Peter Heller – „Der Fluss“

„Was macht man, bevor man die Hölle betritt?“

Ein Dorf der Cree-Indianer an der Hudson Bay ist ihr Ziel. Ihr Weg: der Maskwa River. Jack und Wynn, Studenten und beste Freunde, machen sich mit ihrem Kanu auf dem Weg quer durch die Wildnis im Nordosten Kanadas. Beide sind erfahren, mit einer überschaubaren Ausrüstung und Proviant in der nahezu menschenleeren Natur zu leben und zu überleben. Sie schrecken nicht vor der Einsamkeit und den Risiken zurück. Doch ihre Tour verläuft anders als geplant – denn zwei unheilvolle Begegnungen und ein verheerender Waldbrand sorgen für Lebensgefahr. Der Amerikaner Peter Heller legt mit „Der Fluss“ einen spannenden Roman vor, der vor allem die grandiose Landschaft in den Mittelpunkt rückt. Peter Heller – „Der Fluss“ weiterlesen

Into the wild – David Guterson „Der Andere“

„Du tust, was du tun musst, aber mich kriegen sie nicht. Das Leben ist kurz. Die Ewigkeit ist lang. Ich schmuggle mich an Gott vorbei – auch er kriegt mich nicht.“

Der Gedanke, dem modernen Leben den Rücken zuzudrehen, sich in die wilde Natur zurückziehen und alle Brücken hinter sich abzubrechen, hat etwas faszinierendes wie beängstigendes. Einige sind dem Ruf der Wildnis gefolgt, manche waren erfolgreich, mit sich im Einklang und der schwierigen Herausforderung gewachsen, andere sind gescheitert. Die reale Historie des amerikanischen Studenten Christopher McCandless, unter dem Titel „Into the Wild“ von Jon Krakauer niedergeschrieben und verfilmt von Sean Penn, ist womöglich die bekannteste der tragischen Geschichten, in denen ein Mensch selbst gewählt das moderne und bequeme Leben verlässt. Als ich „Der Andere“ von David Guterson nun las, erinnerte mich an jenen beeindruckenden Film.  Und der Roman des Amerikaners, der mit seinem Buch „Schnee, der auf Zedern fällt“ berühmt wurde, ist nicht minder ergreifend.  Into the wild – David Guterson „Der Andere“ weiterlesen