Jan Kjærstad – „Eine Zeit, zu leben“

„All diese Geschichten, denke ich.“

Ein Tag im März 2019. Oslo, ja Norwegen steht Großes bevor. Im Nationaltheater feiert die Inszenierung „Hedda Gabler“ nach dem Drama von Henrik Ibsen Premiere. Kein Geringerer als der berühmte Theatermacher Kyrre Ellingsen führt Regie, die Hauptrollen sind mit Hedda Christine Foss als Hedda und Hendrik Adler als Assessor Brack prominent besetzt. Für die Schauspieler und das Publikum wird der Abend jedoch anders als gedacht. Der norwegische Schriftsteller Jan Kjærstad hat mit seinem neuesten Roman „Eine Zeit, zu leben“ weit mehr als ein Buch über Theater und den großen Ibsen geschrieben.

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Toine Heijmans – „Irrfahrt“

„Wenn das Denken aufhört, übernimmt das Meer.“

Ein Sturm zieht über der Nordsee vor der Küste der Niederlande auf. Auch wenn er sein Ziel bereits vor Augen hat, entscheidet Donald, auf der See auszuharren. Zur Sicherheit – für sich und seine siebenjährige Tochter Maria, die ebenfalls an Bord ist. In seinem schmalen Romandebüt „Irrfahrt“ erzählt der Niederländer Toine Heijmans von einer besonderen Segeltour, einem Mann, seiner Familie und dass nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

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Johan Harstad – „Unter dem Pflaster liegt der Strand“

„Alle Vororte haben Ambitionen, zumindest anfangs.“

Vor fünf, sechs Jahren erschien ein dicker Wälzer mit dem ungewöhnlichen Titel „Max, Mischa und die Tet-Offensive“ in deutscher Übersetzung. Ein Buch, das einen verschlingt, das man trotz seiner handtaschenuntauglichen Größe mit sich herumschleppt, um so oft es geht, darin zu lesen. Nun ist der Norweger Johan Harstad zurück – mit einem ebenso umfangreichen Roman mit mehr als 1.100 Seiten. In Sachen Themen- und Schauplatzvielfalt sowie in puncto Zeitsprüngen erlebt man mit dem neuesten harstadschen Streich eine Art Déjà-vu.

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Leon de Winter – „Stadt der Hunde“

„Alles ist heilig.“

Sogar ein Genie kann ein Scheusal sein. Jaap Hollander gilt als einer der renommiertesten Gehirnchirurgen der Welt. Der Amsterdamer operiert selbst dann, wenn die meisten seiner Kollegen den Patienten bereits aufgegeben haben. Er hat alles: Familie, Haus, Ruhm, Geld. Doch er betrügt seine Frau Nicole mit Ärztinnen und Krankenschwestern, für seine Tochter Lea hat er nicht viel übrig. Eines Tages verschwindet sie spurlos auf einer Reise in Israel. Und sein Leben wird nie mehr, wie es einst war. „Leon de Winter – „Stadt der Hunde““ weiterlesen →

Samantha Harvey – „Umlaufbahnen“

„Nur ihre Füße, die über einem Kontinent baumeln, ihr linker Fuß verdeckt Frankreich, ihr rechter Deutschland. Die behandschuhte Hand verbirgt Westchina.“

In 400 Kilometern Höhe umkreist sie mit einer Geschwindigkeit von 28.000 Kilometern pro Stunde die Erde. 16-mal am Tag. Seit 1998 ist die Internationale Raumstation (ISS) da oben im All, manchmal von hier unten auch mit dem bloßen Augen zu erkennen. In ihrem Roman „Umlaufbahnen“ verlagert die britische Schriftstellerin Samantha Harvey den Fokus. Der Leser begleitet einen Tag von sechs Astronautinnen und Astronauten auf einer namenlosen Raumstation. Der Blick ist grandios und atemberaubend, die Auswirkungen sind prägend.

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Anne Reinecke – „Hinter den Mauern der Ozean“

„Die fünf, das sind wir. Aber wer hat uns Rettung gewährt? Wir selbst? Die Fremden? Wir wissen so wenig.“

Irgendwann in Berlin. Eine unüberwindliche Doppel-Mauer umringt den Stadtkern, dahinter erstreckt sich das weite Meer. Berlin – eine Insel. Vieles ist zerstört, einige Gegenden gelten als ungesichert. In der einstigen Millionen-Metropole leben nur noch eine Handvoll Menschen. Auserwählte, die sogenannten Ewigen, die zu unterschiedlichen Zeiten als Kinder in die Stadt gebracht worden sind. Darunter Lola, die die Geschichte der Fünf erzählt, die nicht viel wissen über ihre Herkunft.

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