Barbara Kingsolver – „Die Unbehausten“

„Die Welt zerfällt in zwei Lager: die Forscher und die Versüßer.“

Von der kleinsten Hütte bis zum prunkvollen Präsidentenpalast: Häuser erzählen immer wieder Geschichten. Von der Zeit, in der sie bestehen, von den Menschen, die ob kurz oder lang in ihnen wohnen. In ein schon etwas marodes Haus in New Jersey und in zwei Jahrhunderte führt die Amerikanerin Barbara Kingsolver in ihrem Roman „Die Unbehausten“, in dem die Vergangenheit einem vertrauter erscheint, als einem lieb ist.

„Barbara Kingsolver – „Die Unbehausten““ weiterlesen →

Ralf Rothmann – „Museum der Einsamkeit“

„Trauerfeiern und Bestattungen hingegen waren oft ein stilles Fest der Wahrhaftigkeit.“

Dieses Museum kann kein Ort sein, kein Haus mit Wänden und einem Dach, mit Fenstern und Türen, mit einer Anschrift und womöglich einem Telefonanschluss. Dieses Museum versammelt Lebensgeschichten und Seelen, einsame Seelen, junge wie alte, die nach Nähe suchen, nach Bindungen, und seien sie noch so erstaunlich. In seinem neuen Erzählband „Museum der Einsamkeit“ versammelt Ralf Rothmann Kurzgeschichten voller Melancholie und Erschütterungen.

„Ralf Rothmann – „Museum der Einsamkeit““ weiterlesen →

Robert Macfarlane – „Sind Flüsse Lebewesen?“

„Fluss schichtet sich auf Fluss. Unten die fließende Erde, oben der fließende Himmel.“

Er hat alte Wege beschritten, Berge erklommen und die Welt unter der Erde erkundet, diesmal geht es mit Robert Macfarlane an und auf das Wasser. Der britische Meister des Nature Writing lädt mit seinem neuesten Werk „Sind Flüsse Lebewesen?“ zu einer Reise auf vier Kontinente und in eine mögliche Zukunft ein. Kann dieser wertvolle Lebensraum per Gesetz und dank einem speziellen Naturvertrag auf besondere Weise geschützt werden?

„Robert Macfarlane – „Sind Flüsse Lebewesen?““ weiterlesen →

Florentine Anders – „Die Allee“

„Auf diese Weise doppelt genäht zu sein, das hat ihn bisher immer gerettet.“ 

Er hat Spuren hinterlassen, prägende Bauten entstanden in Berlin und anderswo. Sein Schaffen wurde mit renommierten Preisen gewürdigt. Dennoch hat Hermann Henselmann (1905-1995), Chef-Architekt Ost-Berlins, das autoritäre Machtsystem der DDR zu spüren bekommen. Viele Bücher gibt es über die DDR, nun erzählt Henselmanns Enkelin, die Journalistin und Autorin Florentine Anders, die Geschichte ihres Großvaters und die seiner Zeit. Dabei gelingt ihr ein beeindruckender Spagat.

„Florentine Anders – „Die Allee““ weiterlesen →

Herbstlese(n) – Ein Blick in die Vorschauen

Mit Blick in die im Frühjahr nach und nach erschienenen Vorschauen der verschiedenen Verlage ist ja schon seit einigen Wochen gefühlt wieder Herbst. Was uns die bunte Jahreszeit literarisch in den kommenden Wochen und Monaten so beschwert, stelle ich nach dem Durchstöbern der Verlagsprogramme an dieser Stelle vor. Welche kommenden Titel mein Interesse geweckt haben? Ich kann nur soviel sagen, es sind nicht wenige. Und das ist auch gut so.

„Herbstlese(n) – Ein Blick in die Vorschauen“ weiterlesen →

Erika Fatland – „Seefahrer“

„Im portugiesischen Imperium ist die Sonne niemals untergegangen.“

Sie hat die Himalaya-Region bereist und eine Handvoll einstige südliche Sowjetrepubliken. Sie hat die unendlich lange Grenze Russlands erkundet. Und immer hat sie auch darüber geschrieben: Erika Fatlands Bücher verbinden auf einzigartige Weise Geschichte mit Gegenwart, erzählen von nahen wie fernen Ländern, ihrer Kultur und ihren Menschen. Zwischen Januar 2022 und Januar 2024 reiste die norwegische Sozialanthropologin und mehrfach preisgekrönte Autorin auf den Spuren des einstigen portugiesischen Imperiums – und nahezu um die ganze Welt. „Erika Fatland – „Seefahrer““ weiterlesen →