Helga Flatland – „Zuunterst immer Wolle“

„Aufsässigkeit ist einfacher als Entschuldigung, harte, kalte Distanz einfacher als Scham und Angst.“

Ein einziger Anruf hebt das Leben von Sigrid aus den Angeln. Ihre Mutter Anne erzählt ihr, dass sie an Krebs erkrankt ist. In den kommenden Monaten wird die Ärztin nicht nur mit den furchtbaren Folgen der heimtückischen Krankheit ihrer Mutter konfrontiert. In die Gefühle zwischen Verzweiflung, Trauer und Hoffnung mischen sich schmerzvolle Erinnerungen an ihre Kindheit. In ihrem eindrücklichen Roman „Zuunterst immer Wolle“ nimmt die norwegische Schriftstellerin Helga Flatland das Leben und die vielschichtigen Beziehungen einer Familie mit sehr viel Feingefühl in den Fokus.

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Liz Nugent – „Auf der Lauer liegen“

„Es ist absolut furchtbar, mit so etwas zu leben – dem Wissen um einen Mord und dem Beweis direkt vor unserer Nase (…).“

Ein Garten ist eine grüne Oase – in manchen Fällen kann er auch Ort eines dunklen Geheimnisses sein. So haben die Fitzsimons auf jeden Fall etwas zu verbergen, als Andrew und seine Frau Lydia die 22-jährige Prostituierte Annie an einem Novemberabend 1980 töten und kurzerhand auf ihrem herrschaftlichen Anwesen vor den Toren Dublins verscharren. All dies geschieht auf den ersten Seiten des Romans „Auf der Lauer liegen“ der irischen Schriftstellerin Liz Nugent, so dass ich an dieser Stelle nichts verrate und damit angespannte Krimi-Leser verärgere. Denn Nugent rollt die Story in eine andere Richtung auf – und das ist der Clou an ihrem großartigen psychologischen Thriller. „Liz Nugent – „Auf der Lauer liegen““ weiterlesen

Christoffer Carlsson – „Was ans Licht kommt“

„Vieles, was sichtbar ist, sieht man nicht, weil es zu schmerzhaft wäre.“ 

Es ist der Abend, als Olof Palme stirbt. Am 28. Februar 1986 wird der schwedische Ministerpräsident nach einem Kinobesuch auf offener Straße in Schwedens Hauptstadt Stockholm erschossen.  An jenem Tag in der Provinz Halland beobachtet ein Junge ein merkwürdiges Geschehen. Später wird dort in einem Auto die Leiche einer jungen Frau gefunden. In beiden Fällen tappt die Polizei bei ihren Ermittlungen lange im Dunklen, sind die Menschen geschockt von dem grausamen Verbrechen. Der schwedische Kriminalautor und Kriminologe Christoffer Carlsson erzählt in seinem Roman „Was ans Licht kommt“ von einer Mordserie in der schwedischen Provinz, vor allem aber von den Menschen, die dort leben.

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Ralf Rothmann – „Die Nacht unterm Schnee“

„Das Normale, das war das Grauen.“ 

Er wird in den letzten Kriegsmonaten als Jugendlicher von der Waffen-SS zwangsrekrutiert, sie auf der Flucht aus Ostpreußen von russischen Soldaten gefangen gehalten und mehrfach missbraucht. Das spätere gemeinsame Leben von Walter und Elisabeth ist ein hartes, von schwerer Arbeit und Entbehrungen, von ihren traumatischen Erinnerungen geprägtes. Mit „Die Nacht unterm Schnee“ hat Ralf Rothmann seiner Trilogie über den Zweiten Weltkrieg einen fulminanten Abschluss gesetzt. Mit einem Roman, der tief berührt – nicht nur, weil der Schriftsteller damit die Geschichte seiner Eltern erzählt.

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Marianna Kurtto – „Tristania“

„Und warum ist nichts genug, nimmt nichts die Sehnsucht weg?“

Es gibt Eilande der Sehnsucht. Und es gibt Tristan da Cunha. Die schroffe, vom Südatlantik umgebene Insel gilt als eine der entlegensten bewohnten Inseln der Welt. Die Gestade von Südamerika und Afrika liegen Tausende Kilometer entfernt. Die finnische Autorin Marianna Kurtto hat die Handlung ihres neuen Romans „Tristania“ auf Tristan da Cunha angesiedelt. Darin erzählt sie vom Zerbrechen einer Familie sowie einer realen Katastrophe, den Vulkanausbruch im Jahr 1961 – und das mit einer Sprache von großer Kraft. „Marianna Kurtto – „Tristania““ weiterlesen

Toril Brekke – „Ein rostiger Klang von Freiheit“

1968 – ein Jahr, das mit Ereignissen und Entwicklungen Geschichte geschrieben und den Lauf der Zeit maßgeblich geprägt hat. Ein politisches wie gesellschaftliches Rumoren, das auch Oslo erreicht, in dem die Jugend gegen den Vietnam-Krieg protestiert. Im Sommer 1968 steht Agathe vor ihrem letzten Schuljahr. In ihrem Drang nach Freiheit wechselt sie die Schule, verlässt die vertraute Umgebung, um sich der Gemeinschaft der neu gegründeten reformpädagogischen Summerhill-Schule anzuschließen. Doch ein Anruf sorgt bei Agathe und ihrem jüngeren Bruder Morten für Aufregung. In ihrem doppelbödigen Roman „Ein rostiger Klang von Freiheit“ erzählt die norwegische Schriftstellerin Toril Brekke von einer besonderen Zeit und einer Familie, deren Leben von mehreren Geheimnissen überschattet wird.

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