James Kestrel – „Fünf Winter“

„In seinem Inneren machte sich eine Stille breit, ein tiefer, dunkler Raum.“

Paradies im Pazifik, tropische Perle. Hawaii ist Sehnsuchtsort und Traumziel. Am 7. Dezember 1941 wird die Insel indes zur Hölle. Mehr als 2.400 Menschen sterben beim Angriff der japanischen Armee auf die US-amerikanische Pazifik-Flotte in Pearl Habor. Joe McGrady, Police Detective auf Hawaii und Ex-Soldat, wird da schon auf der anderen Seite des Ozeans, in Hongkong sein. Er ist auf der Suche nach einem kaltblütigen Mörder, nichtsahnend, dass seine Jagd ihn fünf Jahre lang von seinem Zuhause trennen wird. „Fünf Winter“ heißt denn auch der Roman des Amerikaners James Kestrel, der dafür zwei hochrangige Preise erhalten hat.

„James Kestrel – „Fünf Winter““ weiterlesen →

Constantin Schwab – „Das Journal der Valerie Vogler“

„Kunst kennt keinen Kompromiss.“ 

Wir nennen sie Spitzbergen, die Norweger Svalbard. Die Inselgruppe im Nordatlantik und im Arktischen Ozean ist sowohl Raum für Forscher als auch zunehmend Ziel von kälteaffinen Reisenden. Hier lässt sich staunen über das schillernde Nordlicht und zottelige Eisbären. In die Literatur hat Spitzbergen als Schauplatz hingegen noch wenig Eingang gefunden. Der Österreicher Constantin Schwab verlegt nun die Handlung seines Debütromans nach Spitzbergen, der von einem geheimnisumwobenen Künstlerkollektiv erzählt, das zum ersten Mal eine Außenstehende zu sich einlädt. „Constantin Schwab – „Das Journal der Valerie Vogler““ weiterlesen →

Una Mannion – „Licht zwischen den Bäumen“

„Alles Schöne ging vorüber.“

Der Roman beginnt mit einer Szene, die schon auf den ersten Seiten eine böse Vorahnung wecken und vermutlich vor allem Eltern erschauern lässt. Faye Gallagher ist im Auto mit ihren fünf Kindern auf dem Weg nach Hause. Es ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. Es kommt im dicht besetzten Wagen zum Streit. Die Mutter lässt daraufhin in ihrem unerbittlichen Zorn ihre Tochter Ellen aussteigen. Es sind noch mehrere Kilometer nach Valley Forge Mountain zu fahren, die Dämmerung setzt allmählich ein. Die Straße ist umgeben von Wald. Es kommt, wie es kommen muss. Ellen geschieht etwas Schreckliches – und das ist erst der Beginn des eindrücklichen Romandebüts der in Irland lebenden amerikanischen Schriftstellerin Una Mannion.    „Una Mannion – „Licht zwischen den Bäumen““ weiterlesen →

Julia Phillips – „Das Verschwinden der Erde“

„Die Welt war dazu da, dass die Menschen litten.“

Einst militärisches Sperrgebiet, heute Sehnsuchtsziel für Abenteuerlustige und vermutlich all jene, die eine Mischung aus Sibirien und Island suchen. Wenig ist wohl hierzulande über Kamtschatka bekannt, über jene Halbinsel mit ihren Vulkanen und Geysiren ganz im nordöstlichen Zipfel Russlands gelegen, umgeben vom Beringmeer und dem Nord-Pazifik. Man wird wohl lange suchen müssen, um sie als Schauplatz in der Literatur zu finden. Das ändert nun das eindrucksvolle Debüt „Das Verschwinden der Erde“ der Amerikanerin Julia Phillips. Darin bringt sie dem Leser die dünn-besiedelte Halbinsel mit ihren vielen Gesichtern und Geschichten näher. „Julia Phillips – „Das Verschwinden der Erde““ weiterlesen →

Regina Nössler – „Die Putzhilfe“

„Die alte und die neue Arbeit. Von der geistigen Elite zum Putzen.“

Es ist ein Mittwochabend im November. Sie packt drei Koffer, schließt die Tür hinter sich zu, fährt mit dem Bus zum Bahnhof und steigt in den Zug nach Berlin. Franziska Oswald verlässt das Haus, die Stadt, ihren Mann. Ohne eine einzige Nachricht zu hinterlassen. Aus der Wissenschaftlerin mit einer vielversprechenden Zukunft wird eine Putzhilfe, die ihr Leben hinter sich lässt, den schicken Hosenanzug gegen robuste Kleidung tauscht und ein dunkles Geheimnis verbergen muss. Doch damit ist sie im preisgekrönten Thriller von Regina Nössler nicht allein. Denn nichts ist, wie es scheint, bis ein furioser Showdown alles für den faszinierten Leser aufklärt und die Teile der ganzen Story zusammenführt. „Regina Nössler – „Die Putzhilfe““ weiterlesen →