James Kestrel – „Bis in alle Endlichkeit“

„Wie kann man ewig leben, wenn man nicht vorsichtig ist.“

Selbst das Dach eines Rolls Royce ist kein schöner Ort, um den letzten Atemzug zu tun. Claire Gravesend stirbt nach einem Fall aus großer Höhe auf einem Luxusschlitten – in einer der finstersten Gegenden San Franciscos. Privatdetektiv Lee Crowe findet die attraktive junge, nunmehr jedoch tote Frau am frühen Morgen. Dramatischer Auftakt des Thrillers „Bis in alle Endlichkeit“ des US-amerikanischen Autors James Kestrel, der für seinen großen Roman „Fünf Winter“ im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Krimipreis sowie 2022 mit dem Edgar Award und den Barry Award geehrt wurde.

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Ulrich Rüdenauer – „Abseits“

„Er war schon an einigen Orten gewesen, aber nirgendwo zu Haus.“ 

Ein Dorf irgendwo in Süddeutschland. Mit Häusern, Höfen, Menschen und Tieren. Mittendrin Richard. Der Achtjährige wächst bei seinem Onkel auf. Seine Eltern kennt er nicht. Der Junge wird eher geduldet, als geliebt. Der zweite große Krieg ist nur wenige Jahre vorbei. Gewalt und Kälte, aber auch Herkunft und Identität sind die großen Themen in dem schmalen, aber eindrücklichen Debüt „Abseits“ des Journalisten und Autors Ulrich Rüdenauer. 

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Una Mannion – „Sag mir, was ich bin“

Von einem Tag auf den nächsten verliert Nessa zwei geliebte Menschen: ihre Schwester Deena und ihre Nichte Ruby. Deena ist plötzlich verschwunden, ihr Ex-Freund Lucas bringt die gemeinsame Tochter von Philadelphia nach Vermont. Die Jahre vergehen, aus Ruby wird ein Teenager. Nessa gibt die Hoffnung nicht auf, dass Lucas eines Tages für seine Tat zur Rechenschaft gezogen wird. Denn sie glaubt, er hat Deena getötet.

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Birgit Lutz – „Mein Spitzbergen“

„Nur noch sehr selten findet man sich noch an Orten wieder, wo die Welt so aussieht, rundherum, als gäbe es den Menschen nicht.“

Manche Traumziele lösen bei den meisten Kopfschütteln und ein mitleidiges Lächeln aus. Die weiße wie kalte Welt abseits des nördlichen Polarkreises zählt sicherlich dazu. Zugegeben: Palmen und tropische Temperaturen jenseits der 30 Grad sind nicht so meins. Eine meiner Wunschreisen geht irgendwann, ich hoffe bald, nach Spitzbergen. Schon etwas länger liebäugele ich mit der arktischen Inselgruppe, zwischen dem norwegischen Festland und dem Nordpol gelegen. Expeditionsleiterin und Autorin Birgit Lutz hat über den Archipel im Nordpolarmeer ein ganz persönliches Buch geschrieben.

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Davide Coppo – „Der Morgen gehört uns“

„Tragödien sind sorgfältig gedeckte Tische, nicht das spontane Stückwerk eines schlechten Tages.“ 

Er sitzt seine Strafe ab. Neun Monate Arrest. Bald wird er 18. Ettore blickt zurück, auf das was geschehen ist, wie es geschehen konnte. Dass er einem Jugendlichen ein Springmesser in den Leib gestoßen, ihn schwer, gar lebensbedrohlich verletzt hat. Der italienische Journalist und Autor Davide Coppo erzählt in seinem Debüt „Der Morgen gehört uns“, wie ein Jugendlicher nach rechts driftet, Teil einer neofaschistischen Gruppierung wird und zunehmend Gewalt und Hass verfällt. „Davide Coppo – „Der Morgen gehört uns““ weiterlesen

Thomas Korsgaard – „Hof“

„Wenn die Leute nie weinen, werden sie so eigenartig. Dann verschwindet etwas in ihren Augen.“

Von der vielbeschworenen Idylle ist dieses Landleben weit entfernt. Tue kennt es nicht anders. Sein Zuhause ist ein heruntergekommener Hof, das nahegelegene Dorf im dänischen Nirgendwo bezeichnet er als Vorort der Finsternis. Sein cholerischer Vater verbrennt die toten Tiere, um Entsorgungskosten zu sparen, seine Mutter verzockt beim stundenlangen Online-Poker Geld, das die Familie nicht hat. Wir sind mittendrin in einer Tragödie, und wollen nicht wirklich da heraus, weil wir einen Zwölfjährigen begleiten, der den Tod kennt, aber das Leben liebt und aus seinem etwas machen will.

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