Matthias Jügler (Hrsg.) – „Wir dachten, wir könnten fliegen“

„Die Welt kreist nämlich um die Sonne, und von der Erde sind wir nur geliehen.“

Welche Tiere und Pflanzen sind es, die heute, an diesem Tag und während ich diese Zeilen schreibe für immer von der Erde verschwinden, die aussterben, die es nie mehr geben wird? Vielleicht sind es Fische oder Frösche, Blumen oder Korallen. Vielleicht haben sie noch gar keinen Namen, weil sie noch nicht entdeckt worden sind. Schätzungsweise 150 bis 200 Arten sterben an jedem Tag aus. Und nur ein Teil der Flora und Fauna auf dem Planeten sind bisher erfasst worden.

„Matthias Jügler (Hrsg.) – „Wir dachten, wir könnten fliegen““ weiterlesen

Erling Kagge – „Mein Nordpol“

„Bei minus fünfzig Grad gibt es nur einen Gedanken: Es ist kalt.“

Manch große Geschichte beginnt mit einem Geschenk. Erling Kagge ist sieben, als er von seinen Eltern einen Globus zum Geburtstag erhält. Mehr als die Ozeane, Meere und Kontinente faszinierte ihn ein winziger Punkt auf der Weltkugel: der Nordpol. 20 Jahre später erreichte der Norweger mit seinem Landsmann, dem Polarforscher Børge Ousland, den nördlichsten Punkt der Erde. Über seine Reise, aber auch die Geschichte früherer Polarexpeditionen und die Faszination des „ewigen“ Eises hat er ein großartiges Buch geschrieben.

„Erling Kagge – „Mein Nordpol““ weiterlesen

Im Duett #7: Sy Montgomery – „Rendezvous mit einem Oktopus“ & „Tête-à-Tête mit einer Schildkröte“

„Komm zum Händeschütteln (mal 8) vorbei, wenn Du Zeit hast.“ 

Er hat acht Arme, drei Herzen und blaues Blut. Sein Gehirn verteilt sich auf den Kopf und die Extremitäten. Oktopoden sind auf den ersten Blick befremdliche, bei näherem Hinschauen jedoch faszinierende Wesen. Das Buch der US-amerikanischen Naturwissenschaftlerin und Autorin Sy Montgomery „Rendezvous mit einem Oktopus“, in dem sie ihre Begegnungen mit den intelligenten Meerestieren beschreibt, ist vor einigen Jahren zu einem Bestseller geworden. Nun erschien ihr neues Buch, in dem sie den Schutz der Schildkröte in den Mittelpunkt rückt. Grund genug, beide Bücher über Tiere mit besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten in einer neuen Folge meiner Blogreihe „Im Duett – ein Autor, zwei Bücher“ vorzustellen. 

„Im Duett #7: Sy Montgomery – „Rendezvous mit einem Oktopus“ & „Tête-à-Tête mit einer Schildkröte““ weiterlesen

Ingeborg Gleichauf – „Als habe ich zwei Leben – Brigitte Reimann“

„Mit jedem Roman, jeder Erzählung nimmt sie einen anderen Namen an. Immer aber ist sie selbst es, die unterschreibt.“ 

Wer sich intensiv mit Literatur beschäftigt, wird immer fasziniert sein und bleiben von der völlige Hingabe des Autors oder der Autorin für das Schreiben, das dessen/deren Leben wie kaum eine andere Beschäftigung prägt und einnimmt. Im Fall von Brigitte Reimann (1933-1973) nennt die Literaturwissenschaftlerin Ingeborg Gleichauf das Verhältnis von Leben und Schreiben ein „Doppelt-Sein“. In ihrem Band über die Schriftstellerin durchleuchtet sie intensiv deren Biografie und ihre Werke, um die enge Beziehung zwischen Leben und Schreiben aufzuzeigen. „Ingeborg Gleichauf – „Als habe ich zwei Leben – Brigitte Reimann““ weiterlesen

Lucia Jay von Seldeneck & Florian Weiß – „Was eine Kiefer ist“

„Großvater, du hast immer gesagt, wenn man erzählt, dann übersteht man das Schlimmste.“ 

Schon seit Jahren bilden sie ein kreatives Duo: die Autorin Lucia Jay von Seldeneck und der Illustrator Florian Weiß aus Berlin. 2017 erschien ihr gemeinsames Buch „Ich werde über diese Merkwürdigkeit noch etwas drucken lassen“ mit 30 Tiermeldungen aus zwei Jahrtausenden, das 2020 mit dem International Creative Media Award in der Kategorie „Book Design/Buchausstattung“ ausgezeichnet wurde. Es folgten Bände über berühmte und weniger berühmte Berge und Schiffe. Nun entführen sie mit ihrem neuesten Gemeinschaftswerk „Was eine Kiefer ist“ in die faszinierende Welt der Flora – eine großartige Reise durch Zeit und Raum. „Lucia Jay von Seldeneck & Florian Weiß – „Was eine Kiefer ist““ weiterlesen

Polly Morland – „Ein glückliches Tal“

„Die Welt, wie sie damals war, ist die Welt, wie sie heute ist, das Vergehen der Zeit ist der Landschaft anscheinend gleichgültig.“ 

1967 erschien ein Buch, das bis heute in Großbritannien als Leitfaden sowie Inspiration für Ärzte und Pfleger gilt. In „A Fortunate Man“ beschreibt der Schriftsteller und Maler John Berger (1926-2017) sechs Wochen im Leben und Wirken des Landarztes John Sassall, den er mehrere Monate mit dem Fotografen Jean Mohr an seiner Seite begleitete. Der britischen Autorin und Dokumentarfilmerin Polly Morland fällt unverhofft und überraschend an einem Sommertag 2020 eine Taschenbuch-Ausgabe des Klassikers in die Hände, als sie das Haus ihrer Eltern ausräumt. Der Beginn einer Recherche und einer Fortsetzung, die nun von Sassalls Nachfolgerin erzählt. „Polly Morland – „Ein glückliches Tal““ weiterlesen