Adwin de Kluyver – „Niemandsland“

„In der Meerenge schaukeln ziellos ein paar Eisberge wie Kreuzfahrtschiffe mit Motorschaden.“ 

Seit Jahrhunderten hat das Land am südlichen Ende unserer Erde die Menschen herausgefordert. Früher nannte man es Terra australis. Heute trägt der fünftgrößte  Kontinent der Erde den Namen Antarktika. Einst Ziel wagemutiger Entdecker und Seefahrer, forschen heute hier Wissenschaftler aus aller Herren Länder, legen Kreuzfahrtschiffe mit zahlungskräftigen Touristen an Bord an den Ufern an. Der niederländische Historiker Adwin de Kluyver hat sich selbst auf eine antarktische Reise begeben – auf dem Dreimaster „Europa“ und zurück in der Zeit. Sein Band „Niemandsland“ ist ein unermesslicher Schatz an Erfahrungen und Fakten.

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Samantha Harvey – „Umlaufbahnen“

„Nur ihre Füße, die über einem Kontinent baumeln, ihr linker Fuß verdeckt Frankreich, ihr rechter Deutschland. Die behandschuhte Hand verbirgt Westchina.“

In 400 Kilometern Höhe umkreist sie mit einer Geschwindigkeit von 28.000 Kilometern pro Stunde die Erde. 16-mal am Tag. Seit 1998 ist die Internationale Raumstation (ISS) da oben im All, manchmal von hier unten auch mit dem bloßen Augen zu erkennen. In ihrem Roman „Umlaufbahnen“ verlagert die britische Schriftstellerin Samantha Harvey den Fokus. Der Leser begleitet einen Tag von sechs Astronautinnen und Astronauten auf einer namenlosen Raumstation. Der Blick ist grandios und atemberaubend, die Auswirkungen sind prägend.

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Ein norwegischer Traum 2.0 – Ausblick auf den Literaturfrühling und die Leipziger Buchmesse

Der Traum geht weiter. Nach dem Gastland-Auftritt Norwegens 2019 auf der Frankfurter Buchmesse ist das nordische Land nur sechs Jahre später Ehrengast auf der Leipziger Buchmesse vom 27. bis 30. März kommenden Jahres unter dem Motto „Traum im Frühling“.

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Anne Reinecke – „Hinter den Mauern der Ozean“

„Die fünf, das sind wir. Aber wer hat uns Rettung gewährt? Wir selbst? Die Fremden? Wir wissen so wenig.“

Irgendwann in Berlin. Eine unüberwindliche Doppel-Mauer umringt den Stadtkern, dahinter erstreckt sich das weite Meer. Berlin – eine Insel. Vieles ist zerstört, einige Gegenden gelten als ungesichert. In der einstigen Millionen-Metropole leben nur noch eine Handvoll Menschen. Auserwählte, die sogenannten Ewigen, die zu unterschiedlichen Zeiten als Kinder in die Stadt gebracht worden sind. Darunter Lola, die die Geschichte der Fünf erzählt, die nicht viel wissen über ihre Herkunft.

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Richard Powers – „Das große Spiel“

„Die große Ozeanmaschine trieb die Welt an und entschied über die Zukunft allen Lebens.“

Diesmal geht es tief hinab. Unter den Meeresspiegel, in die weite Welt der Ozeane, wo auch die eindrucksvollen Mantas leben, die Lieblingstiere der Ozeanologin, Taucherin und Umweltschützerin Evie Beaulieu. Sie ist eine der vier Hauptfiguren im neuen Roman „Das große Spiel“ des US-amerikanischen Schriftstellers Richard Powers, der darin einen ganzen Kosmos an Themen und die großen Fragen unserer Zeit verarbeitet.

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James Kestrel – „Bis in alle Endlichkeit“

„Wie kann man ewig leben, wenn man nicht vorsichtig ist.“

Selbst das Dach eines Rolls Royce ist kein schöner Ort, um den letzten Atemzug zu tun. Claire Gravesend stirbt nach einem Fall aus großer Höhe auf einem Luxusschlitten – in einer der finstersten Gegenden San Franciscos. Privatdetektiv Lee Crowe findet die attraktive junge, nunmehr jedoch tote Frau am frühen Morgen. Dramatischer Auftakt des Thrillers „Bis in alle Endlichkeit“ des US-amerikanischen Autors James Kestrel, der für seinen großen Roman „Fünf Winter“ im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Krimipreis sowie 2022 mit dem Edgar Award und den Barry Award geehrt wurde.

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