Ungeboren – Ian McEwan „Nussschale“

„Identität wird zu meinem kostbaren, einzig wahren Besitz.“ 

Im Jahr 1998 veröffentlichte die britische Band „Massive Attack“ ihren Song „Teardrop“. In dem dazugehörigen Video ist ein ungeborenes Kind zu sehen, das seine Lippen bewegt, als ob es mitsinge.  Ein Fötus als Sänger, als Erzähler? Warum nicht, sagte sich wohl auch der britische Schriftsteller Ian McEwan. In seinem neuesten Werk lässt er ein ungeborenes Kind die besondere Geschichte seiner Eltern und seines Onkels schildern – und die ist nicht mehr nicht weniger als eine Reminiszenz auf William Shakespeares wohl berühmtestes Meisterwerk „Hamlet“. Ungeboren – Ian McEwan „Nussschale“ weiterlesen

Recht der Religionen – Ian McEwan „Kindeswohl“

„Religionen, moralische Prinzipien, auch ihre eigenen, waren wie Gipfel in einem dichtgefügten Gebirgszug, aus großer Entfernung gesehen: keiner eindeutig höher, wichtiger, wahrer als die anderen. Wie sollte man da urteilen.“

Das Leben eines Kindes ist fremdbestimmt. Da sind die Lehrer, Erzieher und vor allem die Eltern, die über das Wohl und den Weg eines Kindes entscheiden. Bekannt ist auch der Terminus Vormund, der aus dem Althochdeutschen stammt. Der Begriff „Munt“ bedeutet „Schutz“. In den meisten Fällen übernehmen die Eltern diese wichtige Rolle, manchmal jedoch mit ungeahnten und erschreckenden Folgen. Denn die Eltern selbst haben sich für ein Leben mit drastischen Regeln entschieden. Ihrer Religion wegen. Glauben und Glaubensgemeinschaften sind derzeit ein sehr brisantes Thema, meist jedoch mit Blick auf die Auseinandersetzungen zwischen ihnen. Der englische Autor Ian McEwan widmet sich in seinem neuesten Roman „Kindeswohl“ einer nicht weniger interessanten Facette. Wie beeinflusst die Religion das Familien-Leben und das ungefährdete Heranwachsen eines Kindes?  Recht der Religionen – Ian McEwan „Kindeswohl“ weiterlesen