Christoffer Carlsson – „Wenn die Nacht endet“

„Wem es gelingt, sich von seiner Vergangenheit zu befreien, der erhält ein zweites Leben.“

Es ist kein schönes Ende, leblos in einem Kofferraum eines Autos aufgefunden zu werden. Egal in welchem Alter. Mikael ist gerade mal 18, als er getötet wird. In einer Dezembernacht des Jahres 1999. Nur kurz zuvor hatte er mit Freunden eine Party besucht. Die Einwohner von Skavböke stehen unter Schock. Siri Bengtsson ist neu in dem westschwedischen Dorf. Gemeinsam mit der erfahrenen Polizistin Gerd Pettersson übernimmt sie den Fall, ohne zu ahnen, dass der Täter erst 20 Jahre später gefunden werden soll.

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Alex Schulman – „Endstation Malma“

„Wann weiß man, dass man ein Kind verloren hat?“ 

Zugegeben: Langsam wird er mir ein wenig unheimlich. Bestseller reiht er an Bestseller.  Alles keine schnell dahingeworfenen Geschichten, sondern klug durchdachte Handlungen, die ob ihrer Struktur und ihrer gedanklichen Tiefe verblüffen. Alex Schulman ein Phänomen zu nennen, wäre sicherlich nicht übertrieben. Mit seinen Romanen „Die Überlebenden“ und „Verbrenn alle meine Briefe“ hat er sich nicht nur in seiner schwedischen Heimat einen beachtlichen Bekanntheitsstatus erschrieben. Mittlerweile kommt man hierzulande nicht an ihm vorbei. Kürzlich ist sein neuester Roman „Endstation Malma“ erschienen. Wieder führt er uns in die Abgründe einer Familie.

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Lina Nordquist – „Mein Herz ist eine Krähe“

„Niemand hat uns ein Leben ohne Trauer versprochen.“

Unni ist auf der Flucht. Mit ihrem kleinen Sohn Roar und Armod, ihrem Mann, schlägt sie sich von Norwegen nach Schweden durch. In den dichten Wäldern Hälsinglands finden sie ein bescheidenes Zuhause: die Hütte „Frieden“. Doch der Name trügt. Denn das Paar kämpft in der rauen Gegend im Norden des Landes um ihr Überleben. Die schwedische Wissenschaftlerin und Politikerin Lina Nordquist hat mit „Mein Herz ist eine Krähe“ einen fesselnden und dramatischen, aber stellenweise auch bedenklichen Roman über eine Familie, dessen Leben von roher Gewalt und einem dunklen Geheimnis geprägt wird, geschrieben.

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Christoffer Carlsson – „Unter dem Sturm“

„Dörfer haben ihre Erinnerungen. Sie haben Lebensschicksale und Todesfälle.“ 

In die Krimi-Literatur scheint ein anderer Ton einzuziehen, ein leiser, indes nicht minder fordernder. In diesen Geschichten gibt es zwar Täter und Opfer, aber keine extremen Grausamkeiten, keine ausufernden Blutlachen, keine wilden Verfolgungsjagden. Es geht darin vielmehr um die Menschen und den Ort, in dem sie leben. Was macht ein Verbrechen mit den Personen, die das Opfer kannten, was mit einer Gemeinschaft, die bereits den Schuldigen gefunden zu haben glaubt? Der schwedische Kriminologe und preisgekrönte Autor Christoffer Carlsson stellt sich in seinem Roman „Unter dem Sturm“ diesen Fragen und erzählt von einer besonderen Beziehung zwischen einem Onkel und seinem Neffen und einem charismatischen Polizisten, den ein Fall viele Jahre nicht loslässt.

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Tove Alsterdal – „Sturmrot“

„Familie kann ein verdammt gefährlicher Ort sein.“ 

Er war es, ganz sicher. Die Bewohner von Ådalen haken den schrecklichen Fall für sich ab. Ein Schuldiger ist schnell gefunden. Doch als Olof seinen Vater Sven erstochen in dessen Haus findet, kehren die Erinnerungen an die einstigen Geschehnisse von vor 23 Jahren zurück. Denn Olof hatte damals gestanden, Lina vergewaltigt und ermordet zu haben. Nie wurde er vor ein Gericht gestellt ob seines jungen Alters, nie tauchte sein Name in der Presse, in den Akten auf. Der Junge war 14 Jahre alt, noch ein Teenager. Und nie konnte die Leiche des jungen Mädchens gefunden werden. Ist der Mord an seinem Vater eine späte Rache? Polizeimeisterin Eira Sjödin wird ins Ermittlerteam gerufen, um diesen Fall aufzuklären. Die junge Polizistin steht im Mittelpunkt einer neuen Trilogie der schwedischen Autorin Tove Alsterdal – und „Sturmrot“ ist ein spannender, atmosphärischer und komplexer Auftakt nach Maß. 

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Christoffer Carlsson – „Was ans Licht kommt“

„Vieles, was sichtbar ist, sieht man nicht, weil es zu schmerzhaft wäre.“ 

Es ist der Abend, als Olof Palme stirbt. Am 28. Februar 1986 wird der schwedische Ministerpräsident nach einem Kinobesuch auf offener Straße in Schwedens Hauptstadt Stockholm erschossen.  An jenem Tag in der Provinz Halland beobachtet ein Junge ein merkwürdiges Geschehen. Später wird dort in einem Auto die Leiche einer jungen Frau gefunden. In beiden Fällen tappt die Polizei bei ihren Ermittlungen lange im Dunklen, sind die Menschen geschockt von dem grausamen Verbrechen. Der schwedische Kriminalautor und Kriminologe Christoffer Carlsson erzählt in seinem Roman „Was ans Licht kommt“ von einer Mordserie in der schwedischen Provinz, vor allem aber von den Menschen, die dort leben.

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