Kjell Westö – „Dämmerung“

„Die Jungen sterben im Schnee.“

Am 30. November 1939, drei Monate nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen, beginnt im hohen Norden es an anderer Stelle zu „brennen“. Der sogenannte Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion nimmt seinen Lauf. Die finnische Hauptstadt Helsinki (Helsingfors) wird aus der Luft durch Flugzeuge der Roten Armee bombardiert. Der finnland-schwedische Schriftsteller Kjell Westö erzählt in seinem neuen Roman „Dämmerung“, welche Folgen der Krieg auf die Menschen hatte.

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Ørjan N. Karlsson – „Kalt wie die Luft“

Der Norden Europas ist reich gesegnet mit Krimi-Autorinnen und -Autoren. Und die Liste derer bekommt regelmäßig Zuwachs. Neu im Team für hiesige Krimi-Fans ist nunmehr der Nord-Norweger Ørjan N. Karlsson, dessen spannender Thriller „Kalt wie die Luft“ den Auftakt einer neuen, in der Stadt Bodø angesiedelten Reihe um den Ermittler Jakob Weber bildet.

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Ragnar Helgi Ólafsson – „Die Bibliothek meines Vaters“

„In alten Büchern steckt mehr als nur Worte.“

Der Vater stirbt – und hinterlässt ein Erbe. Ein Haus voller Bücher, das der Sohn ausräumen muss, als die Mutter acht Jahre später auszieht. Ein Schatz aus rund 4.000 Bänden, von Klassikern bis hin zu regionalen Schriften und Chroniken. Der Vater, Ólafur Ragnarsson, war Autor und Verleger, hat die Bücher des bisher einzigsten isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness (1902-1998) herausgegeben. Ragnar Helgi Olafsson ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten und beschreibt in seinem Band „Die Bibliothek meines Vaters“ von Büchern, seinem Vater und noch viel mehr.

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Kathrine Nedrejord – „Acht Jahreszeiten“

„Man kann eine Landschaft nie ganz verlassen.“

Ihre Heimat im Norden Skandinaviens umgeben keine Staatsgrenzen. Ihre Kultur ist einzigartig. Etwa 80.000 Menschen zählen zum indigenen Volk der Sami, die Hälfte lebt in Norwegen. Mehr als 100 Jahre und bis in die 1960er erlebten sie massive staatliche und gesellschaftliche Unterdrückung und Diskriminierung. Welche Einflüsse die politische Assimilierungspolitik auch auf jüngere Generationen hat, erzählt die norwegisch-samische Autorin Kathrine Nedrejord in ihrem preisgekrönten Roman „Acht Jahreszeiten“.

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Erling Kagge – „Mein Nordpol“

„Bei minus fünfzig Grad gibt es nur einen Gedanken: Es ist kalt.“

Manch große Geschichte beginnt mit einem Geschenk. Erling Kagge ist sieben, als er von seinen Eltern einen Globus zum Geburtstag erhält. Mehr als die Ozeane, Meere und Kontinente faszinierte ihn ein winziger Punkt auf der Weltkugel: der Nordpol. 20 Jahre später erreichte der Norweger mit seinem Landsmann, dem Polarforscher Børge Ousland, den nördlichsten Punkt der Erde. Über seine Reise, aber auch die Geschichte früherer Polarexpeditionen und die Faszination des „ewigen“ Eises hat er ein großartiges Buch geschrieben.

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Inkeri Markkula – „Wo das Eis niemals schmilzt“

„Kann die Erinnerung an einen Ort in uns weitergegeben werden?“

Er wächst Tausende Kilometer vom Ort seiner Herkunft auf. Seine leibliche Eltern kennt er nicht, sie wiederum wissen nicht, dass er überhaupt lebt. Jon wird in Kanada geboren, seine Mutter und sein Vater zählen zur indigenen Bevölkerung. Bereits nach der Geburt wird er einem weißen Paar übergeben, das mit ihm wenig später nach Dänemark zieht. Erst als junger Mann wird Jon seine Urheimat kennenlernen – die arktische Baffininsel, wo er schließlich auf die finnische Glaziologin Unni trifft, die vor Ort für ihre Forschungen Untersuchungen am Gletscher „Penny“ durchführt.

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