Für die Ewigkeit – Christoph Ransmayr „Cox oder Der Lauf der Zeit“

„Und wer sich ganz seiner Phantasie, seinen eigenen Schöpfungen, seiner Begeisterung ergibt, dem kann die Sonne auf- und wieder untergehen, ohne daß er ihren Lauf bemerkt.“

Die halbe Welt haben sie umsegelt. Auf dem Dreimaster Sirius, nach dem hellsten Stern am nächtlichen Firmament benannt, erreichen der englische Uhrmacher und Automatenbauer Alister Cox und seine drei Mitstreiter das große Reich der Mitte. Als sie den Hafen der chinesischen Stadt Háng zhou, an den Ufern des Qiántáng gelegen, erreichen, zeigt sich sogleich die Macht und Unerbittlichkeit des Kaisers: Auf einem Schafott werden die Nasen von einer Reihe Verurteilten abgehackt. Es soll nicht der einzige Beweis für die Strenge und Gewalt des gottgleichen Herrschers Quianlóng bleiben. Selbst Cox kann sich trotz eines besonderen Auftrags und unter der Obhut des Kaisers stehend nicht wirklich sicher fühlen.

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„Hundertvierzehn Gedichte“ – ein Projekt des S. Fischer Verlags

Die Lyrik führt ein Nischen-Dasein. Wer in einer Buchhandlung nach einem Band mit Gedichten sucht, sollte entweder eine sehr große und namhafte aufsuchen oder kommt im Fall einer kleineren nicht um eine Bestellung herum. Doch womöglich ist diese Einschätzung gar falsch, weil nur einem einseitigen Blick auf das literarische Geschäft geschuldet. Denn geben die Vielzahl lyrischer Bände und auch der an den Lyriker Jan Wagner vergebene Preis der Leipziger Buchmesse im vergangenen Jahr nicht auch Grund zur Hoffnung? Nun wagt der S. Fischer Verlag (Frankfurt/Main) mit einem neuen Projekt seines Online-Magazins „S. Fischer Hundertvierzehn“ Vorhaben. Es geht eine besondere Verbindung ein – ganz nach dem Motto „Lyrik meets Web“. „Hundertvierzehn Gedichte“ – ein Projekt des S. Fischer Verlags weiterlesen