Anna Gmeyner – „Café du Dôme“

„Wir sind die verlorene Generation. Wir werden nur Wurzeln unter der Erde finden.“

Sie sind Gestrandete ohne Aussicht auf eine baldige Rückkehr. Ihr Heimatland hat sich nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in eine menschenfeindliche Diktatur verwandelt. Wie für viele andere wird Paris für Nadia und Peter Schumacher zum Zufluchtsort. Ihre Geschichte und die anderer Protagonisten fiel nahezu der Vergessenheit anheim. Nun kann der großartige Exil-Roman „Café du Dôme“ der österreichisch-britischen Autor Anna Gmeyner dank einer Neuausgabe wiederentdeckt werden.

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Alice Horáčková – „Geteiltes Haus“

„Weißt du, man hat immer eine Wahl.“

Benetzko – im malerischen Riesengebirge gelegen. Nur wenige Seelen, Deutsche wie Tschechen, leben hier in der Grenzregion. Aus nachbarschaftlicher Verbundenheit wird mit der Zeit indes erbitterte Feindschaft, nachdem die Deutschen im Herbst 1938 in das Sudetenland einmarschieren. Zahlreiche Einwohner werden die kommenden dunklen Jahre nicht überstehen beziehungsweise von ihnen für immer gezeichnet sein – egal auf welcher Seite sie sich stellen, zu welcher Identität sie sich bekennen.

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Petra Klabouchová – „An der Moldauquelle“

„Das stärkste Band war das Schuldgefühl.“

Es ist ein Januartag. Ein besonderer Tag. Es ist der 27. Januar, der Holocaust-Gedenktag. Ein kleiner Junge verschwindet. Als die Suche eingestellt wird, weil das Kind glücklicherweise wieder auftaucht, stoßen die Suchmannschaften derweil im Böhmerwald nahe der Kleinstadt Vimperk auf die Leiche eines Mädchens. Nicht nur der tote Körper inmitten der Kälte lässt die Leute erschauern. Das Mädchen trägt einen gestreiften Pyjama, der an die Kluft von KZ-Häftlingen erinnert. An der Kleidung des Kindes befindet sich darüber hinaus ein Davidstern.

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Ein Mythos wird enthüllt – Bill Niven „Das Buchenwaldkind“

NivenEr war nur ein Schicksal unter Millionen. In einer Zeit, die bis heute für Entsetzen und Trauer sorgt, die den Rahmen des Begreiflichen sprengt. Der polnische Jude Stefan Jerzy Zweig erlebte im Alter von vier Jahren die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald im April 1945 durch amerikanische Streitkräfte. Er und sein Vater Zacharias überstanden die Verfolgung und die Schrecknisse in mehreren Lagern und im Ghetto von Krakau. Die Geschichte von Stefan wurde in den folgenden Jahren und Jahrzehnten nicht nur deutschlandweit bekannt. Sie entwickelte sich in der DDR zu einem Mythos, missbraucht für die Propaganda. Denn Stefan ist das Buchenwaldkind und in dem Roman „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz, eines der erfolgreichsten Bücher der DDR und zugleich verordnete Schullektüre, die Hauptgestalt. „Ein Mythos wird enthüllt – Bill Niven „Das Buchenwaldkind““ weiterlesen →