri – „Die Schwestern““ weiterlesen

Ian McEwan – „Was wir wissen können“

„Verlust gehört zum Wesen der Existenz.“ 

Großbritannien hat sich in einen Archipel verwandelt. New York versank in den Wassermassen des Atlantiks, Großrussland hat Deutschland einverleibt. Die Weltbevölkerung ist um die Hälfte geschrumpft – durch Kriege, Krisen, Katastrophen. Es ist ein beklemmendes Szenario, das der britische Schriftsteller Ian McEwan in seinem neuen eindrucksvollen Roman „Was wir wissen können“ beschreibt, in dem er in das Jahr 2119 sowie in die jüngere Vergangenheit führt. Die Literatur und eine illustre Runde verbinden dabei beide Zeiten.   

„Ian McEwan – „Was wir wissen können““ weiterlesen

Berit Glanz – „Unter weitem Himmel“

„Gott hat die Welt erschaffen, aber der Teufel schuf Island.“ 

Mit seinem mächtigen und tonnenschweren Leib zieht er durch das Eismeer und verbindet Zeiten. Bis zu 500 Jahre alt kann ein Grönlandhai, der Methusalem des Meeres, werden. In dem neuen Roman „Unter weitem Himmel“ von Berit Glanz verknüpft er als tierischer Protagonist zwei Zeiten – und zwei Liebespaare.

„Berit Glanz – „Unter weitem Himmel““ weiterlesen

Sorj Chalandon – „Herz in der Faust“

„Unsere Wut war überbordend, ohne Plan, ohne Ziel, ohne Kalkül.“

Wie viel Gewalt, Schmerz, Leid kann ein junger Mensch ertragen? Eine Frage, die sich stellt, liest man die letzte Seite des neuen Romans des französischen Schriftstellers Sorj Chalandon. Erneut erzählt er in „Herz in der Faust“ von einem besonderen Schicksal und von einer Geschichte mit einem authentischen Hintergrund.  „Sorj Chalandon – „Herz in der Faust““ weiterlesen

Cristina Henríquez – „Der große Riss“

„Was die Natur vollbracht hatte, wollte der Mensch wieder rückgängig machen.“ 

Er gilt als Meisterwerk der Ingenieurbaukunst und wird als das achte Weltwunder bezeichnet. Seit 1914 verbindet der Panamakanal den Atlantik auf der einen Seite mit dem Pazifik auf der anderen Seite. Die Bauarbeiten haben Jahrzehnte gedauert, Tausende Menschenleben gefordert. In ihrem Roman „Der große Riss“ erzählt die US-amerikanische Autorin Cristina Henríquez von der Entstehung des Panamakanals – vor allem jedoch von den betroffenen Menschen und ihren Schicksalen. „Cristina Henríquez – „Der große Riss““ weiterlesen

Ingeborg Arvola – „Der Aufbruch“

„Warum sprechen Fischer so sehnsüchtig vom Horizont?“

Das Land ist kalt und karg – und trotzdem Ziel Tausender. Im 19. Jahrhundert zog es unzählige Männer, Frauen, ganze Familien von Finnland nach Nordnorwegen. Schon ihre Ahnen hatten zuvor die selben Pfade genommen – mit dem Wunsch auf ein besseres Leben. Die Norwegerin Ingeborg Arvola erzählt in ihrem preisgekrönten Roman „Der Aufbruch“ ihre Geschichte, die zugleich die ihrer Familie ist.

„Ingeborg Arvola – „Der Aufbruch““ weiterlesen