Dagny Juel – „Flügel in Flammen“

„In der Seele großem dunklem Saal (…).“

Dagny Juel – Autorin, Femme fatale, Ehefrau, Mutter zweier Kinder. Viele Rollen hat die 1867 in Kongsvinger geborene Norwegerin in ihrem kurzen, durch einen tragischen Todesfall endenden Leben übernommen. Ihr Wirken und Schaffen als schreibend schöpferische Frau hat indes bis vor kurzem hinter ihrer Bedeutung in der berühmten skandinavisch-slawischen Berliner Boheme im ausgehenden 19. Jahrhundert gestanden. Nun versammelt der Band „Flügel in Flammen“ erstmals ihre gesammelten Werke in deutscher Übertragung und gibt auch dank eines Essays des Filmemachers und Autors Lars Brandt Einblicke in das Leben einer faszinierenden Persönlichkeit.

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Mathijs Deen „Über alte Wege“

„Veränderung beginnt damit, dass man einen neuen Weg geht, selbst wenn es nur eine Spur ist.“

Europastraßen: Sie bilden ein dichtes Netz, das sich über Europa und weite Teile Asiens legt. Sie führen von Norden nach Süden, von Westen nach Osten und machen nicht an Grenzen halt. Rund 250 von ihnen gibt es, mal mehr, mal weniger gut gekennzeichnet und ausgebaut. Diese Pisten für Fernfahrer und Touristen sind jedoch keine Erfindung der letzten Jahrzehnte. Ihre Geschichte reicht vielmehr sehr weit zurück. Und immer hatten sie eine besondere Bedeutung. Auf eine wundersame Reise in Raum und Zeit lädt der Niederländer Mathijs Deen mit seinem faszinierenden Buch „Über alte Wege“ ein. „Mathijs Deen „Über alte Wege““ weiterlesen →

Jocelyne Saucier „Niemals ohne sie“

„Wir haben eine ausgesprochene Begabung für den Schmerz.“ 

Sie sind der Inbegriff der Großfamilie. Die Zahl ihrer ist nahezu unvorstellbar, allerdings nicht unmöglich. 23 Köpfe stark ist die Familie der Cardinals, die Albert und seine Frau schufen. Eine Bande aus nahezu unbezähmbaren 21 Jungen und Mädchen mit einem ganz eigenen Willen. Aufgewachsen in der rauen Gegend rund um die Minenstadt Norcoville, kurz Norco genannt, die sich nach wenigen Jahren an Prosperität zu einer heruntergekommenen und verlassenen Geisterstadt verwandelt. Der Roman „Niemals ohne sie“ der kanadischen Schriftstellerin Jocelyne Saucier ist dabei mehr als nur ein Porträt dieser Familie, deren Mitglieder einzigartig, jedoch seelisch durch eine Tragödie verwundet sind. „Jocelyne Saucier „Niemals ohne sie““ weiterlesen →

John Lanchester „Die Mauer“

„Wer hat die Welt kaputt gemacht? Sie würden niemals zugeben, dass sie es waren. Und doch ist es direkt vor ihren Augen geschehen.“

Es gibt sie in China, eine solche hat Berlin geteilt, zwischen den USA und Mexico soll eine errichtet werden. Eine Mauer grenzt ab, ist Bollwerk und Verteidigungslinie. England hat eine Anlage mit einer Länge von rund 10.000 Kilometern gebaut. Sie umschließt die Insel und soll verhindern, dass die Anderen in Scharen ins Land kommen. Dieses Szenario bildet den Kerngedanken im neuen Roman des britischen Schriftstellers John Lanchester, der schon mit seinem Werk „Kapital“ auf aktuelle politische wie gesellschaftliche Entwicklungen reagiert hat.  „John Lanchester „Die Mauer““ weiterlesen →

Dörte Hansen „Mittagsstunde“

„Es ging hier gar nicht um das bisschen Mensch.“

Er hätte um die halbe Welt reisen, die chinesische Sprache erlernen können. Doch Ingwer Feddersen entscheidet sich, sein Nest, seine Wohlfühl-Dreier-WG in Kiel,  zu verlassen und sein  Sabbatjahr in seinem Heimatort Brinkebüll hoch oben im Norden zu verbringen; an der Seite seiner Großeltern, im vertrauten Gasthof, der schon bessere Zeiten erlebt hat. In ihrem neuen Roman „Mittagsstunde“ erzählt Dörte Hansen von einem kauzigen Heimkehrer und einem Geest-Dorf, in dem die Veränderungen der vergangenen Jahren vieles genommen haben.  „Dörte Hansen „Mittagsstunde““ weiterlesen →

Linde Hagerup „Ein Bruder zu viel“

„Aber manchmal muss man Dinge tun, von denen man nicht gewusst hat, dass sie möglich sind.“

Manchmal kann die Welt furchtbar gemein und doof sein. Nämlich dann, wenn sich alles und jeder sich gegen einen verschworen hat. Sara hat dieses Gefühl. Dabei war doch bis vor Kurzem alles prima, ja bestens. Mit ihren Eltern, ihrer älteren Schwester Emilie und in der Schule. Doch dann tritt der kleine Steinar in ihr Leben und das ihrer Familie und krempelt dieses von Grund auf komplett um. Die Norwegerin Linde Hagerup hat mit ihrem Kinderbuch „Ein Bruder zu viel“ ein warmherziges, mal heiteres, mal melancholisches Werk geschrieben – für sowohl jüngere als auch ältere Leser.

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