Meri Valkama – „Deine Margot“

„Die Vergangenheit verschwindet niemals.“

Nur etwas mehr als 40 Jahre lang hat sie existiert. Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 verschwindet die DDR von den Landkarten der Welt. In den Erinnerungen der Menschen ist sie jedoch noch immer präsent – in den unterschiedlichsten Schattierungen. Viel ist über sie geschrieben worden. Zu all der Literatur, den Romanen und Erzählungen, kommt nun eine spannende Stimme aus Finnland hinzu: die der Autorin Meri Valkama. Ihr Debüt „Deine Margot“ wurde in ihrem Heimatland zu einem preisgekrönten Bestseller.

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Hervé Le Corre – „Durch die dunkelste Nacht“

„Er war in Winkel vorgedrungen, in denen der Tod Chaos gesät hatte (…).“

Bordeaux. Die Weinhauptstadt Frankreichs. Unzählige Touristen flanieren durch die Altstadt oder unternehmen eine Flussfahrt auf der Garonne, den Atlantik in Reichweite. Wer den Roman „Durch die dunkelste Nacht“ des Franzosen Hervé Le Corre liest, wird diese idyllischen Bilder indes zur Seite schieben (müssen). Polizeikommandant Jourdan, Held des Romans, wird immer wieder mit den Folgen erbarmungsloser wie brutaler Gewalt konfrontiert. Und dann treibt auch noch ein Serienmörder sein Unwesen in der Stadt. „Hervé Le Corre – „Durch die dunkelste Nacht““ weiterlesen

Silke von Bremen – „Stumme Zeit“

„Die Welt, wie er sie sich erklärt hatte, stimmte auf einmal nicht mehr.“ 

Sehnsuchtsort, umgeben vom Wasser der Nordsee, breite Strände, Dünen, Wiesen und Heide prägen die Landschaft. Mehr als 900.000 Touristen zieht es jedes Jahr auf Sylt, Deutschlands nördlichster Insel, die, von oben betrachtet, an eine Tänzerin erinnert. Mit ihrem Debüt „Stumme Zeit“ führt die Autorin und Heimatforscherin Silke von Bremen in jene Zeit, als der Massentourismus seinen Anfang nahm, sowie in die bedrückende Geschichte zweier Familien, die auf dem Eiland lange Zeit verschwiegen wurden.

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Joy Williams – „In der Gnade“

„Alles existiert, um uns etwas zu lehren.“

51 Jahre hat es gebraucht, bis diesem Roman die Reise über den großen Teich gelungen ist. Mehr als ein halbes Jahrhundert an Zeit, die manchem Menschen nicht vergönnt ist. Doch meisterhafte Literatur ist zeitlos, heißt es. Wenngleich man eben in manchen Fällen warten muss, bis sie uns erreicht. 1973 erschien das Debüt „State of Grace“ der damals 29-jährigen US-amerikanischen Schriftstellerin Joy Williams, die in ihrer Heimat mittlerweile als Kultautorin gilt, aber hierzulande erst entdeckt werden muss.

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Fluss als Ort des Trostes – Matthias Jügler über seinen neuen Roman „Maifliegenzeit“

Ihre Quelle liegt im Thüringer Becken bei Dingelstädt. 192 Kilometer fließt die Unstrut durch den Freistaat und Sachsen-Anhalt, bis sie im malerischen Blütengrund bei Naumburg in die Saale mündet. Matthias Jügler führt mit seinem neuen Roman „Maifliegenzeit“ in das Unstruttal zwischen Memleben und Naumburg. Darin erzählt er über ein reales Schicksal und ein kaum bekanntes Kapitel der DDR-Geschichte: den vorgetäuschten Säuglingstod. Zeichen & Zeiten hat mit dem Leipziger Schriftsteller gesprochen.

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Søren Ulrik Thomsen – „Store Kongensgade 23“

„Ja, was bleibt von uns?“

Sie ist lang. Ihr Name verrät es schon. In der Mitte des 17. Jahrhunderts angelegt, ist die Store Kongensgade heute die längste Straße im Zentrum Kopenhagens und führt vom Kongens Nytorv bis Esplanaden. Im Haus 23 verbrachte der dänische Lyriker und Essayist Søren Ulrik Thomsen ein Jahr seiner Jugend. In seinem außergewöhnlichen und sehr persönlichen Essay, der den Namen des Gebäudes trägt, erzählt er von einer ihn prägenden Zeit, vor allem jedoch von seiner Mutter und wie sie ihn beeinflusst hat.

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