Ragnar Helgi Ólafsson – „Die Bibliothek meines Vaters“

„In alten Büchern steckt mehr als nur Worte.“

Der Vater stirbt – und hinterlässt ein Erbe. Ein Haus voller Bücher, das der Sohn ausräumen muss, als die Mutter acht Jahre später auszieht. Ein Schatz aus rund 4.000 Bänden, von Klassikern bis hin zu regionalen Schriften und Chroniken. Der Vater, Ólafur Ragnarsson, war Autor und Verleger, hat die Bücher des bisher einzigsten isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness (1902-1998) herausgegeben. Ragnar Helgi Olafsson ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten und beschreibt in seinem Band „Die Bibliothek meines Vaters“ von Büchern, seinem Vater und noch viel mehr.

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Joachim B. Schmidt – „Ósmann“

„Im Skagafjord gibt es Geistergeschichten wie Muscheln am Strand.“

Er ist ein Hüne, der nach Gammelhai stinkt und Robbenblut trinkt. Tag ein, Tag aus setzt er mit seiner Seilfähre Mensch und Tier über die Tiefen des Skagafjords. Bei Sturm und bei Sonnenschein. Im äußersten Norden Islands, dort wo die Grönlandsee das herbe Land ablöst, ist Ósmann eine Institution. Nach seinem Helden Kalmann hat Joachim B. Schmidt eine weitere besondere Gestalt zum Leben erweckt – oder sollte man vielmehr sagen: wiedererweckt.

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Sibylle Grimbert – „Der Letzte seiner Art“

„Und so bewunderten sie gemeinsam die enorme Fülle an Leben auf dieser Erde.“

Ihn gibt es nicht mehr. Ausgelöscht von des Menschen Hand ist er nur noch auf Bildern oder ausgestopft in naturkundlichen Museen zu betrachten. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Riesenalk das letzte Mal gesehen. Eine Bronzeskulptur des Künstlers Todd Mc Grain an der isländischen Küste mit Blick auf die Vogelinsel Eldey erinnert heute an den ausgestorbenen Vogel, der einem Pinguin ähnelte. Auf jenem kargen Eiland beginnt auch Sibylle Grimberts hochemotionaler historischer Roman, der von einer besonderen Freundschaft erzählt und uns zugleich vor Augen hält, wie wir mit der Natur umgehen – im Guten wie im Schlechten.  „Sibylle Grimbert – „Der Letzte seiner Art““ weiterlesen

Auður Ava Ólafsdóttir – „Hotel Silence“

„Die Stille rettet die Welt.“

Seine Frau Gudrun hat ihn verlassen, die gemeinsame Tochter geht eigene Wege, seine Mutter leidet unter Demenz. Jonas Ebeneser hat seinen Lebensmut verloren. Er will seinem Leben ein Ende setzen. Doch nicht zu Hause, in der vertrauten Umgebung, sondern irgendwo in der Fremde. Still und leise verreist er an einen Ort, wo die meisten Menschen ganz andere Sorgen haben. Denn hier herrscht Krieg. Die isländische Schriftstellerin Auður Ava Ólafsdóttir legt mit ihrem Roman „Hotel Silence“ ein stilles melancholisches Werk vor, das allerdings auch Funken von Hoffnung in sich trägt. „Auður Ava Ólafsdóttir – „Hotel Silence““ weiterlesen

Eva Björg Ægisdóttir – „Verschwiegen“

„Unter der Oberfläche brodelt so einiges.“

Elmas Rückkehr ist nicht die einzige. Eine zweite Frau taucht nach einigen Jahren wieder überraschend in Akranes auf. Wenig später wird ihre Leiche am alten Leuchtturm entdeckt, der für Kinder Spielplatz, für junge Paare ein Liebesnest ist. Für Elma ist der Mord der erste Fall als Polizistin in dem beschaulichen Ort an der Westküste Islands. Hier ist sie aufgewachsen, hierher ist sie nach Jahren in Reykjavík und nach dem Ende einer langjährigen Beziehung wieder zurückgekehrt. „Verschwiegen“ ist der Auftakt der neuen Krimi-Reihe der isländischen Autorin Eva Björg Ægisdóttir, für den sie nicht nur in ihrem Heimatland ausgezeichnet wurde.

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Joachim B. Schmidt – „In Küstennähe“

„Die Leute wissen einen Dreck.“

Ein Altersheim kann ja so ein wunderbares Versteck für einen Kleinkriminellen sein. Lárus ist die rechte Hand des Hausmeisters, seine illegalen Geschäfte betreibt er unauffällig. Er mäht zwar den Rasen, repariert dies und das, doch nebenbei scheffelt Lárus als umtriebiger Drogendealer kräftig Kohle. Das Altersheim Isafjörður ist das perfekte Alibi. Doch eine kaputte Heizung in Zimmer 37-A wird eines Tages sein Leben verändern. Er lernt Grimur, einen alten Fischer, kennen, der den furchteinflößenden Beinamen „Der Schlächter“ trägt. Er wird sein Freund – und unfreiwillig auch sein Mentor. In seinem Debüt „In Küstennähe“ beweist Joachim B. Schmidt seine Vorliebe für kauzige Figuren und ein Herz für ihre teils auch tragischen Lebensgeschichten.

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