Literarisch über die Meere und Ozeane der Welt

Sie bedecken nahezu zwei Drittel der Erde. In ihnen begann vor Milliarden von Jahren das Leben. Die Meere unseres Planeten verbinden wir womöglich allerdings heutzutage zuallererst mit Strandurlaub und Kreuzfahrten. Der eine mag an die faszinierende Unterwasserwelt denken,  der andere, wie sie in Gefahr ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat 2016 und 2017 zu den Wissenschaftsjahren für Meere und Ozeane erklärt. Grund genug, einmal in die Tiefe des Blogs und der Buchregale abzutauchen und nach Literatur zum Thema Meer zu suchen.
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Irrenhaus Europa – Pierre Drieu La Rochelle „Die Komödie von Charleroi“

„Und ich war mittendrin, verloren, mich verlierend, trunken vor Verlorenheit. Meine bürgerliche Person – vergessen.“

Wenn die Zeitzeugen nach und nach von uns gehen, fallen authentischen Zeugnissen und der Literatur eine größere Bedeutung zu. Sie erinnern, wenn es die Mahner nicht mehr gibt. Dies trifft wohl besonders auf die Zeit der beiden Weltkriege zu. Gerade in den vergangenen Jahren hat die Zahl der Publikationen zugenommen, so scheint es; wohl auch mit Blick auf die Jahrestage in 2014 und 2015. Der Band „Die Komödie von Charleroi“ mit sechs Erzählungen des Franzosen Pierre Drieu La Rochelle reiht sich ein und ist zugleich herausragend.

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Rückschau – Tomas Espedal „Wider die Kunst“

„Alle Tagebuchaufzeichnungen sind Unabhängigkeitserklärungen.“

Den Namen Karl Ove Knausgård brauche ich an dieser Stelle wohl nicht zu erklären. Der Norweger ist nahezu zu einer literarischen Marke geworden und hat mit seiner sechsteiligen „Min kamp“-Reihe bereits in vielen Ländern, so auch hierzulande, sehr viel Aufsehen erregt, das literarische Lager allgemein in Sympathisanten und Kritiker gespalten. Der Name seines Freundes und Schriftstellerkollegen Tomas Espedal fällt in diesem Zusammenhang eher vereinzelt. Dabei hat er ebenfalls eine große Aufmerksamkeit verdient – nicht nur, weil er in seiner skandinavischen Heimat in den vergangenen Jahren ebenso hochrangige Preise erhalten hat.  „Rückschau – Tomas Espedal „Wider die Kunst““ weiterlesen

Metamorphose – Anna Katharina Hahn „Das Kleid meiner Mutter“

„Das gesamte Anderssein war ein Versprechen.“

Gut ausgebildet, aber chancenlos: Spaniens Jugend steht im Abseits. Die Eurokrise hat das Land tief getroffen. Wer kann und will, wandert  aus. Wer zurückbleibt, hat meist keine Arbeit oder einen schlecht bezahlten Job. Statt in einer eigenen Wohnung leben viele bei den Eltern. Auch Ana María Martínez Madrugada, kurz Anita Nanita genannt, trifft dieses harte wie ernüchternde Los einer vergessenen Generation.    „Metamorphose – Anna Katharina Hahn „Das Kleid meiner Mutter““ weiterlesen

Stunde Null – Hans Fallada „Der Alpdruck“

„Das Leben geht weiter – sie werden diese Zeit überleben, sie, die durch Gnade Übriggebliebenen, die Hinterbliebenen. Das Leben geht immer weiter, auch unter Ruinen.“ 

Ohne übertreiben und andere Autoren vergessen zu wollen, kann er zu den größten Chronisten der 30er und 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gezählt werden:  Hans Fallada (1893 – 1947). Mit der Neuausgabe und Urfassung seines letzten und 1947 erschienenen Romans „Jeder stirbt für sich allein“ und auch internationalen Erfolgen Jahrzehnte nach seinem Tod ist der Schriftsteller wieder verstärkt in das literarische Bewusstsein gekommen. Sein im selben Jahr veröffentlichtes Buch „Der Alpdruck“ erzählt von den Monaten nach Kriegsende und seine eigene persönliche Geschichte. „Stunde Null – Hans Fallada „Der Alpdruck““ weiterlesen

Warum ich lese

Mit seinem Beitrag „Warum ich lese“ hat Sandro Abbate auf seinem Blog „novelero“ ein Thema berührt, das nachfolgend viele weitere Blogger beschäftigt hat. Unterschiedliche Einblicke in Lesebiografien und persönliche Gedanken sind so entstanden. Dies ist nun meine Geschichte. „Warum ich lese“ weiterlesen