James Kestrel – „Bis in alle Endlichkeit“

„Wie kann man ewig leben, wenn man nicht vorsichtig ist.“

Selbst das Dach eines Rolls Royce ist kein schöner Ort, um den letzten Atemzug zu tun. Claire Gravesend stirbt nach einem Fall aus großer Höhe auf einem Luxusschlitten – in einer der finstersten Gegenden San Franciscos. Privatdetektiv Lee Crowe findet die attraktive junge, nunmehr jedoch tote Frau am frühen Morgen. Dramatischer Auftakt des Thrillers „Bis in alle Endlichkeit“ des US-amerikanischen Autors James Kestrel, der für seinen großen Roman „Fünf Winter“ im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Krimipreis sowie 2022 mit dem Edgar Award und den Barry Award geehrt wurde.

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Gerbrand Bakker – „Der Sohn des Friseurs“

„Das ganze Leben ist loslassen und sich festbeißen, beides gleichzeitig.“

Der Nachmittag des 27. März 1977 ging als eines der dunkelsten Kapitel in die Geschichte der Luftfahrt ein. Auf dem Flughafen Los Rodeos auf Teneriffa kollidierten zwei vollbesetzte Flugzeuge: eine Boeing 747 der US-amerikanischen Fluggesellschaft Pan Am und eine Boeing 747 der niederländischen KLM Royal Dutch Airlines. Insgesamt 582 Menschen starben bei diesem Unglück, das noch immer zu den schwersten Katastrophen seiner Art zählt.

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Søren Ulrik Thomsen – „Store Kongensgade 23“

„Ja, was bleibt von uns?“

Sie ist lang. Ihr Name verrät es schon. In der Mitte des 17. Jahrhunderts angelegt, ist die Store Kongensgade heute die längste Straße im Zentrum Kopenhagens und führt vom Kongens Nytorv bis Esplanaden. Im Haus 23 verbrachte der dänische Lyriker und Essayist Søren Ulrik Thomsen ein Jahr seiner Jugend. In seinem außergewöhnlichen und sehr persönlichen Essay, der den Namen des Gebäudes trägt, erzählt er von einer ihn prägenden Zeit, vor allem jedoch von seiner Mutter und wie sie ihn beeinflusst hat.

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Xi Xi – „Meine Stadt“

„Tag für Tag verabschiedet sich etwas in dieser Stadt still und leise von uns, verblasst allmählich, und verschwindet dann ganz.“

Hongkong: multikulturelle mehrsprachige Metropole, vom Wasser umgeben. Einst britische Kronkolonie, heute Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Teuer, aber sicher. Mehr als sieben Millionen Menschen leben hier, auf einer Halbinsel und auf mehr als 260 Eilande verteilt. Zugegeben: Ich war noch nie dort. Selbst literarisch recht selten. Nun allerdings ergibt sich die Möglichkeit dafür, wenigstens mit einem Buch nach Fernost zu reisen. Denn erstmals ist der Kultroman „Meine Stadt“ der hongkong-chinesischen Autorin Xi Xi (1937-2022) in deutscher Übersetzung erschienen. „Xi Xi – „Meine Stadt““ weiterlesen

Chris Lloyd – „Die Toten vom Gare d’Austerlitz“

„Krieg entfremdet uns von uns selbst.“

Es ist Tag eins der deutschen Besatzung. Soldaten der Wehrmacht nehmen Paris ein. Es ist nicht das einzige Problem von Inspecteur Éduard „Eddie“ Giral. Er wird zum Gare d’Austerlitz gerufen. In einem Waggon auf einem Abstellgleis sind die Leichen von vier polnischen Flüchtlingen gefunden worden. Wenig später sorgt ein weiterer Fall für Aufregung: Ein weiterer Pole hat sich aus dem Fenster gestürzt. Der Ermittler vermutet einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen. In seine Arbeit mischen sich jedoch die neuen Herren der Seine-Stadt ein. Sein missliebiger Kollege Auban macht, was er will. Und dann taucht auch noch Girals Sohn auf, den er 15 Jahre nicht mehr gesehen hat. Chris Lloyds historischer Krimi ist spannend, komplex und ein eindrückliches Panorama vom Paris jener Zeit. „Chris Lloyd – „Die Toten vom Gare d’Austerlitz““ weiterlesen

Andrzej Stasiuk – „Grenzfahrt“

„Noch nie haben wir in so einer Finsternis gesessen.“ 

Der Fluss trennt zwei Länder voneinander – und deren Menschen. Lubko ist der Fährmann, der sie übersetzt. Von einem Ufer an das andere. Kirchgänger genauso wie Flüchtlinge, die einen vor und nach dem Gottesdienst im Nachbarort, die anderen auf ihrem Weg in die geglaubte Sicherheit. Doch wo ist es sicher, wenn Krieg ist, sich Soldaten, Besatzer eines anderen Landes, mit Mann und Maschinen für ihren nächsten Angriff versammeln. Der polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk führt in seinem neuesten Roman den Leser in die ostpolnische Grenzregion und in den Frühsommer 1941, als die deutsche Wehrmacht vor dem Einmarsch in die Sowjetunion steht. Ein meisterhafter, sehr tiefgreifender Roman, der davon erzählt, wie viele kriegerische Ereignisse auf einem Landstrich lasten können, um davon auf lange Zeit geprägt zu sein.

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