Pilgern ist Trend, schon seit Jahren. Der Bestseller „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling hat ein Pilger-Fieber entfacht, das vor allem den Blick richtet auf den berühmten Jakobsweg. Dabei gibt es andere historische Strecken, die es lohnen, erwandert und entdeckt zu werden. Hoch oben im Norden befindet sich der Olavsweg. Eine seiner Routen führt von Oslo nach Trondheim. Im vergangenen Jahr packten Stefanie Jarantowski und ihr Mann Stephan J. Schmidt ihre Rucksäcke und reisten nach Norwegen; ein Reisebericht entstand. Mit der Berlinerin sprach Zeichen & Zeiten. „Abenteuer Olavsweg – Ein Interview mit Stefanie Jarantowski“ weiterlesen
Autor: Constanze Matthes
Agnete Friis – „Der Sommer mit Ellen“
„Neue Schichten über den alten. Jetzt war alles weiß gestrichen.“
Wer hat nicht die besonders prägenden Erinnerungen an eine besondere Zeit. Tage, Wochen, Monaten, an die man in Gedanken oft zurückkehrt. Eine Zeit, nach der alles anders war – und ist. Für Jakob ist es der Sommer mit Ellen im Jahr 1978. Eine junge Frau wird für den 15-Jährigen zur ersten großen Liebe, die eines Tages verschwindet, während in seinem Heimatort eine tragische Begebenheit für Entsetzen sorgt und den Einsatz der Polizei erfordert. Die Dänin Agnete Friis hat mit „Der Sommer mit Ellen“ einen sehr bildhaften und beklemmenden Roman geschrieben, der dem Leser zusetzen wird.
Jürgen Hosemann – „Das Meer am 31. August“
„Allein mit dem Meer zu sein hieß eben vor allem auch, allein zu sein.“
In einer modernen Gesellschaft, in der das Motto „Schneller, höher, weiter“ gilt, ist gefühlt kein Raum mehr für die Schönheit und Faszination des Alltags und des vermeintlichen Nicht-Geschehens. Der Ruf nach mehr Achtsamkeit steht der Gier nach Happening, Rausch und Sensationen gegenüber. Wissen wir noch, welche und wie viele kleine und immer wiederkehrende Dinge an einem Tag um uns herum einfach nur sind oder geschehen? Mit seinem wundersamen Band „Das Meer am 31. August“ lädt Jürgen Hosemann nicht nur dazu ein, darüber nachzudenken.
Edward Docx – „Am Ende der Reise“
„Von einem Menschen bleibt nur übrig, was er oder sie erschaffen hat.“
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen: Ein allseits bekannter und gern zitierter Spruch, den wohl viele von uns kennen. Doch nicht jede Reise endet mit einer freudigen Rückkehr. Dabei soll es an dieser Stelle und mit diesem Buch nicht um ein tragisches Unglück, sondern um ein noch immer aktuelles wie brisantes Thema gehen. Der Engländer Edward Docx erzählt in seinem wunderbaren Roman „Am Ende der Reise“ vom letzten Wunsch eines angesehenen Literaturprofessors, der sterbenskrank ist. „Edward Docx – „Am Ende der Reise““ weiterlesen
Téa Obreht – „Herzland“
„Wohin er auch blickte, ihn umringten schwermütig stimmende Wunder.“
Western verbinden wohl viele von uns mit Pferden. Wilde Mustangs oder die kräftigen und ausdauernden Reit- und Lastentiere der Indianer und Siedler. Einen ganz anderen und überaus markanten und zähen Vierbeiner rückt die US-amerikanische Autorin Téa Obreht in den Fokus ihres neuen Romans. Mit „Herzland“ hat sie zugleich für das Genre des Western ein besonderes Buch geschrieben, das auf wirklichen Begebenheiten basiert. Mit diesem erinnert sie an das einstige Camel Corps, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die US-Armee als Nachschubverband zum Einsatz kam.
Verena Güntner – „Power“
„Die Realität ist echt ein krass unrealistisches Konstrukt.“
Power ist weg. Der wuschelige, Jäckchen tragende Hund der Hitschke ist spurlos verschwunden. Für die ältere Frau brechen traurige, einsame Tage an. Einzig Kerze will ihr helfen und begibt sich auf die Suche nach dem geliebten Vierbeiner. Doch was wie ein Akt nachbarschaftlicher Hilfe beginnt, führt ein Dorf in einen Ausnahmezustand, in dem Hilflosigkeit und Hass die Oberhand gewinnen. Mit „Power“ hat Verena Güntner einen Roman mit einer eigenwilligen Heldin und einer erstaunlichen Dynamik geschrieben, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. „Verena Güntner – „Power““ weiterlesen






