Backlist #13 – Jochen Missfeldt „Solsbüll“

„Das Schweigen steckte tief. Es steckt in den Muscheln. Es steckt in der Erde. Es steckt auch in den Sternen. Es steckt im Mond. Es steckt in der Ostsee.“

Mit ihrem Debüt „Altes Land“ gelang Dörte Hansen 2015 ein immenser Erfolg. Auch ihr aktueller Roman „Mittagsstunde“, 2018 erschienen, kann sich Bestseller nennen. Manchmal ist es schon erstaunlich, warum ein Buch sich übermäßig gut verkauft ein anderes jedoch nicht; letzteres vielleicht sogar etwas in Vergessenheit geraten ist, nicht die Aufmerksamkeit erhält, die es verdient hätte. Dabei hat „Solsbüll“ von Jochen Missfeldt all das, was beispielsweise die Werke Hansens ausmachen: ein norddeutsches Dorf, bewegende Schicksale und die Geschichte, die sich tief in das Leben der Menschen einprägt. Und „Solsbüll“ hat gar noch einiges mehr.

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Wie die Jahre ziehen – Robert Seethaler "Ein ganzes Leben"

„Der Mensch ist oft allein in dieser Welt.“

Woher er kommt, das weiß er nicht mehr. Auch sein richtiges Geburtsdatum ist nicht bekannt. Als Kleinkind wird Andreas Egger vom Bauer Kranzstocker aufgenommen (und ziemlich oft mit der Haselnuss-Gerte verdroschen). Seine Mutter stirbt an der Schwindsucht, sein eigenes Leben nimmt seinen Lauf inmitten der einzigartigen Bergwelt der Alpen. Und die wird er im Laufe seiner sieben Lebensjahrzehnte nur einmal verlassen – um in den Krieg zu ziehen. Erst einige Jahre später kehrt er zurück nach Krieg und Kriegsgefangenschaft. Aber er lebt, viele andere nicht. Wie die Jahre ziehen – Robert Seethaler "Ein ganzes Leben" weiterlesen