Backlist #10 – Gila Lustiger „Die Schuld der anderen“

„Waren sie wirklich dabei, sich eine Gesellschaft ohne Gewissen heranzuziehen (…)?“

Es müssen 27 Jahre vergehen, bis der Mord an Emilie aufgeklärt wird. 27 Jahre, in denen unklar war, von wem die junge Frau auf brutalste Art und Weise vergewaltigt und getötet wurde. Doch der Pariser Journalist Marc Rappaport hegt Zweifel, als in einer kurzen Nachricht über die Klärung des Verbrechens, die nur mit Hilfe eines DNA-Tests möglich wurde, berichtet wird. Denn der Mörder der jungen Edel-Prostituierten ist ein unbescholtener Bürger. Rappoport macht sich auf die Spur und stößt bei seinen intensiven Recherchen auf ein enges Geflecht aus Korruption und kriminellen Machenschaften von Industrie und Politik, wobei Emilie nicht das einzige Opfer ist.  Gila Lustigers Roman „Die Schuld der anderen“ ist deshalb mehr als nur ein spannendes Buch über ein längst vergangenes Verbrechen und seine Aufklärung.  „Backlist #10 – Gila Lustiger „Die Schuld der anderen““ weiterlesen →

Katrine Engberg „Blutmond“

„An manchen Tagen war die Menschheit ein Verein, in dem man nur ungern Mitglied war.“

Ein Toter macht noch keinen Mord. Das scheint die Kopenhagener Polizei zu denken, als im Ørstedpark die Leiche eines Mannes gefunden wird. Er wird zuerst als Obdachloser gehalten, der vermutlich die kalte Januarnacht nicht überlebt hat. Doch die Obduktion bringt Überraschendes ans Tageslicht: Bei dem Toten handelt es sich um keinen Geringeren als den berühmten und glamourösen Modezaren Alpha Bartholdy, der qualvoll an den Folgen einer Säure gestorben ist. Die beiden Ermittler Jeppe Kørner und Anette Werner nehmen ihre Ermittlungen auf. Und auch in ihrem zweiten Fall aus der Feder der dänischen Autorin Katrine Engberg müssen die beiden bei der Suche nach dem Mörder um mehrere Ecken denken.

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Frühlingserwachen – Ein Blick in die Vorschauen 2019

Es ist der letzte Tag im Jahr 2018. Ein neues steht bevor. Statt eines Rückblicks gibt es an dieser Stelle von mir einen Ausblick – auf die kommenden Bücher in den ersten Monaten des Jahres 2019. In den vergangenen Wochen habe ich die Abende oft genutzt, um in den Frühjahrsvorschauen großer und kleiner Verlage zu blättern. Hier ein Überblick über interessante Titel. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird mit jeder weiteren Entdeckung auch ergänzt. „Frühlingserwachen – Ein Blick in die Vorschauen 2019“ weiterlesen →

Das Böse – Louise Penny „Hinter den drei Kiefern“

„Und er fragte sich, ob einem, so wie die Liebe, auch der Hass aus früheren Leben folgte.“

Malerisch gelegen, erscheint Three Pines wie ein Ort, in dem man die ruhigen Töne des Lebens anstimmen und hier alt werden könnte. In dem kleinen Dorf in der Region Quebec unweit von Montreal hat sich eine Schar leicht schrulliger, aber liebenswürdiger Männer und Frauen niedergelassen und eine eingeschworene Gemeinschaft gebildet. Dieser gehören unter anderem die Ex-Psychologin und nunmehr als Buchhändlerin tätige Myrna, die in die Jahre gekommene Dichterin Ruth, die an ihrer Seite keinen Hund, aber eine Ente weiß, oder die Malerin Clara, die Bilder entstehen lässt, die irgendwie unfertig wirken, an. „Das Böse – Louise Penny „Hinter den drei Kiefern““ weiterlesen →

Blut für Blut – Jo Nesbø „Macbeth“

„Dies ist die ird’sche Welt, wo Böses tun oft löblich ist, und Gutes tun zuweilen schädliche Torheit heißt.“ (William Shakesspeare „Macbeth“)

Aus meiner Leseerinnerung heraus ist „Macbeth“ das wohl düsterste und blutigste Drama William Shakespeares. Eines, das von der Gier nach Macht und über Mord, aber auch von Loyalität erzählt. Um 1606 geschrieben, ist es neben „Hamlet“ die bekannteste Tragödie aus der Feder des berühmten Engländers, der die Weltliteratur bis heute und darüber hinaus bestimmt. Anlässlich seines 400. Todestages initiierte der Verlag The Hogarth Press ein besonderes internationales Projekt, mit dem eine Handvoll Werke Shakespeares in ein neues modernes literarisches Gewand gekleidet werden. Knaus verlegte die deutschen Übertragungen.

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On the road – Bill Beverly „Dodgers“

„(…) jedes bisschen Luft ein Rätsel, jede Person ein zukünftiges Ereignis.“

Man ist sogleich mittendrin: Der Hubschrauber kreist in der Luft, ein Heer aus Polizeiwagen rast heran. Ein Mädchen ist zur falschen Zeit am falschen Ort und wird diesen Tag nicht überleben. Ungläubig beobachtet East diese Zusammenballung merkwürdiger Ereignisse, die ihn zu einem Gejagten machen. East ist gerade mal 15 Jahre alt und kein großer, aber auch kein kleiner Fisch im Drogengeschäft von Los Angeles. Bis zu jener Razzia, die sein Leben verändern wird. In seinem eindrucksvollen Debüt hat der Amerikaner Bill Beverly einen ambivalenten Helden geschaffen, den man so schnell nicht vergisst.

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